Montag, 12. Oktober 2009

Weltweites Kopfschütteln über Obamas Nobelpreis

Karikatur aus http://justifiedright.typepad.com/

Der Nobelfriedenspreis hat weltweites Kopfschütteln provoziert. Die Londoner Times hielt die Preisvergabe für „absurd” und wird dazu beitragen, die Reputation des Preises noch stärker zu ruinieren.

Fox News hat das mit Humor genommen und beschrieb, wie der US-Präsident in zwölf Tagen geschafft hat, den Preis zu bekommen.

Die US-amerikanischen Lebensrechtler waren regelrecht erschüttert. Judie Brown der „American Life League“ hält es für lächerlich, daß man einen Abtreibungsbefürworter mit einem Friedenspreis ehren kann. Joe Scheidler der Pro-Life Action League kommentierte, daß der Preis damit wohl definitiv in die Belanglosigkeit abgerutscht ist.

Lech Walesa fragte sich, wie jemand, der bislang nichts getan hat, diesen Preis erhalten kann.


AFP berichtete: „Die norwegische Zeitung "Aftenposten" kritisierte, Obama habe den Preis erhalten, ohne auch nur irgendetwas getan zu haben, um ihn zu verdienen. In Schweden, dem Geburtsland Alfred Nobels, schrieb die Zeitung "Dagens Nyheter" das Nobelkomitee habe Obama einen Bärendienst erwiesen. Die bereits jetzt unrealistischen Erwartungen an Obama würden nun noch gesteigert. Die Zeitung "Aftonbladet" bezeichnete die Entscheidung des Komitees gar als "Schande".“

Erstaunen in den USA (Ein 1. April Scherz?):



Video mit wütenden Reaktionen in den USA:

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Selbstverständlich ist Obamas Politik in Bezug auf den Schutz des ungeborenen Lebens verwerflich. Aber man sollte das in diesem Forum thematisch nicht mit der Außenpolitik vermischen, um die es bei der Verleihung des Friedensnobelpreises ging. Das gebietet die redaktionelle Fairness.

Anonym hat gesagt…

@anonym Deshalb schickt er mehr Truppen nach Afghanistan: AFP: WASHINGTON — In an unannounced move, President Barack Obama is dispatching an additional 13,000 US troops to Afghanistan beyond the 21,000 he announced publicly in March, The Washington Post reported Monday.
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iib4Hqjl8CvuE70YOf330xDaPoEQ

Anonym hat gesagt…

@vorheriger Eintrag:
Klar, dass Obama den Friedensnobelpreis nicht verdient hat. Der Afghanistan-Krieg und das damit verbundene Leid für die Zivilbevölkerung sind in keiner Weise zu rechtfertigen. Aber wie gesagt - das Thema Abtreibung hat aus meiner Sicht mit der Verleihung des Freidensnobelpreises nichts zu tun.

Anonym hat gesagt…

Eine ziemlich einseitige Berichterstattung, wenn ihr mich fragt.

Dirk hat gesagt…

@vorheriger Eintrag: Erwarten Sie hier Ausgewogenheit und journalistischen Anspruch?

Old Geezer hat gesagt…

Wäre mir neu, daß der Friedensnobelpreis

a) in erster Linie für die Haltung zu partikulären religiösen Fragen einzelner Glaubensrichtungen vergeben wird.
b) irgendwann einmal NCIHT in erster Linie ein politischer Preis gewesen wäre.
c) nur an politisch inaktive, sozusagen Preisträger A.D., vergeben werden dürfte.

In diesem wie in vielen anderen Fällen stellt er primär ein Lob für die begonnene Tätigkeit dar, eine Aufforderung mit den vorgestellten Konzepten fortzufehren; ...ich wüßte auch nicht was daran zum einen schlecht wäre, zum anderen wie es anders sein könnte, es sei denn man würde ihn wie eine Heiligsprechung erst Jahrhunderte nach dem Ableben vergeben.

P.S.:
Nicht jeder, der das Selbstbestimmungsrecht seiner Bürger respektiert, ist deswegen schon ein Abtreibungbefürworter.

Ebensowenig wie jeder, der gegen Abtreibung ist, automatisch auch das Interesse der Kinder im Auge hat.