Mittwoch, 18. November 2009

Katholischer Arbeitskreis in der CDU/CSU gegründet

Nebem dem "Evangelischen Arbeitskreis - EAK", gibt es nun den "Arbeitskreis engagierter Katholiken in der CDU/CSU". Damit soll das konservativ-katholische Gewicht in der Union gestärkt werden. Auf der Homepage des Kreises heißt es: „Wir melden uns heute zu Wort aus Sorge um die Unionsparteien in Deutschland.“

Der Arbeitskreis verstehe sich nicht als Gegengründung zum „Evangelischen Arbeitskreis“ (EAK) in der CDU/CSU. Vielmehr wolle man „Teil des lebendigen Pluralismus“ in der Union sein: „Wir möchten katholische Christen ermutigen, sich innerhalb der C-Parteien profiliert politisch zu engagieren“, sagte Martin Lohmann, Sprecher der Initiative. Mitbegründer des Kreises sind unter anderen der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis, die Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Mechthild Löhr, der Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Minister Thomas Goppel (CSU) sowie der Dominikanerpater Wolfgang Ockenfels.

Laut FAZ vom 18. November 2009 gilt die Gründung des AEK auch als Antwort auf den Umgang der CDU-Vorsitzenden Merkel mit den Katholiken. Es gibt unter ihnen die Sorge, innerparteilich nicht mehr ausreichend Gehör zu finden. Die Union hatte bei der Bundestagswahl besonders unter Katholiken an Zustimmung eingebüßt.

CDU-Chefin Merkel hatte laut Informationen des Hamburger Abendblattes vor der Bundestagswahl die Gründung eines „Katholischen Arbeitskreises“ abgelehnt.

Die Internetseite des Arbeitskreises ist http://www.aek-online.de/

Kommentare:

Roman Karl Franz hat gesagt…

Sie sollten sich was schämen, solche Artikel zu veröffentlichen!

Roman Karl Franz hat gesagt…

Im übrigen ist Paul Herzog von Oldenburg demokratischer als die meisten Demokraten! Der sollte sich auch was schämen!

Matthäsius hat gesagt…

@ Roman Karl Franz

»Sie sollten sich was schämen, solche Artikel zu veröffentlichen!«

Wie meinen Sie das? Warum?

Anonym hat gesagt…

@Roman: Sehr interessant! Können Sie uns bitte Ihre Ansichten genauer erläutern?

Roman Karl Franz hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Roman Karl Franz hat gesagt…

Die fünfte Zunft
Wilhelm von Merckel

1. Als der Herr nach seinem Plan
alles hat erschaffen,
däucht ihm alles wohlgetan:
Engel - Menschen - Affen.
Jegliches in seiner Art,
war nach Weisheit offenbart,
und sogar am Teufel
hatt’ Er keinen Zweifel.

2. Aber dabei blieb es nicht,
wer das meint, der irrt sich!
Eine Spielart kam ans Licht
anno achtundvierzig.
Die Natur hielt Niederkunft,
und gebar die fünfte Zunft,
obwohl sehr mißraten,
die der Demokraten!

3. Etwas haben sie an sich
von jedweder Race:
Menschen sind sie äußerlich,
nach Gesicht und Masse,
Affen je nach Tracht und Bart,
innerlich ist’s Teufelsart,
und mit Engelszungen,
kommen sie gesungen.

4. Ohne Heimat, ohne Paß,
nirgends, allerwegen,
wandern sie ohn Unterlaß,
auf geheimen Stegen.
Wie der Kobold, immer nah,
schnell auf’s Hexenzeichen da,
allezeit gewärtig,
immer fix und fertig.

5. „Freiheit“ ist das Feldgeschrei,
„Freiheit“ die Parole,
hintennach die Tyrrannei,
schleicht auf weicher Sohle.
Lauernd lugt sie um die Eck,
„Freiheit!“ ist der frische Speck,
Putsche und Krawalle
sind die Mäusefalle.

6. „Alles für das Heil der Welt,
Volk von Gottes Gnaden!
Jeder Gauner wird ein Held
auf den Barrikaden.
Immer drauf, die Fürsten fort,
Gotteslohn für Brand und Mord!
Euer sind die Taten,
unser ist der Braten!“

7. Also hausen durch das Land
die unsaubern Geister,
bis das Kreuz mit fester Hand
drüber schlägt der Meister.
Bei dem ersten Trommelklang
fahren sie davon mit Stank.
Gegen Demokraten
Helfen nur Soldaten !

Gino hat gesagt…

Jedem Deutschen sein eigner Verein, denn es ist zu lesen:
"Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott."
(L. Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

Matthäsius hat gesagt…

@ Roman Karl Franz

Haben Sie auch eine Erklärung Ihrer Meinung in heutigem Deutsch im Angebot?

Matthäsius hat gesagt…

@ Gino

Was gibt Ihrem Philosophen Bedeutung, daß seine Schrift Gewicht hätte?

Gino hat gesagt…

@Matthäsius
Ein kluger Mann, streitbar, Meilenstein und nicht Abschluß sein wollen.
Er ist mit der Art gezeichnet:
Forschen und Erkennen zum Forschen und Erkennen, nicht zum nur Nachplappern oder Stein der Weisen. Denkanstoß, nicht Dogma.
Und diese Art mag ich.

Chorleiter hat gesagt…

Darf ich fragen, wer den Teufel geschaffen haben soll?
Entweder wird hier gelogen oder einst in der Christenlehre.
Chorleiter

Matthäsius hat gesagt…

@ Gino

»Denkanstoß, nicht Dogma.
Und diese Art mag ich.«

Sie würden es also nicht mögen wenn einer käme und sagt »Ich kenne die Wahrheit«?

Matthäsius hat gesagt…

Hallo Chorleiter,

schön Sie auch mal wieder zu treffen!
Ich weiß zwar nicht, was Ihnen in der Christenlehre (Sie kommen also aus der ehemaligen DDR) über den Teufel beigebracht wurde, aber tatsächlich sind sich die meisten Theologen einig, das er tatsächlich ein geschaffenes Wesen ist, und weil Christen auch glauben, das es nur diesen einen Gott gibt, hat auch Er den Teufel geschaffen.

Allerdings, so auch die am breitesten vertretene Lehrmeinung, schuf Er ihn als einen der Engel, der Durch seine Rebellion gegen Gott aus dem Himmel verworfen wurde.

Vermutlich klingt das etwas märchenhaft, und selbst die Christen sprechen selten über die Herkunft des Teufels, als vielmehr über Seine Existenz und sein Wirken auf der Welt.

Auch die Bibel spricht kaum über die Herkunft des Teufels (nur zwei Stellen im Alten Testament werden so gedeutet), vielmehr aber über seine Existenz und den richtigen Umgang des Menschen damit.

Das es Gottgewollt war, das Luzifer (so wird er in manchen Übersetzungen genannt) der Teufel wurde, wage ich zu bezweifeln, aber von Merckels Ansichten finde ich generell etwas zweifelhaft.

Chorleiter, bis bald!

Chorleiter hat gesagt…

Hallo, @Matthäsius,
ich danke Ihnen für diese Information.
Chorleiter

Gino hat gesagt…

@Matthäsius
"Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als der, der alle Antworten weiß."
(Chuang Tsu)
"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
(André Gide, französischer Schriftsteller, 1869-1951)
Einer, der der Wahrheit am nächsten ist, würde nie behaupten, sie zu besitzen. Daher muß ich mir darum keine Sorgen machen, aber, ich hinterfrage es stets.
Ich spreche gern mit Menschen, die mehr Wissen haben als ich, die es mir jedoch nicht um die Ohren knallen.
Gino

Matthäsius hat gesagt…

@ Gino

Zurück zur ersten Frage: Was gibt Chuangs oder Gides Aussagen Gewicht, oder gar Wahrheitsgehalt?
Oder anders gefragt: Woran messen Sie deren Richtigkeit?

Anonym hat gesagt…

Die Schrift auf der Internetseite dieses katholischen Arbeitskreises ist viel zu klein. Ich kann dort überhaupt nichts lesen - viel zu anstrengend.

Gino hat gesagt…

@Matthäsius
Beim täglichen Leben mit all seiner Vielfalt habe ich mir oft die Frage gestellt: Wahr oder Unwahr, Richtig oder Falsch, Gut oder Schlecht.
Und diese Aussprüche haben sich in meinem Leben als Wahr, Richtig und Gut herausgestellt. Und sie haben das Prädikat: Ist geklärt.
Von Zeit zu Zeit knöpfe ich sie mir wieder vor und stelle sie erneut auf den Prüfstand, beobachte, wie sie sich im Leben machen.
Ich gebrauche dazu keine dritte Person, es ist das Ergebnis meiner Wissensaneignung. Mit mir selbst zu streiten ist eine nette Angelegenheit. Die Art und Weise ist rein meine Angelegenheit, das Ergebnis stelle ich vor, wenn es sein muß zur Diskussion.
Die Wahrheit ist ein schöner Begriff. Wenn er mir hilft, nenne und gebrauche ich sie so.
Im Leben lieber: Mit an Sicherheit grenzendr Wahrscheinlichkeit.
Und es gibt Dinge, die stehen fest.
Sie erleben den geringsten Wandel.
Übrigens: Ich mache nicht den Fehler der Kommunisten: Festtage, Lebensabschnitte, Gedenken und Beweggründe haben bei mir ihre neue Bewandnis bekommen. Es gibt ein Volk auf der Erde, deren Leben hat mir vieles dazu einfach, klar und herzlich gemacht.
Deshalb mag ich nicht besonders den Ausdruck Multikulti.
Ich entscheide mich für etwas. Das kann zu gleichen Sache auch mal anders ausfallen.
Das sollt dazu langen.
Gino