Mittwoch, 24. Februar 2010

Das Elternrecht im Kreuzfeuer staatlicher Willkür und Kontrolle

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Am 17. Februar 2010, also am Aschermittwoch (dem Beginn der christlichen Fastenzeit), wurde Anna D. aus Salzkotten, eine Familienmutter von 8 Kindern, durch die Polizei aus ihrem Haus geholt und für 8 Tage in Erzwingungshaft ins Gefängnis nach Gelsenkirchen gebracht.

Was hatte die christliche Mutter „verbrochen“, welches Vergehen, welcher Rechtsverstoß wird ihr angelastet? - Anna D. wollte ihren 9-jährigen Knaben nicht in die Sexkunde der Grundschule schicken und bat um Unterrichts-Befreiung. Doch die Rektorin weigerte sich und beantragte statt dessen staatliches Bußgeld. Da sich die Familienmutter keiner Schuld bewußt war, bezahlte sie das Bußgeld nicht, daher landete sie im Gefängnis. Vorigen Dezember befand sich ihr Ehemann bereits aus demselben Grund in Erzwingungshaft.

Angesichts solch absurder Vorgänge fragt sich jeder vernünftige Mensch: Wo leben wir eigentlich in Deutschland: in Absurdistan oder in einem freien Rechtsstaat?

Gilt das Grundgesetz etwa nicht mehr, das sich in Art. 6,2 ausdrücklich zum natürlichen Erziehungsrecht der Eltern bekennt?! Von einem Erziehungsauftrag des Staates ist hingegen nirgends die Rede im Grundgesetz.

Zu diesem Thema liegen entsprechende Leitsätze des Bundesverfassungs-gerichts vor, unter anderem diese:

„Die Sexualerziehung in der Schule muß für die verschiedenen Wertvorstellungen auf diesem Gebiet offen sein und allgemein Rücksicht nehmen auf das natürliche Erziehungsrecht der Eltern und auf deren religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, soweit diese für das Gebiet der Sexualität von Bedeutung sind. Die Schule muß insbesondere jeden Versuch einer Indoktrination der Jugendlichen unterlassen“ (BVerfGE 47, 46/47, 2. Leitsatz).

"Im Verein mit Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG, der den Eltern die Pflege und Erziehung ihrer Kinder als natürliches Recht garantiert, umfaßt Art. 4 Abs. 1 GG auch das Recht zur Kindererziehung in religiöser und weltanschaulicher Hinsicht. Es ist Sache der Eltern, ihren Kindern diejenigen Überzeugungen in Glaubens- und Weltanschauungsfragen zu vermitteln, die sie für richtig halten. Dem entspricht das Recht, sie von Glaubensüberzeugungen fernzuhalten, die den Eltern falsch und schädlich erscheinen." (BVerfGE 93,1/17).

Im Bereich von Gesetz und Recht gibt es zwei grundlegend verschiedene Standpunkte: einerseits den sog. Rechtspositivismus, der besagt, daß das Recht ursprünglich vom Staat (oder vom Volk) ausgeht, also durch aktuelle Entscheidungen von Menschen (einzelnen oder vielen) "gesetzt" wird und so "Gesetz wird".

Dem steht der jüdisch-christliche Standpunkt gegenüber, der das Recht in der Schöpfungsordnung Gottes, im "Naturrecht" (oder "Naturgesetz") und in den göttlichen Geboten verankert, also letztlich GOTT selbst als Träger des Rechts (an)erkennt.

Besonders die katholische Religionsphilosophie betont dieses sog. "Naturrecht" und argumentiert mit ihm gegen jene staatlichen Gesetze, die der Schöpfungsordnung Gottes widersprechen, etwa Abtreibung und Homo-Ehe, aber auch die Mißachtung des natürlichen Erziehungsrechts der Eltern (sog. "Elternrecht").

Natürlich haben auch bei diesem Ansatz die staatlichen Gesetze durchaus ihre Berechtigung - aber nur insoweit, als sie nicht dem Naturrecht bzw. dem Gesetz Gottes widersprechen.

Kürzlich schrieb uns ein befreundeter kath. Prälat aus Österreich, als er von der Gefängnishaft für die Mutter aus Salzkotten erfuhr:

"Ich bin total schockiert über das Unrecht, das den Eltern angetan wird, zumal das deutsche Grundgesetz doch ausdrücklich den Eltern recht gibt. Wie ist so etwas in einem Staat möglich, der sich in seinem Grundgesetz beispielhaft für alle anderen europäischen Saaten auf Gott beruft ? - Ich kann als deutscher Staatsbürger Österreichs, dessen Verfassung das Naturrecht leugnet, nicht in die Debatte eingreifen, würde es aber gerne tun."

Wir fragten bei dem in Ostpreußen geborenen Geistlichen nach hinsichtlich der Leugnung des Naturrechts in der österreichischen Verfassung, worauf wir folgende Auskunft erhielten:

"Die österreichische Verfassung nimmt das Wort "Naturrecht" zwar nicht in den Mund, aber: die nach dem 1. Weltkrieg ausgearbeitete und in den Grundzügen noch gültige Verfassung Österreichs wurde von Prof. Hans Kelsen geschaffen, einem fanatischen Gegner des Naturrechts; und so heißt nicht zufällig bereits der Artikel 1: "Alles Recht geht vom Volke aus...". - Das ist tatsächlich ernst gemeint! Recht ist also, was das Volk bestimmt, egal was."

Diese Rechtsposition ist grundsätzlich nicht weit entfernt von dem, was Hitler (ein Österreicher!) propagierte, nämlich das sog. "gesunde Volksempfinden" bzw der Nutzen des Staates bzw Volkes: "Recht ist, was dem Volke / Staate nützt."

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Wer sieht schon die Verflechtung von Wirtschafts- und Euthanasie-Interessen. Rockefeller verdien z.B. an Deutschland mit Öl und liefert gleichzeitig die "Wissenschaft" zum Holocaust. Seine Stiftung fördert Kinsey, dessen Perverse mit seiner Hilfe westliche Vorbilder werden die täglich Seelen töten. Zusammen ausgeführt wird das mittels Planned Parenthood. Ford Foundation so ähnlich. Noch dabei: UN, UNICEF, WHO, Neoliberale, Freimaurer, EU, BRD und viele andere Staaten.

Christoph Rebner hat gesagt…

Tuesday, 23 February 2010
Commons vote for sex ed bill is deplorable

This evening the House of Commons gave the Children, Schools and Families bill a third reading, by 268 votes in favour to 177 votes against. The bill now goes to the House of Lords. Commenting on the sex education proposals in the bill, Paul Tully, SPUC’s general secretary, told the media this evening:

“This is a dire result for school-children and for unborn children who are in the firing­-line of this bill. They are the ones who will bear inordinate suffering and death as a result of schools being compelled to promote abortion and the sexualisation of teenagers.

http://spuc-director.blogspot.com/2010/02/commons-vote-for-sex-ed-bill-is.html

Verwundert hat gesagt…

redet deutsch-
und da sind eure raktionen schon recht mangelhaft-
wir sind ein Staat. aber schon längst keine selbständige nation- dank eurer "FÜRSORGE"-
kippt öl ins feuer, bis auch ihr darin verbrennt - was anderes ist nicht zu erwarten.
glauben und erkenntnis sind zwei Schuhe, auf denen ihr steht, aber nicht gehen könnt-
solange es religionen gibt, gibt es einen hang zur unversöhnlichen feindschaft- annährung nur einseitig, nicht über wissen-
wohlgefallen? trauriges kapitel -
christliche willkür im kreuzfeuer von wissen und erkenntnis und nicht andersherum -
elternrecht?
dem recht kinder zu erziehen, zu bilden, zu tätigen mitmenschen zu entwickeln setzt ihr NUR euren privaten anspruch auf eure kinder mit eurem nicht zeitgemäßen wissen, EUREN privaten ansprüchen gegen bedürfnisse der kinder gegenüber -
nicht wissen ist eins, nicht wollen ist LÜGE
wo richtet ihr euren blick hin?
wer gibt euch das recht, euren horizont über andere zu breiten?
was ist zukunft?
wo geht die reise hin?
wer den bahnhof nicht kennt wird sein ziel nicht erreichen, wer sich selbst nicht kennt, wird andere verkennen -
für euch wäre eine einschätzung nach ehe zu einfach -
euer einfluß sei dem stand eurer erkenntnis ebenbürtig

Chorleiter hat gesagt…

Sie betrachten alle Menschen als Sünder, die gegen Ihre Grundsätze verstoßen. Doch Ihre Grundsätze verstoßen oft - zu oft - gegen das Bestehende. Ihre Auffassungen vertreten bestenfalls Anschauungen der Vergangenheit, für die Gegenwart sind sie für die Allgemeinheit nicht geeignet; und haben schon genug angerichtet.
Naturrecht? Was ist bei Ihnen Natur? Oder gar Recht?

Trapin hat gesagt…

@Chorleiter

Wir sind Sünder. Wenn man den lebendigen Gott der sich in Jesus offenbarte, annimmt, ist man sogar ein begnadigter Sünder.
Es ist zunächst mal nicht tragisch, wenn man das nicht verinnerlichen kann. Bei mir hat es immerhin 40 Jahre gedauert.
Für sie: die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt ist das einzig legitime Recht.
Alle anderen Varianten, die praktisch eigene Gerechtigkeit meinen, interessieren mich nicht.

Anonym hat gesagt…

Pah! "Gerechtigkeit"!
Was hat die "Erbsünde" mit "Gerechtigkeit" gemein!?

Chorleiter hat gesagt…

@Trapin
Ihre Auffassung:
"... die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt ist das einzig legitime Recht.
kann ich für mich nicht teilen.
Ich kenne viele, die mir das um die Ohren schmeißen, aber wenige, die es mir vorleben; oder wenigstens glaubhaft versuchen.
Und wer von den nach Gott oder ähnlich benamsten Strebenden, den Wunder vollbringenden Ring trägt - gibt es ihn wirklich? - ist, da es jeder von sich behauptet, ein für mich nicht nachvollziehbarer und daher nicht übernehmbarer Standpunkt.
So sich einige anmaßen, in Seinem Sinne Schlußfolgerungen oder Erkenntnisse zu ziehen, widersprechen sie dem Glauben und allem, was über Ihn gesagt wurde.
Schauen sie sich die Streitereien und die Hegemoniebestrebungen und den Haß gegeneinander unter Angehörigen der unterschiedlichen oder gar fast gleichgearteten Glaubensrichtungen an: Wie wollen sie das einem denkenden Menschen erklären?
Doch ihre Äußerung bringt eins besonders hervor: Es soll nur eine grundsätzliche Meinung geben. Danach möchte sich jeder richten. Anderes interessiert nicht, wird nicht akzeptiert, mit aller Macht behindert. Kompromiß oder kluge Entscheidung kann es so nicht geben.
Und das nennen sie Recht und Gerechtigkeit?
Und schauen sie sich um: Was hat das Hantieren mit der Sünde und den Sündern gebracht? Keine Besserung der Menschen, kein besseres Herangehen an Versuchungen.
Möchte mal sehen, wenn es nichts zum Versündigen gibt, wenn der Mensch nur göttliches Ebenbild ist.
Oder gibts das etwa nicht? Darf das nicht sein?
Bei mir hat es 2 Schuljahre gedauert, dann war auch der bis Dato noch gute Wille, der letzte Funke an den Eltern zuliebe von dieser Veranstaltung gelöscht. Und in der heutigen Zeit ist die Beschäftigung mit diesem Gebiet nur der Argumentationshilfe, für mich, geschuldet.
Ablehnung all dessen wäre besser, klarer. Mein elterlicher Ratschlag sagt aber: Achte jeden Menschen.
Leider ist das eine sehr einseitige Entscheidung.

Philipp hat gesagt…

erst einmal: ich finde es unmöglich, dass man Eltern ins Gefängnis steckt, weil sie ihre Kinder nicht zu einem bestimmten Unterricht schicken, den sie mit ihrem Gewissen nicht mittragen können! Unfasslich! Besonders, wenn das im Gesetz verankert ist!
Wer da irgendwelche Diskussionen über "man lässt nur noch seine eigene Meinung gelten" lostritt, macht sich lächerlich, bzw zeigt, wie verblendet er selbst ist!
DA SIND Leute, die ihre Überzeugung wirklich leben - sie kommen dafür ins Gefängnis!
Es ist immer einfach, sehr einfach, die Meinung des Zeitgeistes zu vertreten und Menschen zu kritisieren, die sich in Gefahr bringen, weil sie die entgegen gesetzte Meinung vertreten! Schwach, feige!
Ich bin übrigens evangelisch und lasse meine Kinder auch am Sexualkundeunterricht teilnehmen, wenn der mal dran ist. Aber ich verstehe die Haltung dieser Eltern gut und wünsche ihnen nur das Allerbeste - Gottes Segen für ihren Mut!
@"chorleiter": warst Du schon mal in Deutschland im Gefängnis für Deine (eher säkulare) Überzeugung? Sicher nicht. Wenn man natürlich in einer christlichen Gemeinde arbeitet, was ich von Dir annehme, dann ist es nur angemessen, dass ein gewisses Mittragen einer gewissen Grundüberzeugung voraus gesetzt wird. Nicht anders ist es doch in einem Fußballverein, wo man nicht plötzlich sagen kann "ich find Fußball doof, lasst uns Tennis spielen". In einer christlichen Gemeinde ist das Zentrum eben Jesus Christus. Wenn man dagegen vehement etwas hat, sollte man vielleicht über einen Berufswechsel nachdenken, oder?
Nachdenkliche Grüße, Philipp

Chorleiter hat gesagt…

Danke der Worte, doch ich habe es gelernt das gemeinsame über das private zu setzten.
Sollten Sie eine Vorstellung haben, wohin Meinungsäußerungen in der DDR führen konnten, wäre Ihre Frage hinfällig.
Sie stellen die Frage falsch: Nicht im Fußballverein gegen Fußball sein, doch das Spielfeld zum eigenen Golfen gegen alle andern in Beschlag nehmen würde es eher treffen.
Wenn Sie ein christliches Leben vorleben, dann tun Sie es mit ganzer Kraft. Jedoch Erneuerungen in der Gesellschaft sollten dabei Berüksichtigung finden.
Ich versuche ständig einen Kompromiß zwischen Wissen und Erkenntnis, sowie den bestehenden Verhältnissen zu finden. Das passiert nicht immer zum eigenen Wohlbefinden und die Höhen der Zeit sind nicht die Höhen des Wissens.
Doch ich lebe heute. Da kann ich der Vergangenheit gedenken und die Zukunft träumen, doch immer zum Wohl der Gegenwart.
Und so kann ich nicht - denn das erinnert mich sehr stark an meine vergangenen Jahre - einer Meinung, wie die hier dargebotene, die in ihrer Aussagegestaltung der früheren stark gleicht, die Allgemeingültigkeit attestieren.
Es setzt mich immer wieder in Erstaunen wie mit gleichem Druck gegen andere Meinungen getönt wird, die lediglich diesen allumfassenden Geltungsanspruch verneinen.
Wie ich schrieb: Ich achte jeden Menschen! Doch wie wird es einem ausgelegt, gedankt?
Ich bedarf dessen wenig, denn mein Ziel ist das Ergebnis.
Als Chorleiter achtet man beim Gesang auf die Freude für die Singenden wie auch für die Zuhörer, doch es ist nicht immer die eigene Verwirklichung.
Wenn Eltern nicht immer den Hintergedanken pflegen würden: Das Kind soll es nicht so haben, wie wir es hatten! dann käme auch einmal das Wollen des Kindes besser zum Vorschein.
Wie beim Chor: Was ich nicht in der Probe beibringen konnte, soll
ich auch nicht im Konzert fordern.
Ratio und Emotio im Einklang, sonst Einbruch.
Und wenn der gemeinte christliche Glaube Gesetzlichkeiten behindert, abstreitet oder in Frage stellt, dann bleibt die Frage: WARUM?
Würden die Banker und Co. nicht den Kirchgang nur zur Absolution beschreiten und nutzen können, Andere sich nicht des schnöden Mammons wegen in ihrem Fahrwasser tummeln, sähe die Welt anders aus.
Gott hat sie nicht in Versuchung geführt, doch sie haben sich nicht in der Versuchung zu Besserem führen lassen. Ihr Blut ist zu schwach für Güte und zu stark für Güter. usw.

Anonym hat gesagt…

meine güte seid ihr alle krankhaft. ihr solltet euch ein loch in die erde buddeln und da in eurem Wahn an Gott und absurden Fantasien oder Psychosen, leben. ihr erzählt euren kindern das die maria nicht gevögelt worden ist aber trotzdem geworfen hat... das macht sinn!

schöne grüße an den hetzverein: kig

Anonym hat gesagt…

Ich warte immer noch auf eine ausführliche Stellungnahme und Verurteilung dieses Hetzvereins zu den KinderfXiXcXkXeXrXn der katholischen Kirche. Dazu kommt nichts - oder heißt der Verein so ein Verhalten für gut? - Über eine Mutter, die ihre Kinder nicht zum Aufklärungsunterricht schickt, wird berichtet, aber über perverse Katholiken nicht. Einseitige Stimmungsmache mit unsachlichen Argumenten. Früher hießen sie Hitler, heute Mathias von G.

Old Geezer hat gesagt…

"Was hatte die christliche Mutter „verbrochen“, welches Vergehen, welcher Rechtsverstoß wird ihr angelastet?"

Komisch, ginge es hier um zu schnelles Fahren, wäre offensichtlich klar, daß eine wiederholte Ordnungswidrigkeit, gefolgt von der Weigerung, ein Bußgeld zu bezahlen, zu größeren Scherereien führt.
Mehr noch, es würde jeder einsehen, daß dieses zum geregelten Zusammenleben notwendig ist, wenn die Betreffenden zu unvernünftig oder dreist sind, sich gleich vorausschauend zu verhalten.

"natürlichen Erziehungsrecht der Eltern bekennt?!"
Aber was, wenn wie in diesem Falle hier, die Eltern ihren Erziehungrecht nicht nachkommen?

"Die Schule muß insbesondere jeden Versuch einer Indoktrination der Jugendlichen unterlassen"
Was bei der hierzulande sehr funktional / biologistischen Sexualkunde sicher gegeben ist.

"das Recht zur Kindererziehung in religiöser und weltanschaulicher Hinsicht"
Dafür haben sie die anderen 18h Werktags und am Wochenende ja hinreichend Gelegenheit.

"Dem entspricht das Recht, sie von Glaubensüberzeugungen fernzuhalten, die den Eltern falsch und schädlich erscheinen"
Auch das ist gegeben, da der schulische Aufkärungsuntericht keine religiösen Elemente enthält, sondern nur die technischen, medizinischen und ggf. rechtichen Hintergründe behandet.

Oder ist schon die Aussage, daß das Befummeltwerden auch durch Priester eine sexuellen und strafrechtich relevante Handlung ist, gegen die man sich auch als Kinder wehren darf, eine "schädliche Glaubensüberzeugung"?

"Dem steht der jüdisch-christliche Standpunkt gegenüber, der das Recht in der Schöpfungsordnung Gottes, im "Naturrecht" (oder "Naturgesetz") und in den göttlichen Geboten verankert, also letztlich GOTT selbst als Träger des Rechts (an)erkennt."

Die aus dieser Ausffassung reusltierenden Probleme werden eindeutig, wenn man sich vor Augen hält, daß a) sich nur eine Mindereheit hierzuande and diesem Gott orientiert,
b) Jene Auffassung in ihren Prizipien auf die Lebensform in kleinen Sippen lebender nomadisierender Viehzüchter in der Bronzezeit zugeschnitten ist, und unserer tatsächlichen Lebensweise vollständig unangemessen ist, und c) Eltern wie man immer wieder sieht so häufig und vollständig verssagen, daß es ein Verbrechen an den Kindern wäre, sie mit ihnen alleine zu lassen.

"die der Schöpfungsordnung Gottes widersprechen, etwa Abtreibung und Homo-Ehe, aber auch die Mißachtung des natürlichen Erziehungsrechts der Eltern"

Wie kann das alles gegen die angenommene Schöpfungsordnung sein, wenn es offenbar übera in der Schöpfung existiert?
Entweder WOLLTE Gotte es so, oder er KONNTE es nicht besser - in beide Fällen trifft die Menschen keine Schuld.

" "Alles Recht geht vom Volke aus...". - Das ist tatsächlich ernst gemeint! Recht ist also, was das Volk bestimmt, egal was"
Immer noch besser, von einem Volk ausgedacht, das in ähnlichen Umständen lebt, als wie das aus der Bibel abgeleitete Gesetz von einem Vok ausgedacht, daß sich die heutigen Lebensumstände nichtmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnte.

Anonym hat gesagt…

@ Annonym:

Es gibt einen einzigen Beitrag zu den Missbrauchsvorfällen (auf Nachfrage).
Aber da wird irgendwas von Hölle erzählt, aber nichts von Prävention o.Ä.

Sieh selbst:
http://kultur-und-medien-online.blogspot.com/2010/02/aus-aktuellem-anla-wie-sind-die.html

Old Geezer hat gesagt…

@Christoph Rebener:

Tja, alles eine weltweite Verschwörung - muß auch von Satan inzeniert worden sein, denn eine Profitaussicht war da jetzt nicht zu erkennen...

...nur was hat das alles mit diesem Artikel zu tun.

Old Geezer hat gesagt…

"schools being compelled to promote abortion and the sexualisation of teenagers. "

Schinbar haben die in Engand ganz andere Sexualkunde als wir hierzulande - und um dieses unser Land ging es in dem Artikel.

Aber hat hier schon jemanden diesen Britischen Gesetzesvorschlag gelesen?

Übrigens ist man als Teenager in der Pubertät, daß muß einen niemand 'sexualisieren', daß passiert von ganz allein - je nach Religionszugehörigkeit eben aoch so von dem Gott der Wahl so konstruiert.

Old Geezer hat gesagt…

@Trapin:

"Für sie: die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt ist das einzig legitime Recht.
Alle anderen Varianten, die praktisch eigene Gerechtigkeit meinen, interessieren mich nicht."

d.h. Sie gestehen den Fantikern das Recht zu, Ungläubige zu erschlagen, wenn das so in Ihrer jeweiligen heiligen Schrift so als 'Gerechtigkeit' definiert wird?

Old Geezer hat gesagt…

@Phillip:

"Besonders, wenn das im Gesetz verankert ist!"
Ist es ja nicht!
Es ist als Grundidee im Grundgesetz dargelegt, aber durch zahlreiche Detailgesetze eingeschränkt.
Z.B. in diesem Fall durch das Gesetz zur Schulpflicht.
Außerdem kollidiert es eh mit anderen Grundrechten z.B. dem der Kinder auf Bildung und der Kinder auf eigene Wahl der Religion.

"DA SIND Leute, die ihre Überzeugung wirklich leben "
...das waren die Attentäter vom 9/11 auch!

Mario Grunert hat gesagt…

1. Wenn die Mutter schon nicht aufgeklärt wurde, 8 Kinder veranlassen mich zu der Vermutung es sich um eine egomanisch, paranoide Persönlichkeit handelt, dann sollte man den Kindern dies auch noch nicht verweigern. Wir sind MENSCHEN und keine Kakerlaken wir leben auch nicht mehr unter den Umständen wo von 8 Kindern 2 durchkamen - jeder 2/3 Kinder reicht - dann hat jedem sein Nachwuchs Platz auf der Welt !

2. Ist es schreiend dumm wenn Katholiken sich auf natürliche Ansätze berufen und gleichzeitig auf die Homosexuellen eindreschen, warum gibt es Homosexualität zwischen Tieren wenn es NICHT natürlich wäre.

ich hat gesagt…

"Es ist Sache der Eltern, ihren Kindern diejenigen Überzeugungen in Glaubens- und Weltanschauungsfragen zu vermitteln, die sie für richtig halten. Dem entspricht das Recht, sie von Glaubensüberzeugungen fernzuhalten, die den Eltern falsch und schädlich erscheinen." "

Kinder sind nicht williges eigentum der eltern. Familien sind teil der gesellschaft, auch christliche, und leben nicht auf einer insel. Wenn elterliche willkür auf staatliche bedenken trifft wird es immer zu maßnahmen kommen die von einem teil der bürger als unverständlich ausgegeben werden.
Was mit perfider meinungsbildung erreicht wird sehen wir täglich:
Christen gut, migranten kriminell, rechte und linke kriminalisiert.
Boxt
Mahlzeit solange noch zähne anwesend sind. Augen auf solange hinter den lidern noch welche sind.
Handeln aoweit die graue masse nicht zum absturz programmiert ist.