Dienstag, 16. März 2010

Wie der „Spiegel“ 1996 einen prominenten Päderasten verherrlichte

Felizitas Küble

Lobrede auf einen Kinderschänder: „schuldfreier Kindertraum“

Wenn es gegen das Christentum, zumal die katholische Kirche geht, entwickelt der „Spiegel“ bekanntlich einen ausgeprägten Jagdinstinkt, was er in den letzten Wochen erneut unter Beweis stellte, auch mit einem infamen Titelbild (siehe Ausgabe Nr. 6/2010)

Dabei hat gerade dies linke Meinungsmagazin allen Grund, vor der eigenen Haustür zu kehren: Noch 1996 verherrlichte das Politblatt in seiner Nr. 20/96 eine ober-peinliche Lobeshymne, ja eine rosa Schnulze über den Nobelpreisträger Carleton Gajdusek, der als „Knabenliebhaber“ verharmlost, dessen kinderschänderisches Treiben in den schönsten Tönen verniedlicht, ja geradezu verherrlicht wurde.

„Nobelpreis schützt vor Torheit nicht“ - das möchte man ausrufen, wenn man an das schändliche Mißbrauchsleben des am 12. Dezember 2008 Jahren verstorbenen Wissenschaftlers Carleton Gajdusek denkt, der 1976 wegen seiner bahnbrechenden Virenforschung den Medizin-Nobelpreis erhielt.

Doch als der damals 72-jährige Amerikaner wegen Kindesmißbrauch in den Knast kam, war das für Spiegel-Reporter Carlos Widmann Grund genug, sich ironisch über die US-Justiz auszulassen.

So heißt es bereits im ersten Absatz seines Artikels, der „Wissenschaftler von Weltrang“ sei „in äußerste Verdächtigkeit“ geraten. Der „berühmte Wissenschaftler“ habe, so jammert der „Spiegel“-Redakteur, seine erste Haftnacht „und ein paar weitere Nächte“ gar „mit Dieben und Dealern im Gefängnis verbringen“ müssen:

o Schreck der Schrecken!

Der Päderast fühlte sich schon früh zu den Naturvölkern im Pazifik hingezogen, genauer: zu den kleinen Jungen dort.

Das wiederum wird im „Spiegel“ folgendermaßen zum „Faszinosum“:

„Der Südpazifik und seine Menschen, von denen Carleton Gajdusek sich zeitlebens magisch angezogen fühlte, wurden ihm zu Hause, in Amerika, zum Verhängnis. Welch ein Faszinosum, diese Naturvölker mit ihrer eigenwilligen Geschlechtsmoral!“

Dabei verklickerte das linke Magazin seinen staunenden Lesern, daß der Herr Professor nicht etwa der Verführer der Knaben war - sondern bittschön eher umgekehrt, denn so heißt es wörtlich über die Tagebuch-Eintragungen Gajduseks:

„Er befleißigte sich in der Beschreibung des Ortsüblichen einer nahezu klinischen Genauigkeit: "Die Jungen strecken ihre Zungen leicht gekräuselt aus dem Mund, um mit einer öffentlichen Geste, die mir neu ist, Fellatio zu suggerieren." - Im Kreis der Halbwüchsigen von Neuguinea scheint er eher der Verführte als der Verführer gewesen zu sein.“

Daß der später so berühmte Kinderarzt und Virologe seine - so der „Spiegel“ wörtlich - „Schützlinge“ (!) in großer Zahl aus dem Urwald lotste, um sie zuhause sexuell zu mißbrauchen, scheint dem linken Polit-Magazin recht drollig vorzukommen:

„All dies brachte der Amateur-Anthropologe Gajdusek schon vor 30 Jahren zu Papier, als er begann, junge Schützlinge aus den Urwalddörfern mit nach Amerika zu bringen, immer mit dem Einverständnis der Eltern. In seinen Personaldaten hat der Wissenschaftler unter dem Stichwort "Familie" einmal 54 Adoptivkinder angegeben - manchmal lebten bis zu einem Dutzend Jungen gleichzeitig in seinem Haus.“

Wo soll wohl auch das Problem sein, schließlich hatten diese Knaben aus der Südsee ein gar wunderbares Leben, ja eine „privilegierte Existenz“, weiß der „Spiegel“ schönzufärben, duften sie doch mit weltberühmten Persönlichkeiten zusammen an einem Tisch sitzen:

„In puncto Bildungschancen führten diese Kinder und Teenager eine privilegierte Existenz, auch gemessen an ihren amerikanischen Mitschülern. Am Eßtisch im Hause Gajdusek löffelten Weltberühmte mit: die Ethnologin Margaret Mead, die über das Sexualleben der Südsee-Jugendlichen ein weitverbreitetes Buch geschrieben hat; der Nobelpreisträger und Gajdusek-Lehrmeister Linus Pauling; der Philosoph und Erfinder Richard Buckminster Fuller.“

Sodann schreibt das Nachrichtenblatt: „Gajdusek kann sich selbst nur als Wohltäter sehen“ – und fügt hinzu, seine „früheren Zöglinge“ würden ihn angeblich „auch so betrachten“. Sodann ist vom „knabenfrohen Tagebuch“ des Wissenschaftlers zu lesen, auch wird gar rührend von seinem „kinderlieben Lebensstil“ geflötet.

Daß er als „Sexualstraftäter“ überführt wurde, ist wohl ein arges Pech des Schicksals. Wörtlich bzw tränenreich heißt es im „Spiegel“ hierzu:

„Zwei frühere Abhängige des Wohltäters jedenfalls ließen sich zu Aussagen bewegen, die ihn der Unzucht (nämlich mit ihnen) beschuldigen. Dem widerspricht energisch-liebevoll, doch nicht immer überzeugend, die Mehrheit der dankbaren Zöglinge.“

Im Knast ist es aus mit der „Knabenliebe“ des „Wohltäters“, flennt der „Spiegel“-Redakteur, kann er dort doch seinem „schuldfreien Kindertraum“ nicht mehr ungehindert frönen, was ihm immerhin 30 Jahre lang vergönnt war - und das „beinahe unbehelligt“:

„Seinen Versuch, sich als Erwachsener diesen schuldfreien Kindertraum zu erfüllen, hat der Metzgerssohn aus Yonkers über drei Jahrzehnte beinahe unbehelligt betreiben können.“

Link zum Original-Artikel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8923934.html

Damit ist belegt, daß der selbstherrlich agierende „Spiegel“, der sich gern als Chefankläger gegen die kath. Kirche aufspielt, nicht nur im Glashaus sitzt, sondern in einem ganzen Hochhaus aus Glas - und daß er noch 1996 die Untaten eines rechtskräftig verurteilten Sextäters völlig kritiklos glorifizierte.


Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

"One Kinsey pedophile collaborator was a former WWII Nazi officer, Dr. Fritz von Balluseck. His young Polish victims had to choose between rape or 'the gas chamber.'"

http://www.drjudithreisman.org/old/nazi.htm

http://www.drjudithreisman.com/archives/2009/03/watch_videos_on.html

A.Vollbrecht hat gesagt…

Danke für diesen überfälligen Beitrag ! Obwohl die bundesdeutschen Medien sich frei und demokratisch nennen, gibt mir auch dieser Kommentar zu denken :"http://www.ef-magazin.de/2010/03/14/1920-kampagne-gegen-die-katholische-kirche-wie-sich-die-Bilder-doch-gleichen" !! Wer in der DDR großgezogen wurde, weiß was hier läuft : planmäßige Zersetzung jeglicher kosmischer Lebensform, die Masse begreift es nur nicht ! Ich bin kein Mitglied irgend einer irdischen Massenorganisation, aber Sympathisant von Menschen, die kollektiv diffamiert werden, weil sie sich für DAS LEBEN eisetzen, vor allem die Wehrlosesten , die Ungeborenen !!!

Chorleiter hat gesagt…

Schauen Sie erst einmal, worum es geht.
Begriffen haben Sie nichts.
Ihnen geht es nicht um die Lösung des Problems sondern nur um Rettung der eigenen Ansichten.
Durch so einen Artikel tun Sie sich keinen Gefallen.

Chorleiter hat gesagt…

Werte Felizitas Küble, ein Nachtrag ist angezeigt. Denn Ihr "Geheule" geht um einen in die Jahre gekommenden Artikel über einen verurteilten Täter, dessen Art des Vergehens heute und wiederholt am Pranger steht. (Die Strafe hat, wie man heute sieht, für andere keine Abkehr bewirkt!) Ihre Schreibweise ist, übertragend gesehen, nicht fern ab von dieser Art Journalismus.
Wenn das alles ist, was Sie zur Lösung dieses menschlichen Konfliktes beizutragen haben, wäre mein gutgemeinter Rat: Lassen Sie die Finger davon.
Die Opfer würden sagen: Sie raffen es nicht.
Und ganz ehrlich: So, wie sich die christliche Seite bewegt, ist es nicht verwunderlich, dieser zu mißtrauen.
Das Problem ist größer, als es dargestellt wird. An den Vergehen können wir heut nichts ändern, das ist Geschehenes. Finden wir gemeinsam eine Sprache gegen das beständige Auftreten, das Wiedererstarken dieser schändlichen, menschlichen Triebe.
So, wie Sie das Theme behandeln und behandelt wissen wollen, ist es, wie Feuer mit Benzin löschen.
Mein altes Hobby sagt mir auch hier wieder: Tu etwas für die Menschen, besonders für Anfällige und Betroffene, denn ein nur Dagegen bringt unweigerlich eine neue Art des Vegehens, eine "geschicktere" hervor.
Auch das Wort Sünde hat nichts strafbares verhindern können, doch die Absolution schafft, in bestimmten Fällen, schneller das neue Sündigen.
@ A. Vollbrecht
Ehe Sie sich für das ungeborene Leben einsetzen, wäre es gut, das gewachsene Leben zu stärken ihm zu helfen; doch das verlangt mehr vom Menschen, als öffentlich nur ein weißes Kreuz zu tragen.
Und mich machen Parallelen von Erscheinungen in unserem heutigen Deutschland mit denen in der verblichenen DDR recht nachdenklich.
Jeder Drang nach Macht - staatlich, ökonomisch oder in den Köpfen - bringt Sieger und Besiegte hervor, Oben und Unten, Bestimmende und Bestimmte.
Menschen ohne Vorzeichen leider nicht.

A.Vollbrecht hat gesagt…

...na gut, ich fange den Ball mal auf,@ Chorleiter! Am 21.10.2009 führte der vom WDR GEFEUERTE unbequeme Filmemacher Frider F. Wagner seine erschütternde Dokumentation "DEADLY DUST-TODESSTAUB" im Greifswalder Dom vor. Diese darf, wie er dem entsetzten Publikum erklärte, nicht im bundesdeutschen TV gesendet werden, da sie beweist, wie durch Einsatz von Uran-Munition seit dem "Kosovo"- bis zum "Irak"-Krieg, also Kriegsverbrechen seitens der NATO und ihrer Lobbyisten, die DNA der Menschen für Millionen von Jahren zerstört wird!! Die Neugeborenen haben nicht nur eine minimale Lebenserwartung, sondern weisen entsetzliche Körpermerkmale auf, dieses trifft auch auf die Kinder der NATO-Soldaten zu!! Die verseuchte Strahlung verbreitet sich wie Sahara-Staub über die Welt. Bundesdeutsche Politiker und Medien interessiert das nicht, es gibt sogar bald "neue Beute"-den Iran! Hätte diese Veranstaltung in einer katholischen Räumlichkeit stattgefunden, wäre ich auch dort Besucher gewesen!! Abschließend spendeten alle für das von Herrn Wagner privat finanzierte Kinderkrankenhaus in Basra. P.S. Selbstverständlich habe ich mit JEDEM Geschöpf Mitleid, dem Unrecht angetan wird, erst recht KINDERN, mich erstaunt nur die zweigleisige Berichterstattung der DDR, Verzeihung,BRD-Medien, denn Karl-Eduard von Schnitzler ist doch schon lange verschieden!! P.P.S. Der Schreiber dieser Worte hat seinen Ego schon lange über Bord geworfen ! Alles Gute Ihnen @ Chorleiter!!

Anonym hat gesagt…

Aber Mami, die bösen linken, schluchz...

Chorleiter hat gesagt…

@ A. Vollbrecht
Die Dame Felizitas Küble macht einen auf: HaltetdenDieb!
Ihre Fakten wären:
Wir klären auf, wir schaffen eine weitgehende Gerechtigkeit, wir rufen alle Betroffenen, Opfer wie Täter, auf mitzutun, damit sich so etwas nicht wiederholt und Anfänge sofort erkannt und sofort etws unternommen werden kann.
Haben Sie bei ihr davon schon etwas gelesen?
Soll ich jetzt mit gleichen Erscheinungen aus der Kirchengeschichte zurückschlagen?
Auf diese Stufe Diskussion stelle ich mich nicht, auch wenn es piepe einfach ist, nicht wahr?!
Zu DDR-Zeiten hieß es immer "böser Klassenfeind" als Stoppschild in Gesprächen. Ich lasse mir nicht ein neues Stoppschild vorgaukeln.

Old Geezer hat gesagt…

Witzig,

kaum werden mal ein paar der zahllosen Verbrechen der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit diskutiert, schon wird hektisch der Weihrauch-Nebelwerfer angeworfen und mit spitzen Fingern auf alle anderen gezeigt, die Dreck am stecken haben oder haben könnten...
...das ist nur wenig effektiv und wirkt auch nciht gerade würdevoll, sondern eher peinlich; aber die Gemeinde wird wissen was sie zur Ehrenrettung von ihres Gottes Bodenpersonal tut.