Sonntag, 14. Februar 2010

Studie: Pornographiekonsum fördert sexuellen Mißbrauch

Der australische Wissenschaftler Michael Flood konnte in einer Studie nachweisen, daß minderjährige Buben, die Pornographie konsumieren, eher geneigt sind, Mädchen sexuell zu belästigen oder zu mißbrauchen.

Die Studie bezieht sich auf Quellenmaterial aus zehn Ländern.

Flood ist Wissenschaftler am Australian Research Centre in Sex, Health and Society an der La Trobe University.

Diese Erkenntnis ist vor allem aufgrund des enormen Anstiegs des Pornographieangebotes im Internet von Bedeutung. Es ist nachgewiesen, daß der Konsum von Pornographie wegen des Internets immer früher beginnt. Pornographie verändert die Mentalität des Konsumenten und macht ihn unempfindlicher gegenüber Gewalt, so daß es leichter zu sexuellen Übergriffen kommen kann.

Das ist möglicherweise der Grund, wieso immer mehr Jugendliche Sexualität in gewaltvoller Form praktizieren, wie das Buch „Deutschlands Sexuelle Tragödie“ von Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher zeigt. Dort wird anhand von Beispielen nachgewiesen, daß viele Jugendliche – meistens aus ärmlichen Verhältnissen und mit geringen Aufstiegsmöglichkeiten – durch die extreme Pornographie, die sie von Videos aus dem Internet kennen, stark geprägt sind und zu Gewalthandlungen neigen. Nur so bekommen sie den letzten „Kick“.

Glücklicherweise erfuhr die Studie große Beachtung durch die Medien. Der britische Daily Telegraph berichtete: „Porn is a very poor sex educator because it shows sex in unrealistic ways and fails to address intimacy, love, connection or romance. Often it is quite callous and hostile in its depictions of women. It doesn't mean that every young person is going out to rape somebody, but it does increase the likelihood that it will happen.” John Carr, secretary of the Children's Charities' Coalition on Internet Safety (CHIS), told The Sunday Times: "We had a case in west London where a boy in the first year of primary school was bringing pictures to school and was acting them out in the playground during the break. When they did a home visit the dad was downloading it and it was all over the house.“ Die Times wies auf die gesteigerte Gewaltbereitschaft auch bei erwachsenen Männern: “Boys who watch porn tend to be more aggressive towards the opposite sex: among adults, men who are high-frequency users of porn, especially hardcore violent rape porn, are more likely than others to report that they would rape or sexually harass a woman if they knew they could get away with it.”

Es ist zu wünschen, daß nach dieser wichtigen Studie die Politiker entschlossen gegen die Pornographie im Internet vorgehen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Aber, aber Mathias!
Der Artikel, den du verfasst hast steht mit seiner Aussagekraft DEUTLICH hinter der manipulierenden Überschrift zurück.

Eigentlich müsste sie heißen: "Pornographiekonsum kann bei minderjährigen Buben aus ärmlichen Verhältnissen und mit geringen Aufstiegsmöglichkeiten sexuelle Belästigung und Missbrauch von Mädchen fördern"

Dass Harcore-Pornofilme selbst mit Begleitung und Erklärung von Erwahsenen nicht unproblematisch sind, scheint aber offensichtlich.

Anonym hat gesagt…

Und was ist mit älteren, wohl gebildeten, höherstehenden, gestandenen Herren und - natürlich gleichberechtigt - Damen?
Werden die wieder zu Kindern?
Oder wo liegt bei denen die Ursache im Betatschen und schlimmer) kleiner und größerer Mädchen und Buben?
Oh, ihr seid klug und weise! Aber nur auf eurer Weise. Und diese Melodie war und ist ein Mißton!
Wer seine Antwort vor der Frage weiß, hat das Wesentliche nicht verstanden!!!

Anonym hat gesagt…

aha... die ganzen Prister, die Kinder missbrauchen, haben wohl mit ihren Vätern früher Pornos geguckt und haben dann so einen Schaden erlitten, daß sie heute... na, ja... von G., Du verfälscht Tatsachen und drehst Dir alles passend.