Donnerstag, 4. März 2010

Die angekündigten Randale bei der 1000 Kreuze Aktion in Münster zeigen: Die Lebensrechtler sind der Stein des Anstoßes unserer Gesellschaft


Mathias v. Gersdorff

Am 13. März 2010 wird in Münster eine 1000 Kreuze Aktion stattfinden. Wie letztes Jahr, planen linksradikale Chaoten diese zu stören. Im vergangenen Jahr konnten sie den Demonstrationszug einige Stunden aufhalten, bis mehrere Hundertschaften Bereitschaftspolizei die Blockierer beiseitegeschoben hatten und die Lebensrechtler mit ihren weißen Kreuzen passieren und ihren Marsch beginnen konnten. Dieses Jahr wird es möglicherweise nicht so weit kommen, denn viele der Linksradikalen wurden mit Strafanzeigen belegt. Sie behinderten eine legale und genehmigte Demonstration. Das Demonstrationsrecht besitzt in Deutschland Verfassungsrang. Außerdem mißachteten etliche Linke das Vermummungsverbot. Die Prozesse laufen und der Ausgang ist ungewiß, dennoch sind dieses Jahr die Chaoten vorsichtiger, zumindest was die Meldungen in den entsprechenden Blogs anbelangt.

Die Auseinandersetzungen zwischen Lebensrechtlern und Linksradikalen hat schon etwas ritualhaftes. In den letzten Jahren wurde so gut wie jede 1000 Kreuze Aktion gestört. In München, Berlin oder Münster hatten Antifa und andere schon Wochen voraus geplant, wie sie die Aktionen verhindern oder zumindest stören konnten. Die 1000 Kreuze Aktion in Münster im Jahr 2009 wurde begleitet von einem hysterischen, geradezu psychopathischen Geschrei von Gegendemonstranten. Der zur Schau gestellte Haß auf die Demonstranten war zeitweise furchterregend.

Die unbeteiligten Passanten und die Anwohner, die aus den Fenstern zuschauten, hatten ein Bild vor sich, das kontrastreicher nicht sein konnte.

Auf der einen Seite standen friedliche Lebensrechtler, die Kreuze trugen und für das Leben der Ungeborenen beteten. Trotz des langen Wartens, der Kälte und des gelegentlichen Regens behielten sie Ruhe und Geduld. Sie ließen sich auch nicht von dem animalischen Gebrüll der ihnen gegenüberstehenden Gruppe in ihrer innerlichen Haltung stören. Sie blickten vielmehr mitleidig auf die haßerfüllten Gesichter der meist jüngeren Chaoten, dessen einziger Lebenssinn offenbar darin besteht, zu toben, zu schreien, zu hassen und sich extremen Gefühlsausbrüchen hinzugeben.

Was sich hier jedem Passanten darbot ist der Gegensatz von zwei Kulturen: Die Kultur des Lebens und die Kultur des Todes. Diese Begriffe stammen von Papst Johannes Paul II. Und er meinte nicht nur eine Unterscheidung hinsichtlich der Haltung zur Abtreibung.

Die Kultur des Todes ist nicht nur die Befürwortung der Tötung von unschuldigen Menschen im Mutterleib, sondern eine Mentalität, die die gesamte Persönlichkeit umfaßt.

Die Gegendemonstranten haben nicht nur gegen die Pro-Lebens-Einstellung des Gebetszuges geschrien, sondern gegen alles, was irgendwie damit in Verbindung steht. Sie waren gegen Gott, gegen Religion, gegen Kirche, gegen Papst, gegen Patriarchat, gegen Staat (Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat) usw.

Sie waren auch gegen die herrschende Rechtsordnung, die den Lebensrechtlern das Recht auf eine Demonstration gewährt. Sie waren gegen die Freie Meinungsäußerung. Sie waren im Grunde genommen gegen sämtliche Regeln des demokratischen Miteinanders.

Natürlich sind nicht alle Menschen, die die Abtreibung befürworten, dermaßen radikal. Dennoch ist seit einiger Zeit zu beobachten, daß sich die Sprache gegen die Lebensrechtler bei vielen Medien und Meinungsmachern zunehmend radikalisiert. Man versucht, die Lebensschützer in die Nähe des Radikalismus zu stellen und man belegt sie mit Begriffen wie „Fundamentalismus“. Manchmal rückt man sie sogar in die Nähe von Rechtsradikalen. Offensichtlich wird versucht, die Lebensrechtler zu stigmatisieren und aus der öffentlichen Debatte herauszudrängen. Man will sie zu „Pariern“ degradieren.

Die Lebensrechtler dürfen sich das nicht gefallen lassen und müssen sich auch innerlich dagegen wehren. Sie dürfen sich nicht einer Art „Stasi im Kopf“ unterordnen und Angst haben, ihre Meinungen, die die Wahrheit vertreten, zu verstecken. Mut wird immer mehr zur notwendigsten Tugend. Man darf nicht vergessen, daß uns, den Lebensrechtlern, die Straße gehört, nicht den linksradikalen Chaoten.

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Ein weiterer Kernpunkt ist der politisch. finaziell und ideologisch organisierte Kampf gegen Zucht im Sinne einer Rücknahme des Selbst zu Gunsten des Anderen.

Chorleiter hat gesagt…

Es wäre schön, würde Ihre "Stasi im Kopf" mal was von Verstand hören und erfassen. Ihr nichts genau sagendes, aber abschrecken sollendes Rumgesülze ist mehr anwidernd denn voranbringend.
Versuchen Sie weiter, Ihre Rolle als Strahlemann ins Licht zu bringen, der Schatten, den Sie dabei werfen, wird sie überdecken.
Wer am Problem vorbeidemonstriert, wird, hoffentlich, merken, wenn er beim Menschen vorbei ist!
Wann merken Sie, daß der Mensch in erster Linie Mensch ist? Sein Verstand sei sein Glaube und Wissen. Um ihn sich alles drehen sollte? Wenn Sie dazu ein Mittel brauchen, um zu richtigen Entscheidungen kommen zu können: Es gibt genügend Beispiele, die das für sich selbst anders, und auch besser zeigen.
Mit nacktem Finger zeigt man nicht auf angezogene Leute; habe ich gelernt. Und die anderen mit schlimm zu belegen, den Schatten derer möglichst groß an die Wand malen, sich selbst einen Namen geben, den man nicht erworben hat, nämlich Lebensrechtler, bringt den Stein ins Rollen, rollt gegen Freund und Feind gleichermaßen, da er unkontrolliert losgerissen wurde. Für andere, normale Menschen unverständlich, denn so löst man kein Problem.
Sie randalieren mit Ihren zwanghaften Vorstellungen und weisen einen Weg, der eine Sackgasse ist.
Da brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn Sie der Gegenverkehr umhaut.
Klugheit ist nicht nur eine Fahrbahn, aber eine Richtung, wer in die andere Richtung läuft, sollte sich nicht wundern, daß ihm so viele Leute entgegen kommen.
Demonstriere ich für oder gegen etwas? Welches Ziel ist größer, führt zur Einigung, Entzweit mehr, wirkt für meine Sache, strahlt auf alle, mehrt das Gute?
Das sollte man vorher wissen und nicht nur glauben oder gar nur gut meinen.
Wenn mir große Schwierigkeiten entgegenstehen, sollte ich mal mein Ziel genauer anschauen.
Nicht: Viel Feind, viel Ehr.

Anonym hat gesagt…

Wie ist es mit dem "Gesülze" von Chorleiter?
Es ist verzichtbar!!

Chorleiter hat gesagt…

Ich sage meins und meine es so.
Ich bezeichne mich nicht als Lebensschützer, doch Leben schützen steht vorn auf meiner Liste.
Ich führe andere nicht in Versuchung, doch ich bin an ihrer Seite, wenn sie versucht wurden.
Ich kann auch, wenn sie keinen größeren Schaden machen, Fehler akzeptieren.
Doch ich hüte mich vor dem Trichterblick.
Hier gehe ich nicht auf die Straße, will nicht größer erscheinen, als ich bin.
Aber: Ich bin ich.

Ihre Meinungsäußerung jedoch ist gutes Beispiel für Randale:
Geistiges Randalieren, da ein passendes Argument fehlt.
Wem es hilft?
Hilft es ihnen?

Gino hat gesagt…

Für Chorleiter und Anonym:

"Glaubt nicht, daß ich fasele, daß ich dichte;
Seht hin und findet mir andre Gestalt!
Es ist die ganze Kirchengeschichte
Mischmasch von Irrtum und von Gewalt."
(Goethe, poetische Werke 1)

Anonym hat gesagt…

Kreuz ist kein nicht gleichbedeutend mit Rückrad; und Sbtreibungsgegner steht nicht für Lebensrechtler zur Verfügung.
Das ist das Problem, ergo: besonders die, die so denken, äh, die meinen, so zu denken.

Anonym hat gesagt…

was ist flüssiger als Wasser? - Von Gersdorff - der ist ÜBERflüssig!

Anonym hat gesagt…

Nix drüber zu lesen.
Ist das gut, schlecht oder nichtig?