Mittwoch, 25. November 2009

Schulzwang - das (un)heimliche Erbe der Nazis

Felizitas Küble

In allen Kulturnationen werden Kinder unterrichtet, teils von staatlichen, teils von privaten Schulen - oder auch von den Eltern selber. In den USA und den meisten europäischen Staaten ist das sog. „Homeschooling“ erlaubt, also der Unterricht zuhause. Diese freiheitliche Regelung hat sich überall bewährt, daher wurde sie auch beibehalten. Es gibt also in fast allen westlichen Demokratien eine Unterrichtspflicht, aber keinen Schulzwang.

Anders in Deutschland – hier gilt ein rigoroses Schulzwang-Gesetz, das zur Folge hat, daß immer wieder Eltern nicht nur zu Geldbußen, sondern sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenn sie ihre Kinder zuhause selber unterrichten, nicht zuletzt, um ihnen gewisse Probleme des Schullebens zu ersparen, etwa die staatliche Sexkunde, die Gefahren von Drogen, ungesunden Fremdeinflüssen, Mobbing, Gruppendruck etc.

Dieser Schulgebäude-Anwesenheits-Zwang ist ein undemokratisches Erbe des Nationalsozialismus. So wie jeder Sozialismus wollte auch die braune Variante das natürliche Erziehungsrecht der Eltern verdrängen und durch staatliche Einflußnahme ersetzen, um sich so der Kinder zu bemächtigen.

Dieser „Griff nach den Kindern“ diente der Festigung der NS-Dikatur nach innen und außen. Hierzu gehörte auch die frühzeitige und zwangsweise „Organisation“ der Kinder in HJ (Hitlerjugend) und BdM (Bund deutscher Mädchen).

Während im Kaiserreich und in der Weimarer Republik die häusliche Unterrichtung der Kinder erlaubt war, war es damit unter dem braunen Terrorregime bald vorbei und der staatliche Druck auf die Familie nahm immer mehr zu.

Hierbei ist aufschlußreich, was Adolf Hitler über den “Schulzwang” begeistert zu schreiben weiß - und zwar in seiner Programmschrift „Mein Kampf“, Ziffer 453, betr. „Erziehungsgrundsätze des völkischen Staates“.

“Die körperliche Ertüchtigung ist daher im völkischen Staat nicht eine Sache des einzelnen, auch nicht eine Angelegenheit, die in erster Linie die Eltern angeht, und die erst in zweiter oder dritter die Allgemeinheit interessiert, sondern eine Forderung der Selbsterhaltung des durch den Staat vertretenen und geschürten Volkstums. So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß der völkische Staat in noch viel höherem Maße dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen in den Fragen der Erhaltung des Volkstums. Er hat seine Erziehungsarbeit so einzuteilen, daß die jungen Körper schon in ihrer frühesten Kindheit zweckentsprechend behandelt werden und die notwendige Stählung für das spätere Leben erhalten”.

Noch vielsagender ist die dazu passende Gesetzespraxis, nämlich das Reichsschulpflichtgesetz von 1938.

Bis dahin gab es keinen Schulgebäude-Anwesenheits-Zwang, sondern nur eine allgemeine Bildungspflicht, die auch zuhause von den Eltern erfüllt werden konnte.

Solche Freiheiten waren den Nazis natürlich nicht geheuer, denn sie wollten die Kinder ihren Eltern entfremden, wofür die Einführung einer rigiden Schulpflicht das passende Mittel war - ein (un)heimliches”Vermächtnis”, das den Deutschen bis heute erhalten blieb, weil die Bundesländer dies Gesetz nach 1945 im wesentlichen in ihre Landesverfassungen übernahmen.

Merkwürdigerweise wird über dieses “heimliche Erbe” der NS-Zeit in unserem Land nirgendwo öffentlich diskutiert - erstaunlich, wo doch sonst kein Detail aus der Braunzone ausgelassen wird.

Das Interesse an der Verstaatlichung der Erziehung beschränkt sich eben nicht auf Braunhemden - das fühlen auch Rotjacken intensiv in ihrer Brust, man denke an den SPD-Politiker Scholz samt seiner herbeigewünschten “Hoheit über Kinderbetten” oder an die Anti-Familien-Politik des linken CDU-Flügels (Familienministerin von der Leyen).

Doch selbst unter Christen kann man staatsfixierte, rechtspositivistische Stimmen hören, die den Eindruck erwecken, als sei der Schulzwang deutscher Art bzw Abart ein Ergebnis höherer Weisheit, mindestens aber unantastbar und völlig indiskutabel.

Dabei hat die katholische Kirche stets betont, daß das Naturrecht im Zweifelsfall höher steht als staatliche Gesetze und Regelungen. Das natürliche Erziehungsrecht der Eltern ist gottgegeben, es ist in der Schöpfungsordnung verankert, indirekt auch aus dem 4. Gebot abzuleiten: „Du sollst Vater und Mutter ehren!“

Nun einige Fakten aus dem NS-Schulpflicht-Gesetz von 1938:

Die einführenden Sätze sind schon aufschlußreich genug:


Gesetz über die Schulpflicht im Deutschen Reich (Reichsschulpflichtgesetz) vom 6. Juli 1938

Grundsätzliches

§ 1. Allgemeine Schulpflicht. Im Deutschen Reich besteht allgemeine Schulpflicht. Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus. Ihr sind alle Kinder und Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit unterworfen, die im Inlande ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.

(2) Die Schulpflicht ist durch Besuch einer reichsdeutschen Schule zu erfüllen. Über Ausnahmen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.

Das bedarf keines weiteren Kommentars.

Der nachfolgende Paragraph 7 schafft nun die Voraussetzungen für die Euthanasie bzw Ermordnung von Behinderten, indem sie mit Begründung der Schulpflicht ggf. in Anstalten verfrachtet werden sollen - das Ende vom nicht nur garstigen, sondern tödlichen Lied ist bekannt:

§ 7. Unterbringung der Sonderschulpflichtigen in Anstalts- oder Familienpflege. (1) Wenn es die Durchführung der Schulpflicht für die im § 6 bezeichneten Kinder erfordert, kann ihre Unterbringung in geeigneten Anstalten und Heimen oder in geeigneter Familienpflege angeordnet werden.
(2) Hierüber entscheidet die Schulaufsichtsbehörde gemeinsam mit der zuständigen Fürsorgebehörde.

Von der “Schulpflicht” zum “Schulzwang” ist es nur ein Katzensprung - mit Hilfe der Polizei nämlich - oder Bußgeld (wird auch heute angewandt in Deutschland, wenn Eltern ihr Kind zB nicht in die Sexkunde schicken - und sei es nur für einen einzigen Tag):

§ 12. Schulzwang. Kinder und Jugendliche, welche die Pflicht zum Besuch der Volks- oder Berufsschule nicht erfüllen, werden der Schule zwangsweise zugeführt. Hierbei kann die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen werden.

§ 14. Strafbestimmungen. (1) Wer den Bestimmungen über die Schulpflicht vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder mit Haft bestraft, sofern nicht nach anderen Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist.

Die früheren (freiheitlichen) Gesetze der Weimarer Republik mußten natürlich hierbei abgeschafft werden:

§ 16. Aufhebung älterer Vorschriften. (1) Das Gesetz, betreffend die Grundschulen und die Aufhebung der Vorschulen, vom 28. April 1920 (RGBl. I. S. 851) in der Fassung des Gesetzes vom 26. Februar 1927 (RGBl. I. S. 67) sowie das Gesetz, betreffend den Lehrgang der Grundschule, vom 18. April 1925 (RGBl. I. S. 49) werden aufgehoben.

§ 17. Inkrafttreten. (1) Dieses Gesetz tritt mit dem 1. November 1938 in Kraft.

Berchtesgaden, den 6. Juli 1938.

Der Führer und Reichskanzler
Adolf Hitler

Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung
Rust



Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt demgegenüber keine Schulpflicht. Die Mehrheit im Parlamentarischen Rat, aus dem das GG hervorging, wandte sich gegen das nationalsozialistische Schulsystem und erklärte mit den Stimmen von CDU/CSU, Zentrum und Deutscher Partei am 8. Februar 1949:

„Wir halten nach wie vor an unserem Standpunkt fest, daß das Erziehungsrecht der Eltern ein gottgegebenes Naturrecht darstellt, das jedem staatlichen Zugriff entzogen ist. Dieses natürliche Erziehungsrecht der Eltern erstreckt sich vor allem auf die religiös-weltanschauliche Erziehung der Kinder und zwar nicht nur im Rahmen der Familie, sondern auch im Bereich der Schule. Die Schule muß daher in ihrem religiös-weltanschaulichen Charakter so bestimmt sein, wie es der Gewissensentscheidung der Eltern entspricht. Ein auf Grundsätzen der Gewissensfreiheit, der Toleranz und der Demokratie aufgebauter Staat sollte daher sein Schulwesen so gestalten, daß auf niemand in religiös-weltanschaulicher Hinsicht ein Gewissenszwang ausgeübt wird.“ (Jahrbuch des öffentlichen Rechtes 1; 1951: Seite 110).

Das Grundgesetz kennt daher keine Schulpflicht, sondern ein starkes Elternrecht(Art.6,2) und hinsichtlich des Staates lediglich eine Aufsichtspflicht über das öffentliche Schulwesen. Doch das alte NS-Reichsschulgesetz blieb dennoch in vielen Bundesländern in Kraft und wurde auch bei Neufassungen weitgehend übernommen.

Während neuere Urteile des Bundesverfassungsgerichts immer stärker vom grundgesetzlich garantierten Elternrecht abrücken und von einem „staatlichen Erziehungsauftrag“ fabulieren, der nirgendwo im GG zu finden ist, hatten sich die Karlsruher Richter noch bis vor wenigen Jahren klar im Sinne des Elternrechts positioniert. Man erinnere sich etwa an das Grundsatzurteil des BVG vom 16.1.2003 (AZ: 2 BvR 716/01):

„Art. 6, Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Sie können grundsätzlich frei von staatlichem Einfluss nach eigenen Vorstellungen darüber entscheiden, wie sie ihrer Elternverantwortung gerecht werden wollen. Ziel, Inhalt und Methoden der elterlichen Erziehung liegen im Verantwortungsbereich der Eltern. Konkrete Erziehungsziele sind ihnen von Verfassung wegen nicht vorgegeben.“

Eine öffentliche Debatte in Deutschland über den Schulzwang als einem unheimlichen Erbe der braunen Diktatur ist überfällig.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Parents Targeted as Europe Cracks Down on Home Schooling:

http://www.cbn.com/cbnnews/world/2009/November/Parents-Targeted-as-Europe-Cracks-Down-on-Home-Schooling/

Old Geezer hat gesagt…

Tja, nur beweisen uns Eltern jeden Tag wieder, daß sie weder die Zeit, noch die Befähigung, noch das Talent haben, ihren Kindern zu umfassender und tiefergehender Bildung zu verhelfen.

Kinder haben ein Anrecht auf Chancen im Leben, auch wenn ihre Eltern nicht in der Lage sind, sie ihnen zu bewährleisten.

Anonym hat gesagt…

Hier wird ganz klar für eine weitere Amerikanisierung unserer Gesellschaft im Sinne von "Homeschooling" plädiert. Man sollte sich vielmehr dafür einsetzen, dass an den öffentlichen unseren Schulen mehr christliche Werte vermittelt werden. Überdies gibt es in Deutschland sehr viele konfessionelle Schulen.

Dirk hat gesagt…

Ups, da hat sich die Frau Kübler aber irrtümlich selbst entlarvt:

Kübler: "...wenn sie ihre Kinder zuhause selber unterrichten, nicht zuletzt, um ihnen gewisse Probleme des Schullebens zu ersparen, etwa die staatliche Sexkunde, die Gefahren von Drogen, ungesunden Fremdeinflüssen, Mobbing, Gruppendruck etc...."

Reichsschulpflichtgesetz: "...Im Deutschen Reich besteht allgemeine Schulpflicht. Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus..."

Die Inhalte werden wohl unterschiedlich sein - aber das Ziel ist das gleiche: Da will einfach einer eifersüchtig die Oberhoheit behalten, dass die Kleinen ja nix mitkriegen, was nicht zur eigenen Linie passt.

Frau Kübler, ich würd mir da mal Gedanken drüber machen...

Dirk hat gesagt…

Die Frau heisst Küble, nicht Kübler. Ich entschuldige mich für den Fehler. Soviel Zeit muss sein, auch wenn wir sachlich auf verschiedenen Planeten aufgewachen zu sein scheinen...

Anonym hat gesagt…

Frau Kueble,
vielen Dank fuer diesen Artikel. Er ist sehr interessant.
Auch wenn ich meine Kinder nicht selbst unterrichten wuerde, da wir auch als Kinder lernen muessen unseren Glauben in der Schule, unter Freunden usw. zu vertreten und leben lernen muessen, erkenne ich aber schon seit einiger Zeit, wo diese sog. Familienpolitik hinfuehrt.
Dass es sich um eine Bevormundung der Eltern und eine Erziehung der Kinder in Richtung Gender Mainstreaming handelt und es sich ganz klar gegen den Zusammenhalt der Familie richtet, bleibt nur dem verborgen, der blind und taub und ohne die Erkenntnis Gottes lebt !!

Ingo Daniels hat gesagt…

Sehr geehrte Frau Felizitas Küble,
wenn man sich ihr Ziel und ihre Argumentation durchliest, kommt man nicht zu der Meinung, Sie hätten Recht.
Ich hoffe und trage weiterhin meinen Teil bei, dass Ihre Ansichten auch in Zukunft nicht zum Tragen kommen können.
Für mich ist das einfach nur Besserwissen, doch nur für Sie selbst und den Ihren Träumen nachrennenden Zeitgenossen. Das Kind hat zu sein, wie Sie es sehen.
So ist es nicht.
Es war ein langer Weg zur staatlichen Schule, zur gemeinschaftlichen Erziehung, zum heutigen Stand. Doch er geht weiter.
Ihre Art hat diesen Weg nie anerkannt, gefördert, verbessert oder den Kindern näher gebracht. Sie bieten nur Ihres, nichts Besseres für die Kinder. Aber mit absoluten Rechtsanspruch.
Und doch geht um die Kinder, und es geht um uns Eltern, und es geht um die gemeinschaftliche Stärke, Verbundenheit und das Verstehen.
Zumindest der letzte Punkt ist bei Ihnen nicht vorhanden.
Schade.
Ich habe mir das Kind im Manne nicht nehmen lassen. Und was mir dieses in Ihrem Falle einflüstert sind sogar böse, böse Worte. Ich kann es verstehen.
Ingo Daniels

Trapin hat gesagt…

Die Einfalt scheint über die Vielfalt
zu siegen.
Viele Potentiale gehen verloren.
Begabungen werden nur mainstream-dienlich gefördert.
Abbau vieler moralischen Werte wird staatlich verordnet.
Christliche Normen werden zu Grabe getragen, genau wie unsere Nation und letztlich Europa.
Wissen ist Macht. Welches Wissen?

Anonym hat gesagt…

@Trapin
Sie verwechseln Aktiv und Passiv.
Sie scheinen auch nicht zu wissen, aus welchem Jh. dieser Ausspruch stammt und wie er zustande kam, dessen Entstehungsgeschichte!?
Aber zur Sau machen und, zur Not, beschimpfen kann man damit.
So hätte ich Sie icht eingeschätzt.
Na ja.
ehe

Anonym hat gesagt…

An Ingo Daniels und die Anderen:

Was fuer einen heutigen "Stand" meinen Sie ? Im Gegenteil, wie sind ganz unten angekommen, was Erziehung und Moral anbelangt! Wer koennte wohl besser fuer das eigene Kind sorgen als der Vater und die Mutter ?? In den Medien werden nur deshalb die Faelle von Vernachlaessigung so hoch gespielt, weil man eben einen "plausiblen" Grund haben muss, um Kinder fruehstmoeglich in die Kitas zu stecken !!! Hat hier irgendeiner begriffen, dass alles uber die Medien laeuft, um uns weichzuklopfen und Panik zu machen (siehe Schweinegrippe), sodass wir letztendlich wie Schafe ins Schlachthaus laufen und alles ueber uns ergehen lassen ?!! Moege Gott unsere Augen oeffnen und das wir uns wieder einmal fragen: Wem nutzt es ?? Jedenfalls nicht unseren Kindern !

Ingo Daniels hat gesagt…

Kurz: Die Religionen akzeptieren nur ihr Spiel und ihre Spelregeln.
Alles um sie rum, alles Geschehen wird diesen angepaßt, Gutes für sich reklamiert, alles andere mit: Geht so nicht! belegt. Dabei wird alles so gedreht, bis es in ihr Schema paßt.
So kann man weder das erkennen, was gut für uns ist, noch das, was noch zu bewältigen ist.
Die Medien nutzen alles für ihre Berichterstattung aus, die Kirche für ihren Glauben.
Was denken Sie, was ein normale Mensch unternimmt?
Er sucht nach der Wahrheit, dem gemeinsamen Nenner, das Dafür zu ergründen, und versucht dabei ein nur Dagegen zu vermeiden.
Einige ihrer Äußerungen und Artikel machen es dann nicht einfach, die Wahrheit zu erkennen und zum Handeln zu bringen. Eine klare Ablehnung ist leichter.
Sie und ihre Meinung wollen uns nur in eine Richtung locken, drängen. Jeden anderen Weg belegen sie mit "Weg ins Schlachthaus" und preisen ihren.
So haben wir nicht gewettet.
Ich habe mir den Luxus einer eigenen Meinung geleistet und werde es weiterhin tun.
Die hier gebotene Schwarzweißmalerei kommt mir sehr bekannt vor und ist mir ein Greuel.
Wen Schatten stören und er sich aus voller Brust darüber beschwert, sollte dafür sorgen, daß es nicht sein eigener ist.
Ingo Daniels

Anonym hat gesagt…

Nochmal für Alle, die es gern übersehen würden:
HITLER hatte die Idee mit dem Schulzwang, um Macht -über die Eltern hinweg - auf die Kinder auszuüben.
Egal, welche politische Strömung erkennbar dahinter steht. Die Methodik wird für auf ALLE angewendet, egal, wie sie sich auswirkt!
Wie steht Deutschland heute da i.S. Bildung u. Moral?
Vor allen Anderen haben die Eltern das Recht, über den Weg der Familie zu entscheiden, über das Erleben der Kinder ZU WACHEN! Da werden auch Fehler gemacht, sicher.
Aber die Eltern sind verantwortlich, und werden in jedem Fall auch die Konsequenzen tragen müssen (mit ihren Kindern), wenn es schiefgeht. So, wie jetzt.
Es geht nicht um "Bildung um jeden Preis" (es gab höhere Kulturen als Unsere ohne Schulzwang!!). Es geht um unsere Freiheit. Eltern sind nicht einzugrenzen, weil Dritte glauben, deren Kinder schneller u. besser "fördern" zu können.
Alles Andere ist absout unfrei - und kann engagierten Eltern nur Angst machen.

Anonym hat gesagt…

Wo ist hier der Sinn?
Viele Ihrer engagierten Eltern habe ich erlebt. Wofür sind sie engagiert? Das war reines Missionieren, keine Erziehung zum erwachsenen Menschen. Nebst verteufeln von anderem aus Angst oder gar Haß.
Zeigen sie erst mal, daß es um die Entwicklung des Kindes zu einem gestandenem Mitglied der Gesellschaft geht.
Sie werfen Einseitigkeit vor und sind selbst nur einseitig.
Sie meinen wissend zu sein und sind "nur" gläubig.

Old Geezer hat gesagt…

"Man sollte sich vielmehr dafür einsetzen, dass an den öffentlichen unseren Schulen mehr christliche Werte vermittelt werden."

Oh nein, vielmehr sollte man den Kindern verläßliches Wissen vermitteln, Fakten, die es ihnen ermöglichen, ihr Leben zu meistern - nicht archische Mythen, die zu nichts mehr taugen als sie im besten Fall den Kopf in den Sand stecken und auf Erlösung hoffen zu lassen, und sie im schlimmsten Fall zweifelhaften Machtgruppen auszuliefern.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Vor allen Anderen haben die Eltern das Recht, über den Weg der Familie zu entscheiden, über das Erleben der Kinder ZU WACHEN! Da werden auch Fehler gemacht, sicher."

Jau, ...wenn ein Vater sein Erstgeborenes opfert - würden Sie das ganz hypothetisch dann auch als 'Fehler, der eben gemacht wird' durchgehen lassen und das Recht auf Leben des Kindes oder privaten Gewaltverzicht der Gesellschft als weniger wichtig einstufen?

Sven hat gesagt…

Sehr geehrte Frau Küble,

auch ich möchte mich in die Diskussion einbringen.
Zunächst möchte ich sagen, dass es ein hehres Ziel ist seinen Kinder, dem besten was man hat, eine erstklassige Erziehung zukommen zu lassen, die Form spielt hierbei zunächst überhaupt keine Rolle. Es geht nur um die Absicht.

Und genau dies ist schon das erste Problem.

Anders als in der Weihmarer Republik, oder zu Kaisers Zeiten scheint mir die finanziell und Bildungstechnisch unterpriviligierte Bevölkerungsschicht heute nicht mehr daran interessiert zu sein aus ihrem eigenen Leben und/oder dem Leben ihrer Kinder das beste zu machen. Die Idee, dass es einem künftig besser geht, indem man sich bildet, Sport treibt und sich Mühe gibt scheint gradezu gänzlich verloren gegangen zu sein.

Wieso nur wollen Sie es auch jenen Eltern freistellen ihre Kinder nicht an die Schule zu schicken? Ich bin ja vollkommen einverstanden, dass Schule und Kindergarten elterliche Erziehung nicht ersetzen können oder sollten, aber Schule ist nunmal besser als nichts. Und die leidtragenden sind nicht nur die Kinder sondern IMHO die Lehrer, welche sich durch diese Situation überfordert sehen. Respekt an dieser Stelle!!!

Aber zurück zu den Kindern.

Unsere Gesellschaft ist bunt gemischt. Es gibt gute, bessere, weniger gute. Es gibt Menschen, denen ihre Herkunft (z.B. soziale Herkunft) zum Verhängnis wird, die mit 14 von der Hauptschule auf die Sonderschule kommen und wahrscheinlich nie ein "geregeltes Leben" haben werden.

Ihre Kinder müssen sich ihr gesamtes Leben lang in dieser Gesellschaft behaupten. Ihre Kinder müssen die Menschen und die Gründe warum sie sind wie sie sind hinterschauen und als Christen sind sie sogar dazu angehalten ihnen zu helfen.

Ich bin der Meinung, dass Isolation hierzu nicht beiträgt.

Da sie aus einem christlichen Hintergrund her argumentieren, bzw. die christliche Erziehung Ihrer Kinder von großer Wichtigkeit ist, so denken Sie doch mal an Jesus Christus und seinen "Umgang":

Zöllner, Ehebrecher/innen, Prostituierte, Mörder, Säufer, Scheinheilige,....

Viele dieser sind durch ihn auf den rechten Weg zurück gekommen.

Wenn Sie ihre Kinder zu starken Persönlichkeiten erziehen, so denke ich nicht nur, dass ihnen das "Übel" um sie herum wenig anhaben kann, sondern auch, dass sie gemeinsam mit den anderen Kindern dieses Übel auch vergessen können und zusammen lachen. Lachen bedeutet Freiheit und Freiheit ist die einzig mögliche Ausgangsposition für Veränderung.

Davon hätten doch alle was! Vorallem die Kinder!

Zugegebener Maßen können ihre Kinder dabei auch auf die schiefe Bahn geraten, aber:

Das ist nicht das Ende der Welt!
Denn, haben sie den Charackter ihrer Kinder gestärkt, so kommen sie da wieder raus. Und sind anschließend vielleicht entschlossener und stärker denn je.

Eines zumindest werden sie ganz sicher lernen:

Offenheit und Unabhängigkeit! Welche meiner Meinung nach durch Jesus direkt eingefordert wird in dem er sagt, dass man die Eltern verlassen soll um Gott zu suchen?

Ich mach hier mal nen Punkt und resümiere.

Kinder zu isolieren tut ihnen nicht gut und ist egoistisch. Wenn wahrhaft starke auf schwache treffen, so wird der starke vlt. zunächst um 10% ausgebremst, die schwachen aber schnell ein hundertfaches stärker. Und angesichts dieses Erfolges wird der Starke darauf hin noch stärker!

Und bitte Denken Sie immer daran, Jesus war ein Querdenker, einer der seiner guten, bzw. göttlichen Überzeugung nach gehandelt hat. Einer der sich nicht exakt an die Tora gehalten hat, wenn es objektiv betrachtet nicht vertretbar war (Heilungen an Sabat, Opfergaben, uvm.).
Wer sich 1 zu 1 an die Bibel hält wird dadurch verblendet, weil er seinen Kopf und sein Herz beim denken ausschaltet.

Gott ist groß! Gott lebt in Dir! Sei offen zu Gott in Deinem Herzen. Lies über Jesus und nimm's nicht allzu wörtlich und Du machst Deinen Weg. ...Würde ich meinen Kindern sagen und sie zu den anderen schicken.

gruß

Sven