Dienstag, 27. Oktober 2009

Berichterstattung über die 1000 Kreuze Aktion am 24. Okt. in München


Mehrere Informationsdienste haben über den Verlauf der 1000 Kreuze Aktion in München berichtet.

Kath.net schrieb: Linksradikale haben eine Demonstration christlicher Lebensrechtler in München mit Flaschen und Kondomen beworfen. Ziel der Attacken war der „Gebetszug für das Leben“ der überkonfessionellen Vereinigung „EuroProLife“ am 24. Oktober. Bei der vierstündigen Prozession trugen die etwa 300 Teilnehmer Holzkreuze als Ausdruck der Trauer um abgetriebene Kinder. Ein Kreuz wurde von einem Gegendemonstranten in die Isar geworfen. Medienangaben zufolge nahm die Polizei drei Personen „aus dem linken Spektrum“ wegen eines Flaschenwurfes auf ein Polizeifahrzeug und anderer Sachbeschädigungen fest.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete über die Zahl der Teilnehmer der Demonstration und der Gegendemonstration: rund 300 Lebensschützer waren am Samstag an der Paulskirche auf Höhe der Theresienwiese gestartet und um den Altstadtring ins Lehel nach St. Anna gezogen. Bei einer Kundgebung auf der Luitpoldbrücke wurden sie von der Gegenseite attackiert. Zuvor hatten rund 200 Abtreibungsbefürworter am Stachus für das "Recht auf Abtreibung" demonstiert.

Ganz anders ein Bericht der Linksradikalen Gegendemonstranten in Indymedia: 400 bis 500 Leute auf der Demonstration "MY BODY MY CHOICE" durch den Münchener Stadtteil Westend. Gute Stimmung. Als die Demo das "Mutterhaus" der "Lebensschützer" (Westendstr. 78) passiert, ist zu sehen, dass dort irgendwann vorher die Scheiben eingeworfen wurden. Etwa 150 "Lebensschützer" starten ihren Marsch auf dem Platz vor der St.Pauls-Kirche.

Der Bericht wird dort von einem Kommentator korrigiert: Denke mal die Zahlen sind im Artikel vertauscht. Leider richtiger und die Münchener Realität widerspiegelnder sind 150 Deomanstrant_innen auf der Quer durch's Westend Demo und ca. 450 - 500 christliche Fundamentalist_Innen!

Im Vorfeld hatte es erhebliche Irritationne gegeben, weil das Erzbistum München-Freising dem organisierenden Verein "Europrolife" ein Gotteshaus verwegert hatte. Das Bistum befürchtete die "Unterwanderung durch Rechtsradikale".

Katholisches.de kommentierte: Mit dieser Entscheidung des Erzbistums München und Freising wird die bereits vollzogene Verabschiedung der meisten deutschen Bischöfe vom eindeutigen Lebensschutz erneut offensichtlich. Erzbischof Reinhard Marx und die katholische Lebensrechtsbewegung passen nicht zusammen. Donum Vitae, CDU und andere, die Abtreibungen Vorschub leisten, können sich des Schweigens der deutschen Bischöfe zum millionenfachen straflosen Mord am ungeborenen Leben weiterhin sicher sein. Die katholische Lebensrechtsbewegung findet nur noch beim Papst Unterstützung, beim deutschen Episkopat nicht.

Die Weigerung, eine Kirche bereitzustellen, wurde auch vom Münchner Kirchenradio, von der Abendzeitung, vom Münchner Merkur und anderen kommentiert.

Martin Lohmann, der neue Vorsitzende des "Bundesverbandes Lebensrecht", kritisierte heftig die Entscheidung des Ordinariats. In Freie Welt schrieb er: In der bayerischen Hauptstadt gab es Ärger mit dem Bistum, das den Betern die Kirche verweigerte – aus Angst, Radikale könnten mitgehen und das edle Anliegen missbrauchen. Und in der spanischen Metropole feierte mehr als eine Million Menschen die Freude am und das Recht auf Leben. Ohne hässliche Störungen. Ohne Ärger mit der Ortskirche. Spanien setzt Maßstäbe. Spanien zeigt den Weg. Spanier schaffen, was Deutsche wohl noch lernen müssen.


In einer Rund-E-Mail berichtete Frau Felizitas Küble, die Vorsitzende des Christoferuswerks, über die Aktion in München:

Lebensrechtler-Marsch in München gelungen !
Keine "Nazis" in Sicht - abgesehen von den r o t l a c k i e r t e n !


Liebe Lebensrechts-Freunde,

es hat mich sehr gefreut, als ich nun von Freunden in München, die an der 1000-Kreuze-Aktion teilnahmen, erfahren konnte, daß im Wesentlichen alles gut gelaufen ist.

Es gab zwar - wie zu erwarten - Störungen durch die linksradikale Antifa, doch ein großes Polizeiaufgebot konnte verhindern, daß die Protestler den Lebensrechtler-Marsch zum Stoppen brachten, wie das leider im März hier in Münster geschehen war, wo unser Gebetszug schon zu Beginn stundenlang durch ultralinke Randalierer blockiert wurde.

So war die 1000-Kreuze-Aktion ein echter Erfolg der Lebensrechtler - und auch von den angeblichen "Neonazis", die vom Münchner Ordinariat offenbar in großen Scharen befürchtet wurden, ward kein einziger gesehen....

Wenn man freilich von den hunderten Linksradikalen absieht und bedenkt, daß der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher (das war noch ein aufrechter Sozialdemokrat, kein linker Spinner!) die Kommunisten als "rotlackierte Nazis" bezeichnete... So herum wird dann allerdings ein Schuh draus mit den "Neonazis", den rotlackierten!

Diese Radikal-Sozialisten stellen zudem dieselbe antichristliche Gesinnung zur Schau wie einst die National-Sozialisten.

Ein Beispiel: das Antifa-Portal lora924.de zeigt schon beim 1. Titelseiten-Bericht über den Kreuze-Marsch (wenn man auf den Volltext klickt) einen Abfallhaufen mit einem Kruzifix - quasi der symbolische "Schlußstein" des Berichts.

Allerdings gab es bei den Leser-Kommentaren zu den ultralinken Protesten auch einige kritische Stimmen, so schreibt zB. "Christian": N-abend! Na, das war ja eine echt tolle Aktion, Ihr Mord-Befürworter! Geht Ihr denn auch genauso “heldenhaft” gegen Islamisten vor?….Ich denke nicht, nein…Also, Klappe zu, setzen: Sechs!

Das ist "Volkes Stimme" - und damit ist kurz und knapp alles gesagt!
Was sollte ich noch hinzufügen?

Herzlichen Gruß von Felizitas Küble

Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…

Habe ich mir fast gedacht:
Mit A locken und mit B zuschlagen.

Es zeigt sich hier, wie auch in meinen regionalen Bekanntschaften mit religiösen Aktionen, Worten und Darstellungen:
Man kann eurem Wort nicht trauen, Ihr habt eure Glaubwürdigkeit verloren. Es sei nur noch "euer Recht" die Wahrheit, "euer Wort" das wahre.
Die Zunge ist bei euch gespalten.

So ist das verlogen, erniedrigend und abstoßend. Ein Zusammenwirken zum allgemeinen, beiderseitigen Vorteil in dieser Form undenkbar. Will man sein eigenes Ich bleiben, lasse man die Finger von Derartigkeiten.

Z.B. Vorbericht: Abtreibungsgegner rufen zur Demo auf.
Jetzt: Demo von Christliche Lebensrechtlern.
Merkt ihr noch was?
Verleiht euch nicht fremde Federn um besser dastehen zu können. Wer sollte außer euch selbst in euch Lebensrechtler sehen?
Solange eure kirchlichen Würdenträger und ähnliche das familiäre Zusammenleben in der Praxis boykottieren, Ratschläge nur auf dem eigenen Glauben basierend, die tatsächliche Situation negierend und per Kreuz mehr androhen als vermitteln, den Menschen hauptsächlich als "Sünder" betrachten und darstellen, könnt ihr keine Gegenliebe erwarten.
Wofür auch!
Schüttet euer Küble über euch aus, es ist nicht Volkes Stimme. Denn hier ist nicht (noch nicht) Spanien.
Apropos:
Warum nehmt ihr nicht das spanische Modell für das kommunale Steuern zahlen in euer Programm auf? Jeder zahlt dort seinen Beitrag: für einen wohltätigen Zweck. Jeder.
Da wird sogar die Kirche unter wohltätig gehandelt. (Was bekommen wohl dann "kirchliche Woltätigkeiten" davon ab, und welche sind es?)

Nein zu dieser Art.

Argumente auf Basis Wissen, Leben für das Wissen, mit dem Wissen.
Wissen, daß das, was man tut, gut und richtig ist, nicht nur glauben es zu wissen.
Verstänlich gestalten.
Zum Besseren weiterntwickeln.
Wäre das nicht auch göttlich?
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

setzen: Sechs!
Was sollte ich noch hinzufügen?

Anonym hat gesagt…

Mit sex werden sie bei diesem system nichts ausrichten.
Versuchen sie es mal mit stinknormaler vernunft.
Doch das scheint ihnen verwehrt.
Keine meinung, ist auch eine meinung.
Und dazu muß man sich wohl auch noch anstrengen? Sind die trauben halt sauer.

Chorleiter hat gesagt…

Ich habe Augen, um zu sehen. Ich habe Ohren, die hören. Ich habe einen Mund, der fragen kann. Ich habe einen Geist, der alles koordiniert, der Erkenntnisse sammelt und zu verwenden hilft.
Oft sehe ich, was ich nicht höre und höre, was ich nicht sehe. Wenn ich vor meinem Fragen schon Antworten zu hören kriege, besteht ein Problem akut.
Ich lasse mir auch hier nicht einreden, was ich zu sehen, zu hören, zu fragen und zu begreifen habe.
Bietet mir jemand etwas besseres, glaubwürdigeres an, dann bin ich angehalten, darüber nachzudenken. Wer aber meiner Erkenntnis widerspricht, bekommt es gesagt, mit meinen Worten, so, wie ich es sehe.
Den meisten Meinungsträgern hier sind wüste Beschimpfungen lieber als Worte, die, vielleicht etwas hervorrufen könnten, was hier nicht wünschenswert ist. Auch Nachdenken kann gefährlich werden.
Schaut euch mal die Meinungen zur Wahl der neuen EKD-Vorsitzenden an.
Dann seht ihr, wo ihr steht.
Wer dann ein Sechseranwärter ist, könnt ihr auswürfeln.
Der Mensch hat nicht umsonst vom Baum der Erkenntnis genascht; es gibt welche, die es heute noch mit Vorliebe machen. Wissen läßt sich nicht durch Glauben ersetzen; besonders dann nicht, wenn Zweifel bestehen.
Chorleiter