Mittwoch, 2. Dezember 2009

Antworten von Kristina Köhler auf die „Wahlprüfsteine“ des „Lesben und Schwulen Verbandes Deutschland“ (LSVD)

Wahlkreis 179 - Wiesbaden
Antworten von Dr. Kristina Köhler MdB (CDU – Landeliste)

1. Rechtliche Gleichstellung
1.1. Indem ich mich für eine Gleichbehandlung von Lebenspartnern einsetze. Sei es innerhalb der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag oder auch in meinem Wahlkreis Wiesbaden. Ich nehme beispielsweise am CSD Frankfurt teil oder war Schirmherrin der Ballnacht-Gala Wiesbaden, die zu Gunsten der AIDS-Hilfe Wiesbaden stattfindet. Außerdem stehe ich im regelmäßigen Kontakt mit den Lesben und Schwulen in der Union.

1.2. Ich setze mich nicht für eine Öffnung der Ehe ein, sondern ich finde es gut, daß es das Institut der Lebenspartnerschaft gibt. Jetzt ist es absolut notwendig an, dass der Staat endlich auch die Rechte der Lebenspartnerschaften den Pflichten angleicht.

2. Soziale Gleichstellung
An diesem Diskriminierungsschutz wurde in unserer Bundesregierung unter der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bereits in den letzten vier Jahren
intensiv gearbeitet. Unter anderem hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ihre Arbeit aufgenommen. Dies alles ersetzt natürlich nicht unseren persönlichen Einsatz gegen jede Art von Diskriminierung.

2.2. Gegenwärtig wird nicht nur eine Ergänzung des Art. 3 unseres Grundgesetzes gefordert, sondern in unserer Verfassung soll die Kultur, der Sport, die Kinder, um nur einige Forderungen zu nennen, verstärkt berücksichtigt werden. Für all diese Positionen gibt es in der Union Befürworter wie ablehnende Stimmen. Gerade weil so viele neue Ergänzungen gefordert werden, bin ich persönlich gegen eine Änderung unseres Grundgesetzes, weil ich befürchte, dass unsere Verfassung mit all zu viel „Gutem“ mit eher symbolischem Charakter nicht besser wird. Die Gleichbehandlung aller Menschen ist im für das Grundgesetz fundamentalen allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 bereits heute festgeschrieben.
2.3. siehe Antwort 1.1

2.4. Bereits auf der Bundesebene wurden lesbisch-schwule Projekte beispielsweise für den LSVD und für LAMBDA aus dem Familienministerium unter der Leitung von Bundesministerin von der Leyen gefördert. Selbstverständlich unterstütze ich sinnvolle Projekte, die Förderung benötigen. Allerdings liegt dies dann im Verantwortungsbereich der Landesregierung.

3. Akzeptanzkultur fördern
3.1. Konkretes Handeln muss bereits in den Schulen erfolgen. Das Thema
Homosexualität gehört bei weitem nicht nur in den Biologieunterricht, sondern kann in viel mehr Fächern behandelt werden.
Erschreckend ist übrigens dabei zu beobachten, dass es eine zunehmende Homophobie unter jungen Migrantinnen und Migranten festzustellen ist. Gerade in diesem Bereich ist eine sinnvolle Aufklärung im Kampf gegen Homophobie unerlässlich.
3.2. Grundsätzlich halte ich jede Kampagne gegen Homophobie für
unterstützenswert
, allerdings habe ich persönlich die Kampagne „Weißer Knoten“ noch nicht kennengelernt.

3.3. Ich setze mich grundsätzlich für eine konsequente Menschenrechtspolitik auf internationaler und nationaler Ebene ein.

Quelle: http://www.lsvdhessen.de.tl/Wahl-09.htm?PHPSESSID=1b75aeb075bec2aad8134214aab27528



Kommentare:

Trapin hat gesagt…

Die Tendenz ist stimmig. Regieren am Volk vorbei. Die Quittung kommt zwangsläufig.
Wie lang mag sich das Volk dieses "Politisch korrekte" agieren einer
linksorientierten Minderheit noch bieten lassen?

Dirk hat gesagt…

Die "linksorientierte Minderheit" ist die von der Mehrheit der Deutschen gewählte Regierung rechts der Mitte. Nur wer ganz rechts aussen steht, für den ist alles links.

Anonym hat gesagt…

An der Kirche vorbei, nicht am Volk! Dreht es euch nicht zurecht bis ihr meint, Sieger zu sein.
Wenn ihr nur zu wissen glaubt, wißt ihr nichts.
Und wenn man nicht begreifen kann, daß es auch anders geht, sollt man sich nicht nach vorn spielen.

Matthäsius hat gesagt…

»An der Kirche vorbei, nicht am Volk!«

Es wäre mal interessant was tätsächlich die öffentliche Meinung dazu ist, im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung (siehe beispielsweise Schweizer Minarettverbot...).

Ich könnte mir vorstellen sie ist »unaufgeklärter« als bisher veröffentlicht...

Matthäsius hat gesagt…

»Nur wer ganz rechts aussen steht, für den ist alles links.«

So ...?

Philipp hat gesagt…

Rechts und Links ist doch heute nicht mehr zu unterscheiden. SPD wird immer frei-marktwirtschaftlicher, CDU immer "sozialer". In Wahrheit sind sie nur auf Stimmenfang. Und mit eher linken, populistischen Meinungen wie der der Unterstützung Homosexueller kann man aus der rechten Links-Mitte auch noch ein paar Stimmchen fangen.
Angesichts des geringen Prozentsatzes von Homosexuellen in der Gesamtbevölkerung wird da doch sehr viel Wind gemacht.

Chorleiter hat gesagt…

Akzeptiert sie, so wie sie sind. Laßt sie so sein, wie andere sind. Grenzt sie nicht bei allem aus, wenn ihr meint, ihr wäret besser. Und, vor allem: Durchdenkt den neuen Stand zu früher, nämlich, nicht vorrangig auf BESTRAFUNG, gerichtet.
Solange sie sich nicht anders aufführen wie jeder normale Bürger, haben sie auch die gleichen Rechte.
In euren Augen ist Unterschlagung und gesunde Pleite, so kann man es täglich beobachten, gottesnäher.
Überwindet euch. Als ihr Christen Soldaten werden ließet, also: Du sollst nicht töten! aufgabt, habt ihr bei weitem nicht so rumgezickt.
Die Kristina ist zwar Frau und euch deshalb zuvörderst nicht genehm, doch 100 Tage könnt ihr der Frau Köhler wohl einräumen?!
Der Chorleiter hält es ein.
(Ach, wie seht es bei ihr mit Singen?)

Anonym hat gesagt…

Pfui, Frau Köhler, pfui

Fotobilder hat gesagt…

Wer immer noch glaubt, daß die CDU wählbar ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

Anonym hat gesagt…

Aber ihr seid mündige Wähler?