Mittwoch, 3. März 2010

Studien: Fast 25 % der Kinder leiden an Sprachstörungen aufgrund exzessiven Medienkonsums

Eine Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse ergab, daß die Zahl der Kinder mit Sprachstörungen immer weiter steigt. Etwa 25 % der hessischen Kinder musste die Sprachartikulation bei einem sog. Logopäden trainieren. Nach Ansicht der Krankenkasse sind nicht genetische Defekte die Ursache, sondern der exzessive Medienkonsum, der die Kinder zunehmend sprach- und sozialarm macht.

Zu ähnlichen Ergebnissen war eine Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MPFS) gekommen. Im Jahr 2002 hatten bereits 23 Prozent der Erstklässler (6- bis 7-Jährige) einen eigenen Fernseher im Zimmer, oft in Verbindung mit einer Spielkonsole. Die Studie warnte: "Häufig führt das dazu, dass in vielen Kinderreichen virtuelle Erlebniswelten des Computers fantasiereiche Spielsituationen Bastelstunden oder Tobereien auf dem Spielplatz ersetzen. Dabei fördern solche Aktivitäten das Sozialverhalten, die Kreativität und die koordinativen Fähigkeiten, womit das Risiko von Entwicklungsrückständen gemindert werden könnte."

Weiterführender Link: Fuldainfo

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