Donnerstag, 12. November 2009

Lesefreude erleichtert Kindern das Lernen in der Schule

Die Stiftung Lesen hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die repräsentative Langzeitstudie „Lesesozialisation von Kindern in der Familie“ veröffentlicht. Danach fällt Kindern, die viel Lesen, das Lernen in der Schule deutlich leichter als weniger Lesefreudigen. Gleichzeitig belegt die Studie, daß „Lesefreude“ nur bei wenigen Eltern ein Erziehungsziel ist.

Die Studie kann HIER gelesen werden.

Eine Studie des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hatte im Jahr 2005 schon festgestellt, daß intensives Medienkonsum zu schlechteren Schulnoten führt. Auch wird nachgewiesen, daß je gewaltintensiver die Fernsehsendungen oder die Computerspiele sind, desto schlechter werden die Noten.

Kinder, die ein eigenes Fernsehen im Zimmer haben, sehen auch mehr fern. Während jeder zweite Junge ein TV-Gerät im Zimmer hat, besitzt nur jedes dritte Mädchen einen Fernseher. 40 Prozent der Jungs sind Besitzer einer Spielkonsole, aber nur 16 Prozent der Mädchen. Mädchen schneiden in der Schule wesentlich besser ab als Jungen.

51,3 Prozent der Ausländerkinder im Alter von 10 Jahren beseitzen laut der Studie ein eigens TV-Gerät und 43,3 Prozent eine Spielkonsole im Zimmer. Bei den deutschen Kindern sind es nur 31,9 Prozent bzw. 22,3 Prozent. Hauptschüler sitzen mehr als doppelt so lange vor dem Bildschirm wie Gymnasiasten.

1 Kommentar:

Chorleiter hat gesagt…

Es ist gut, eine Abstimmung von Lesen und PC zu finden, denn Zwei wichtige Punkte gehen hier unter:
Vorbild und Gemeinsamkeit
Eltern, die viel lesen, den PC nicht angemessen einsetzen können, werden ihren Kindern nicht das richtige Maß vermitteln.
Eine Verbindung, die sich bei mir als gut herausstellte: Familienleben, Freunde, Musik, Sport und Spiel. Also Tun, Tun lassen, Mitmachen, Zustimmen, Genießen und Lachen; Bewegen und Entspannen.
Leichtigkeit in der Erziehung verhindert Zwang: Das Wort MUSS so weit wie möglich umgehen.
Und alles funktioniert nur mit dem Zuhören können.
Statistik ist gut, aber nicht alles. Familien mit vielen Taschentüchern gelten zwar als zivilisiert, doch die Anwendung, also die Kultur, wird dadurch nicht beschrieben werden können.
Das ist die Crux der Statistik.
Chorleiter