Donnerstag, 18. März 2010

Runder Tisch zum sexuellen Missbrauch

Die Schaffung eines einzigen Rundes Tisches geht offenbar auf Bestrebungen von Merkel zurück. Es sei Anliegen der Kanzlerin gewesen, die verschiedenen Aktivitäten in dieser Frage zu bündeln und eine gemeinsame Plattform zu organisieren, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Mittwoch in Berlin. Der Runde Tisch lasse Raum für die unterschiedlichen Zuständigkeiten der drei beteiligten Bundesministerien für Justiz, Familien und Bildung.

Nach Angaben eines Sprechers des Bundesjustizministeriums gibt es aber bislang noch keine Einigung darüber, wer konkret zu dem Runden Tisch einlädt - ob nur ein Ministerium, alle drei oder das Bundeskanzleramt. Das Familienministerium bestätigte, dass aber auf jeden Fall der von ihm ausgegebene Termin für die erste Zusammenkunft am 23. April bestehen bleibe.

Zur Frage der Beteiligten am Runden Tisch sagte Ministeriumssprecher Hanno Schäfer: „Es werden Vertreter aus Politik und Gesellschaft sein. Und wir werden sicherstellen, dass auch die Betroffenen in angemessener Weise vertreten sein werden.“

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Tote sind die schlimmsten Opfer. Sie sind nicht vertreten. Ausßer durch die Katholische Kirche, die Abtreibung verbietet.

Anonym hat gesagt…

Christoph Rebner hat völlig recht! Die Toten sind überhaupt nicht vertreten. Wer soll für die Hexen, Zaubere, Ketzer und Araber sprechen?!

Chorleiter hat gesagt…

Eure "feinfühlige" Haltung zeigt sich in einem Wort:
"Die Schaffung eines einzigen Rundes Tisches geht offenbar auf Bestrebungen von Merkel zurück."
Wenn schon nicht "Frau Bundeskanzlerin" drin ist, diese schlaffe Schreibweise zeigt als Mangel an Achtung gegenüber anderen Personen bzw. Ämtern. Soweit zu Kultur und Medien.

A.Vollbrecht hat gesagt…

Sehr geehrter @Chorleiter! Der Verfasser der Biographie "Wem dient Merkel wirklich" namens David Korn wußte um die Vergangenheit der Merkel, deshalb verzichtete er, wahrscheinlich auch, auf sinnlose Titel ! Alles Gute Ihnen und dem EGO !

Chorleiter hat gesagt…

Zumindest wäre eine gesittete Art des Ansprechens, wie man sie auch von Kindern fordert, eine Form der Achtung. Es braucht nicht DIN-gerecht zu sein.
Jeder hat Vergangenheit. Wir leben in der Gegenwart.
Und ein Erkranken an Vergangenheit ist ein schlechtes Zeichen.
Kinder würden Sie auch zur Ordnung rufen. Mit Recht, hoffentlich helfend und mit Nachsicht. Diese hat für gestandene Leuten bei mir eine höhere Meßlatte.

A.Vollbrecht hat gesagt…

@Chorleiter: Sie haben Recht: wir leben in der Gegenwart, nur bei Merkel verbindet sich diese auf wundersame Weise mit ihrer Familiengeschichte( wie bei allen "Bilderbergern"). Lesen Sie bitte das Buch, Sie werden staunen! Solche "Eliten" brauchen meine Kinder nicht achten, wie ich !! Alles Gute Ihnen!

Gino hat gesagt…

Wir benehmen uns aus Gründen des Geschmacks in den Kirchen anständig - man kann nicht sagen, daß sich die Katholiken in den Bezirken des Geistes ebenso anständig benehmen.
(Kurt Tucholsky)

Old Geezer hat gesagt…

Anstatt sich ein Loch in den Bauch zu freuen, daß der katholischen Kirche hier diese bevorzugte Sonderbehandlung eines runden Tisches zuteil wird, an dem sie Gelegeheit hat, wiedermal ihren Weihrauchnebel zu verteilen und verklausuliert Besserung zu geloben, ohne jede ernsthafte Konsequenz befürchten zu müssen, wird auch daran noch rumgemäkelt...
...was darf es denn sonst noch sein?
Verbriefte Straffreiheit ber Vergewaltigungen und Mibbrauch jeder Art für angehörige des römisch-katholischen Klerus?

Lassen wir uns doch mal die Alternativen durch den Kopf gehen:
Razzien in allen Bistümern und kirchlichen Einrichtungen, Konfiszierung aller Dokumente und Abrechungen um Schweigeldzahlungen aufzudecken, Verhöre aller Angestellten in der Kinderbetreuung, Überprüfung alles Versetzungen auch zeitnahe Vorfälle und Klagen von Eltern, Untersuchung aller Datenträger der Priesterschaft auf Kinderpornographie, usw.

Klingt da nicht dann doch so ein runder Tisch auf einmal wie ein Gottesgeschenk?



@Anonym (20.3.2010 15:44):

Oder die toten frisischen Bauer durch Kreuzzüge oder den fast 2/3 Toten Europäern in den Religionskreigen, oder den AIDS-toten in der 3. Welt oder den Suizidopfern durch religiöse Schuldgefühle, die an absichtlich importierten Krankheiten verreckten Indianer, die in der christlich geförderten Sklaverei verstorbenen Indios und Afrikaner, die durch von katholischen und evangelischen Priestern gesegneten Waffen gemordeten toten der letzten beiden Weltkriege, usw. - das ist in der Tat ein weites Feld oder besser ein hoher Berg an Leichen, den unseren Kirchen lieber gar nicht auf einem solchen runden Tisch sehen mögen.

...aber auch hier ist leider keine Besserung in Sicht!

Christoph Rebner hat gesagt…

Gesegnet die sich für das Leben einsetzen.

Einen runden Tisch dafür haben alle hier gefordert.