Montag, 12. Oktober 2009

Bericht in Medrum: Vater wegen schulischer Sexualerziehung im Gefängnis

Der christliche Informationsdienst Medrum berichtet über einen Vater, Eduard Elscheidt, der aufgrund seiner Weigerung, seine Tochter an der Schulsexualerziehung teilnehmen zu lassen, ins Gefängnis mußte. Medrum schreibt: „Eduard E. konnte das, was die Schule als Sexualerziehung mit seiner Tochter betreiben wollte, nicht mit seinem Gewissen und seiner elterlichen Verantwortung vereinbaren. Deswegen wollte er seine Tochter vor einer Sexualaufklärung schützen, die ihrem Kindeswohl schadet. Nach vergeblichem Protest ließ er seine Tochter nicht an einschlägigen Schulveranstaltungen teilnehmen. Die Folge: Am Donnerstag, den 08.10.2009, um 17.00 Uhr, wurde er von zu Hause abgeholt und für 6 Tage ins Gefängnis gebracht.“

In der jüngsten Vergangenheit hat es immer wieder solche Fälle. Einige Familien sind aufgrund mancher Zustände in den deutschen Schulen sogar zu Nachbarländern ausgewandert. In Europa ist das sog. Homeschooling, also die Unterrichtung der Kinder im eigenen Haus, erlaubt. Nur in Deutschland ist Homeschooling gänzlich verboten.

Medrum ruft dazu auf, den verhafteten Eduard Elscheidtmit Briefen zu unterstzen. Diue Adresse lautet: Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede 1, Umlostraße 100, 33649 Bielefeld.

Kommentare:

namibian hat gesagt…

die Zeit des Exodus ist gekommen!

Anonym hat gesagt…

Das Verhalten des Vaters halte ich für überzogen. Die Tochter wird ohnehin im allgemeinen sozialen Umfeld und über die Medien mit Vorstellungen und Bildern konfrontiert, die von den Moralstellungen ihrer Eltern abweichen. Sie muss lernen, damit klar zu kommen. So kommt sich das arme Mädchen wie ein Außenseiter vor und der Vater sollte auch mal darüber nachdenken, was dadurch für nachteilige Folgen entstehen können.

Chorleiter hat gesagt…

Solange der Glauben über die Vernunft siegen will, ist Verstand ausgeschaltet.
Ich kenne solcher Art Menschen, wie diesen Vater zur Genüge.
Da hilft kein Argument, denn von einem Gewissen sind diese Menschen fern ab.
Und sie verunstalten nicht nur sich und die eigene Familie.

Wenn das Freiheit sein soll, für die wir hier auf die Straße gegangen sind: Schönen Dank auch.
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

Etwas anderes: Warum muß denn statt des eingebürgerten Wortes "Hausunterricht" "homeschooling" gesagt werden? Wird nicht erkannt, daß mit Verdrängen der einheimischen Sprache auch die entsprechenden fremden Denkmodelle übertragen werden? Dann muß man sich nicht wundern ...

Nur mal so zum Nachdenken.

MfG, MG

Matthäsius hat gesagt…

@ Chorleiter,

hier mal eine philosophische Frage:
Woran mißt Du, was vernünftig ist?

Renate Dethlefsen, Husum hat gesagt…

Ich finde die Haltung des Vaters mutig. Wenn die angebotene Sexualerziehung im Unterricht dem Kind schadet, hat er als Erziehungsberechtigter einzugreifen. Schon in der Bibel steht: Ihr Väter (damit sind auch Mütter gemeint), reizt eure Kinder nicht zum Zorn, (Epheser 6,4)...d.h. dass ich sie zu lebenstüchtigen Menschen erziehe. Wenn der Vater die Sexualerziehung übernimmt, ist das doch in Ordnung. Ich selbst habe als Mutter zu Beginn der Einführung dieses Sex.Unterrichts den Einwand gewagt, ob dieser denn ersprieslich für die Kinder wäre, oder ob nicht besser - wie bei uns früher - daheim aufgeklärt wird - allerdings damals nur ein Lächeln geerntet. Der Zug fuhr dann ab.
Der Vater hier zeigt Flagge. Eine Familie ist wieder gefragt, die volle Verantwortung für die Kinder übernimmt. Renate Dethlefsen, Husum

Freudenbote hat gesagt…

Es ist schon mehr als erschreckend, dass verantwortungsbewusste Eltern genau in die Gefängnisse kommen, vor denen sie ihre Kinder zu bewahren versuchen. Haben wir nicht schon genug Sexualstraftäter?

Chorleiter hat gesagt…

@ Matthäsius

Vernünftig ist was man mit gewinnbarer Erkenntnis, mit ratio und emotio, zur Grundlage seines Handelns macht.
Dabei ist das Allgemeine der Erkenntnis, auch dessen Unvollkommenheit, bekannt und entwickelt sich ständig.
Die Vernunft ist nicht an ein Dogma gebunden, ist die heute zu praktizierende Freiheit und für alle gleichermaßen gültig.
Platon, Avicenna, Kant, Hegel, östliche Weisheitslehren etc geben dazu mehr her, würden aber hier zu weit führen; und einige Feststellungen dazu sind auf dieser Seite mehr als unbeliebt.
Leider auch nicht bekannt und nachvollziehbar.
Man braucht sich selbst und seine Umwelt, um Verstand zu erkennen und nach ihm zu handeln: zum Vorteil für alle, unter Zurückstellung des rein privaten Gewinns.
Grundlage ist Wissen, Erkennen, für alle.
Chorleiter

Chorleiter hat gesagt…

@ Renate Dethlefsen und Freudenbote

Ich WEISS, daß das Eingreifen des Erziehungsberechtigten hier und in dieser Art falsch ist.
Ich habe auch die häusliche Aufklärung "genießen" dürfen.
Sie meinen, daß es sich um "verantwortungsbewußte Eltern"
handelt?
Zu sich und zur eigenen Beruhigung mag das sein. Für die Entwicklung des Nachwuchses NICHT.
Ich hoffe doch sehr, daß der Exodus endlich gekommen ist, nämlich der Auszug aus Unwissenheit, Dummheit und den Fehlern der Vergangenheit.
Wer nicht die Zeichen der Zeit erkennen kann und, vor allem, nicht erkennen will, der wird früher oder später zu einer Belastung für die Menschheit, wird nur das Gute meinen aber nicht tun.
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

er WEISS :-)

Anonym hat gesagt…

"Homeschooling" - warum spricht der Verfasser nicht von Hausunterricht? Wir sind schließlich in Deutschland.
Im Übrigen halte ich nicht viel davon, häuslichen Ersatzunterricht zu erlauben. Die Eltern können ja mit ihren Kindern die von ihren Vorstellungen im Hinblick auf die Mutterrolle usw. abweichenden Punkte in angemessener Weise besprechen - früher oder später werden die Kinder ohnehin damit konfrontiert.

Freudenbote hat gesagt…

Hallo Chorleiter,

Sie schreiben in einem sehr verbitterten, verletzenden und komplizierten Stil. Leider haben Ihre Worte keine Substanz und ich kann Sie nicht im Gerigsten spüren. Es scheint Ihnen Freude zu bereiten, andere Menschen zu kritisieren.
Würden Sie sich auch im Rahmen einer Gesprächsrunde trauen, in der Sie persöhnlich anwesend und so auch zu hinterfragen und verletzbar wären, so zu aggieren?

Trapin hat gesagt…

@Chorleiter,

ich verstehe ihre Beträge als das Buhlen um Zuwendung.
Ein verletzter Mensch, von wem auch immer, der seine Verbitterung an Menschen auslässt, die Frieden mit Gott haben.
Sie können sich meines Mitgefühls versichern.

Anonym hat gesagt…

wir leben in einem staat, der mit krimineller energie harmlose bürger drangsaliert, eigene gesetze nach gutdünken missachtet und auf überhebliche und höhnische art elementare rechte ignoriert. ich schäme mich für dieses land.
t.s. bodensee

Matthäsius hat gesagt…

@ Chorleiter

Sehr gut, Sie haben sich sogar etwas damit befaßt. Aber nun kommen wir zum kniffligeren Teil.

Das Problem der Wahrnehmung ist ja, so rationell sie auch sein mag, der Winkel bzw. die Perspektive aus der wir eine Tatsache wahrnehmen. Die innere Reaktion auf unsere Wahrnehmung nennen Sie ja so nett "emotio".

Also, Person A nimmt einen Fakt wahr, reagiert innerlich und trifft als Schlußfolgerung beider eine vernünftige Entscheidung mit dem Fakt umzugehen.
Person B nimmt den selben Fakt wahr, aber aus einer anderen Perspektive, reagiert also anders und trifft ebenfalls schlußfolgernd eine vernünftige Entscheidung.
Personen C - U wollen wir nicht weiter ausführen, aber sie wissen sicher was käme, wenn ...

Wer hat nun recht?
Wer kennt die ganze Tatsache?
Wer kann objektiv bzw. "allgemein" beurteilen?
Ich? Sie?

Oder zur ersten Frage,
woran messen Sie welche Entscheidung wirklich vernünftig ist?
Alle? Keine?

Noch etwas philosophischer:
Was ist das Allgemeine?
Kann das Besondere (ich, Sie, die Dinge um uns herum...) das Allgemeine bestimmen oder gar hervorbringen?

Bis bald!

Chorleiter hat gesagt…

Als Chorleiter habe ich Umgang mit vielen Menschen. Da sollte zum Lösen von Problemen genügend Potential vorhanden sein:
Wenn also von den Anfordungen jedes Einzelnen nur Lösung R möglich ist, richtig scheint, wird sie bestimmend für mein Handeln; sehe ich auch eine bessere Möglichkeit.
Jetzt beginnt der Kampf, die Überzeugungsarbeit - ob ich von R überzeugt bin oder nicht.
Wenn das Fortbestehen, der Erfolg nur mit R erreicht werden kann: Dann ist es vernünftig, da ordne ich eigene Einsichten unter.
So kann es passieren, daß gesagt wird: Du hast den Chor gut im Griff! Und ich stehe dabei und freue ich des Erfolges der Anderen. Dabei habe ich A favorisiert.
Es wird immer schwerer, alle unter einen Hut zu bekommen, weil die Einsicht (Vernunft), etwas für den Nebenmann, für die Gemeinschaft zu tun, um ein nur in der Gemeinschaft zu bewerkstelligendes Ergebnis zu erreichen; und dieses soll nur ein Meilenstein sein, kein Endpunkt, es soll also weitergehen.
Am meisten sperren sich Leute, die sich besonders vorbelastet, besonders richtig finden, doch leider nur sich.
Wichtig ist, das ich selbst das Besondere von Entscheidungen vorlebe, sie zum Allgemeingut machen kann.
Da zählt das eigene Ich nicht.
Das Komplizierte ist hier dann die nur schriftlich, endgültig dargebotene Form.
Wie soll ich jemandes Handlung, aus dieser Sicht, gut heißen, die gegen Gesetze - von der Mehrheit beschlossen und akzeptiert - nach seinem Gutdünken verstößt, sich selbst als Herr über Wohl und Wehe aufspielt?
Gesetz ist Allgemeingut, ist der mir gegebene Rahmen. Es zu akzeptieren, umzusetzen, auszufüllen oder für mich und andere zu verbessern, meine Freiheit.
In meiner Familie gilt seit Zeiten der Grundsatz: Mit Mitleid bringt man Leute um. Darum ein klares Ja oder Nein zu allen Dingen, die für mich nachvollziehbar sind.
Deshalb bin ich in Gesprächsrunden nicht verletzbar oder reizbar, doch streitbar für meine Meinung, für Besseres, neue Erkenntnisse.
Ich strebe nicht nach Zuwendung sondern nach Lösung.
Kritik gilt nur den geschriebenen Worten, jedenfalls meinerseits, nicht den Menschen. Denen kann ich hier nicht ins Auge schauen.
Und Freude macht mir Verständigung, Gleichklang, Harmonie, Sreit, der zu etwas Gutem führt.
Schadenfreude oder Erfolgssucht liegen mir fern.
Nehmen sie nicht ihre Auffassung meiner Worte als meine Realität, ihre Deutung als mein Sein. Ich tue es auch nicht.
Was von mir als Recht erkannt wurde, ist es so lange, bis neue Erkenntnisse, berechtigter Zweifel zu etwas Besserem führen.
Ich mag den Menschen, die Menschen. Ich bin gern einer von ihnen, denn das Leben ist schön.
Ich habe für mich Frieden. Salve.
Chorleiter

Matthäsius hat gesagt…

Hallo Chorleiter,

nun hatte ich noch gar keine Zeit gefunden, auf Ihre "Antwort" einzugehen, aber ich werde sie mir jetzt nehmen.

"Wenn das Fortbestehen, der Erfolg nur mit R erreicht werden kann: Dann ist es vernünftig, da ordne ich eigene Einsichten unter."
Das ist ein sehr interessanter Satz, nachdem also Ihr höchster Wert "das Fortbestehen" ist! Das Fortbestehen Ihres Chores mag man denken, der Rest Ihrer Worte zeigen auf die Menschheit, die Gesellschaft.

"... die gegen Gesetze - von der Mehrheit beschlossen und akzeptiert ..."
"Die Mehrheit", also die mehrheitliche Meinung der Menschen einer Gesellschaft, ist für Sie der Maßstab an dem Sie Richtig und Falsch messen.

Das Fortbestehen ist sozusagen das, wofür wir leben, und die Mehrheit entscheidet welche Schritte gegangen werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

Jetzt steht natürlich die Mehrheit, in unserer Thematik das Parlament als der Gesetzgeber, der gleichen kniffligen Aufgabe wie Sie entgegen: Woher nehmen Sie Ihren Wertmaßstab?

Wenn nun das Fortbestehen unserer Gesellschaft der höchste Wert ist, dann begeht der Gesetzgeber mit der schulischen Sexualerziehung nach Ansicht jenes Vaters, vorrausgesetzt dessen Ziel ist das gleiche wie Ihres, einen Fehler.
Entspricht das nun der Wahrheit?
Nun, davon ausgegangen daß zeitgleich mit der Empfehlung schulischer Sexualerziehung 1968 die Geburtenrate in Deutschland einen Knick nach unten machte, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat (nachzulesen beim Statist. Bundesamt), wäre, mit dem Fortbestand der Gesellschaft als höchsten Wert, die Schlußfolgerung dieses Mannes, sein Kind nicht zur Sexualerziehung zu schicken, eigentlich logisch, ja sogar lobenswert!
Das müssen Sie doch zugeben...

Jetzt hat sich dieser Mann aber GEGEN einen mehrheitlichen Beschluß, der ja ihrer Meinung nach der Wahrheitsfindung dient, zu seiner Entscheidung entschlossen.
"In meiner Familie gilt seit Zeiten der Grundsatz: Mit Mitleid bringt man Leute um. Darum ein klares Ja oder Nein zu allen Dingen, die für mich nachvollziehbar sind."
Mit "zu allen Dingen, die für mich nachvollziehbar sind." lassen sie sich also die Möglichkeit offen, selbst gegen den Mehrheitsbeschluß zu handeln, wenn Sie ihn nicht nachvollziehen bzw. verstehen können, was auch sehr klug von Ihnen ist, denken wir nur an die sog. Mehrheitsbeschlüsse zu Zeiten des Dritten Reiches!
Auch zu solchen Zeiten hat das ganze Volk seiner Meinung nach "vernünftige" Entscheidungen getroffen, doch wenn wir jetzt zurückblicken, hatten wir uns ganz und gar nicht weiterentwickelt. Und wir wollen auch nicht vergessen, das auch die Nazis von sich meinten sie tuen es für das Allgemeinwohl.

Wir sehen also, das wir mit unserer Vernunft zu den verschiedensten Ansichten kommen können, gleichgültig welches unser höchstes Ziel sei. Warum?

Vielleicht ist die Vernunft des Menschen ja doch nicht verläßlich!
Und wenn doch, wessen? Wer ist der Vernünftigste? Lassen wir das die Mehrheit entscheiden? Die Folgen bei einem Falschentscheid könnten (buchstäblich) verheerend sein. Wir könnten ja getäuscht werden.
Wir könnten die Mehrheit auch über DIE VernünftigSTEN entscheiden lassen, eine Elite sozusagen. Aber was wenn die korrupt sind? Was, wenn auch nur einer oder zwei korrupt sind, oder gar werden, und keiner merkt es?
Was, wenn die ganze Elite einen Aspekt des Lebens vergißt, weil sie einfach nicht dort sind?
Wollen wir Sie einfach ab und an neu bestimmen? Was, wenn eine Entscheidung gut ist, aber das Volk es noch nicht sehen kann?
Aber ein paar müssen es doch sehen! sagen sie vielleicht! Aber denken Sie doch an die Medien, mit welcher Macht nur ein Falschdenkender mit Informationen zurechtgeschnitten die Stimmung im Volk lenken kann...

Woran messen wir Richtig und Falsch, Gut und Böse in einem Land mit so vielen Meinungen und (immer noch zu vielen) korrupten Menschen?

Bis bald

Chorleiter hat gesagt…

@ Matthäsius

Ich habe meinen festen Standpunkt, der sagt mir: Ich weiß.
Bei einigen Fragen ist reineweg stur: Mord, Haß, Dummheit.
Daß ich, für mich, von dieser Sturheit abweiche, nehme ich mir als persönliche Freiheit.
Wie Alles gibt es das Einzelne, Besondere und das Allgemeine, allgein Gültige.
Wenn man die Reaktion des Vaters in einer besonderen Lage, wie hier dargestellt, betrachtet sagt die Sturheit: Was er macht ist falsch, auch wenn die persönliche Freiheit feststellt - vielleicht -: Recht hat er.
Jetzt, für mich, das Für und Wider:
Er handelt unrecht.
Würde ich mit diesem Herrn über seine Beweggründe reden können, würde ich zu einer anderen Meinung, eventuell, kommen.
So wie meine Meinung, speziell, festgeschrieben steht, ist auch die Begründung seiner Meinung, wenigstens im Ansatz, erkemmbar.
Und da ist sie falsch.
(Auch ist hiererseits der Ast, auf dem sie sitzt erkennbar!)
Der Zweifel, so wie bei ihnen dargestellt, ist für eine vorgedacht Meinung gut. Für meine Meinungsbildung gilt die Suche nach Erkenntnis, Klarheit.
Unklarheit darf in einer Meinung sein, Zweifel nicht. (Erkennnen oder "meinen , zu erkennen)
Das Allgemeine zu akzeptierem, heißt nicht, es nicht verbesserungswürdig zu finden. Und dieses auch nicht, bei Erkennen zu ändern. Wer 5 sagt, muß 1, 2, 3, 4 vorher anerkannt haben. Wer daran zweifelt, sollte, wie in alter Zeit, 1, 2, viele sagen.
Chorleiter

Matthäsius hat gesagt…

Hallo Chorleiter,

Ich kann den Sinn dieses Satzes nicht fassen:
"Bei einigen Fragen ist reineweg stur: Mord, Haß, Dummheit."

Können Sie das anders formulieren?
Danke!

Old Geezer hat gesagt…

Offensichtlich wollte hier der Vater sein Kind aus irgendwelche obskuren Anwandelungen heraus blöd halten.

Ob er der Mär verfallen ist, das über Sex Bescheid zu wissen zu einer früheren Betätigung in diesme Feld führt oder einfach nur zu verpeint war, um die evtl. Rückfragen der Kurzen zu ertragen, sein mal dahingestellt;
Tatsache ist, da Kinder ein Anrecht auf Bildung, Information und Vorbereitung auf das was im Leben auf sie zukommt, haben und sie in den SChrank zu sperren, der definitiv falsche Weg ist.

Der Staat hat hier also unzweifelhaft das Recht a) das Kind vor der väterlichen Ingoranz zu schützen und b) selbst der Bildung von Parallelgesellschaften und somit gesellschaftlichen Brüchen und Spannungen vorzubeugen.

Old Geezer hat gesagt…

@Mattäsius:

Es ist im jedem Fall NICHT vernünftig, auf Dinge, die einem unangenehm oder umbekannt sind, mit Augen schließen, Ohren zuhalten und laut singen zu reagieren, in der Hoffnun, sie würden schon vorbeiziehen, ohne einen zu tangieren.

Old Geezer hat gesagt…

@Renate Dethlefsen:

FALLS die Eltern dann dazu in der Lage wären, könnte man darüber eine Diskussion beginnen...
...aber dann kommen Leute wie Freudenbote und beweisen, das Märchenglaube und Ignoranz viel zu verbreitet sind, um davon ausgehen zu können.
Vermutlich finden sich immer noch Eltern, die behaupten Onanie führe zu Rüchenmarksschwund oder doch zumindest zu einem direkten Weg in die Hölle...

Chorleiter hat gesagt…

Das sind, hier nur die wichtigsten, Dinge des Lebens, die ich möglichst weit von mir weise, für die ich keine Nachsicht habe.
Für Opfer und Täter bin ich trotzdem ansprechbar: Beginnend mit großer Vorsicht und nur bei unbedingtem Bedarf, Aussicht auf Lösung/Besserung.
Das Leben ist ja so trügerisch. Und ich werfe meine Probleme nicht über eines anderen Schulter.
Schriftlich bin ich da anders veranlagt.
Chorleiter

Old Geezer hat gesagt…

@Mattaesius:

""Die Mehrheit", also die mehrheitliche Meinung der Menschen einer Gesellschaft, ist für Sie der Maßstab an dem Sie Richtig und Falsch messen."

Also, zumindest ist diese Mehrheit ein realer Fakt in und mit dem der Nachwuchs leben muß, und aus dem er sich aller Wahrscheinlichkeit nach später auch seine Partner aussuchen wird;
der 'Rest' sind auf sehr schwachen Beinen stehende Einzelansichten (fast alle davon werden sich als Fiktionen herausstellen), die auf das spätere Leben des Kindes kaum Einfluß haben werden, also mit Fug und Recht zurückzustehen haben.

Old Geezer hat gesagt…

@Matthäsius:

"Geburtenrate"

...die fällt auch in Ländern mit vergelichbarer politischer und wirtschaftlicher Situation, die keinen oder anderne Sexualkundeuntericht anbieten...

Aber es ist ein gutes Beispiel für vernünftiges HAndeln:
In der Erkenntnis, daß wir in einem endlichen System leben, und daß kein Gott uns in absehbarer Zeit eine Zweit-Erde oder ein Paradies unbegrenzter Ressourcen zur Verfügung stellen wird; ist es klug etwas hauszuhalten und und die Zahl der Konsumenten eben jener Ressourcen kleinzuhalten...

-> Geburtenrückgang = gut und richtig!

Matthäsius hat gesagt…

Hallo Chorleiter

"Daß ich, für mich, von dieser Sturheit abweiche, nehme ich mir als persönliche Freiheit."
Aha, das bedeutet also, wenn SIE zu der vernünftien Ansicht kommen, denn auf IHRE Vernunft ist ja Verlass, dann ist das etwas Anderes...

"Würde ich mit diesem Herrn über seine Beweggründe reden können, würde ich zu einer anderen Meinung, eventuell, kommen."
Das ist eine sehr lobenswerte Einstellung, die Sie mir gleich noch etwas sympatischer macht.
Aber ich muss Sie warnen: Ich habe nun in der Zeitung gelesen, das der Mann wegen seines christlichen Glaubens den Untericht verweigert hat. Der Mann hat also etwas, was Sie nicht haben: einen absoluten Wertmaßstab!
Damit ist er in der Lage sich ein Urteil zu bilden über die wichtigen Dinge des Lebens, Familie, Bildung, Staat, Politik usw., und er hat eine objektive Perspektive. Nicht weil er selbst sie hätte, nein, weil er einen Maßstab hat, an dem er mißt. Er weiß was Richtig und Falsch ist, und, wenn er sich etwas mehr damit beschäftigt hat, auch warum.

Chorleiter, das wird mein letzter Kommentar zu diesem Thema an Sie sein, aber ich freue mich schon Sie bei den nächsten interessanten Nachrichten zu treffen und wieder bzw. weiter zu diskutieren.

Bis bald

Matthäsius hat gesagt…

Hallo Old Geezer,

Es freut mich, daß auch Sie sich noch haben reizen lassen, Ihre Kommentare (wenn auch etwas undurchdacht) hier zu veröffentlichen.

Gerne hätte ich mich nun auch noch mit einem Naturalisten wie Ihnen, der paradoxerweise auch noch an den Kommunismus zu glauben scheint, auseinandergesetzt.
Aber leider habe ich dieses Wochenende keine Zeit mehr dazu, und so werden wir damit wohl auf die nächsten Nachrichten warten müssen...

Aber, ich bin schon mal froh, daß Ihre Mutter damals noch nicht Ihrer heutigen Erkenntnis gekommen war ("...die Zahl der Konsumenten eben jener Ressourcen kleinzuhalten...", "Geburtenrückgang = gut und richtig!"), und ich Sie so doch noch kennenlernen konnte!

Schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal!

Freudenbote hat gesagt…

Artikel 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich

Das ist die Theorie. Und wie sieht es mit der Praxis aus?

Gino hat gesagt…

Gino würde nach den interessanten Schriften sagen:
"War einst ein schüchtern Bürschelein
bin`s eigentlich noch immer.
Klopf manchmal forsche Sprüchelein
drum glauben`s manche nimmer.
Was einmal war, was heute sei,
im Grunde ist es einerlei.
Wer sich des Lebens freut, zufrieden ist,
darf glücklich sein und Optimist."
leider von unbekannt

"Ich halte alle Menschen für nett, höflich und intelligent. Aber nur so lange, bis sie mich vom Gegenteill überzeugt haben!"

Was sagt das Grundrecht:

Zur Einflußnahme der Bekenntnisse
auf andere Menschen? Wann werden diese strafrechtlich relevant?

Darf Dummheit, die anderen nicht schadet, privat dumm bleiben?

Wie weit darf mein Bekenntnis das Grundrecht negieren, seinen Aussagen widersprechen?

Muß ich mich erst erschießen lassen, um zu beweisen, daß der andere der schlimme ist?

usw. usf.

Wo ist die Grenze des notwendigen Verständnisses?
Wie weit geht Freiheit?
Ein weites Feld.
Bestellen wir es.
Gino

Old Geezer hat gesagt…

@Matthäsius:

Ein Urteil ist nicht objektiver als der Maßstab, anhand dessen es gefällt wird!

Wir haben einen gesellschaftlichen Konsens über Werte, auf die man sich halbwegs einigen konnte, und anhand dessen wurde der Lehrplan erstellt und urteilte das Gericht; der Vater hat offenbar einen anderne Maßtab, der willkührlich gewählt ist und offensichtlich von einer deutlich kleinerne Fraktion der Gesellschaft akzeptiert wird.

...augenscheinlich ist also des Vaters Beschluß keineswegs 'objektiv'.

Old Geezer hat gesagt…

@Mattäsius:

Wie kommen Sie darauf, daß ich an "den Kommunismus glaube" (Ist das ein Galaubenskonzept???)

Aber zum Zeitpunkt meiner Geburt war diese Land noch im Aufbau, und die Warner vor Umweltzerstörung und Klimawnadel, Welthunger und Ressourcenerschöfung einzelne Rufer in der Wüste.

Insofern muß man heute die Reproduktionsbemühungen der MEnschen mit andern Maßstäben messen.

Old Geezer hat gesagt…

@Freudenbote:

Warum fragensie...

...dieses Recht gilt für den Vater und SEINE PERSÖNLICH Überzeugung eben so wie für das Kind, und DESSEN PERSÖNLICH Überzeugung - und dieses Kind hat auch ein Anrecht darauf, eine eigene Haltung zu entwicklen, auch wenn diesen nicht mit der des Vaters übereinstimmen sollte, ebenso wie der Vater das Recht hat, eine von der seiner Mutter abweichende Ansicht zu pflegen.

Old Geezer hat gesagt…

@Freudenbote:
...wobei ich das präsizieren muß;
Es geht hier doch wohl um den normalen schulischen Sexualkundeunterricht im Rahmen der Biologie, und da werden weder Überzeugungen noch Lebensvorstellungen behandelt (AFAIK), sondern eigentlich nur FAKTEN aus Medizin, Entwicklungsphysiologie und Vererbung, also ncihts maß mit den Ansichten des Verters kollidieren sollte, wenn er nicht von ganz weit hinterm Mond kommt.

Anonym hat gesagt…

Die aufgabe des states ist es Kinder vore dummhaltung zu schützen.

Freudenbote hat gesagt…

Lieber Anonym,

Was Rechtschreibung und Grammatik betrifft, bin ich auch für den Schulzwang. 5 Fehler in einem Satz, das tut schon weh.
Das Ammenmärchen, dass der Staat uns vor Gefahren schützt, hat bei mir keine Wirkung mehr.
Die Verrohung der Gesellschafr und Verführung der Kinder, hin zu immer früheren Sexualpraktiken, macht mich traurig. Da vermisse ich den Schutz des Staates schon lange sehr.

Chorleiter hat gesagt…

Lieber Freudenbote, es gibt immer ein Geben und ein Nehmen, ein Aktiv und ein Passiv.
Wenn das mit dem Wort "muss" im Zusammenhang passiert, ist es zu 99,9% nichts Gutes.
In der Gesellschaft erlebe ich oft, dass Gutes und Logisches nicht übernommen wird, da Anderes bequemer ist, im Augenblick langt und reicht und mehr eigenen Vorteil bringt. Für die weitere Entwicklung und die Zukunft kann es aber störend, behindernd, verhindernd sein.
Ob mit Gott oder Vernunft gehandelt wird: Der Mensch ist ein soziales Wesen, dem Tier sehr ähnlich, ketzerisch gesagt, seine Fortentwicklung, Vollendung. Er lebt. Er kann und sollte sich, sein Umfeld, kurz, alles bewusst gestalten: annehmen oder ändern.
Er kann Voraussehen; perfekt oder fehlerhaft.
Die einen vertrauen auf Gott, die anderen auf ihre Erfahrung als Lebenskompass.
Seinen Weg und seine Erfahrung zu finden heißt nicht, ein anderer findet sie ebenso.
Wenn ich helfen kann, dann helfe ich dem Anderen, zu dessen Vorteil; nicht, um gleichermaßen gesellschaftlich zu punkten.
Nicht vergessen: Wir sind das Volk, wir sind der Staat.
Sind wir wieder am Anfang: Wer bereit ist, viel zu geben, weil er es kann, sollte nicht auf viel nehmen können reflektieren.
Die Größe des Platzes in der Gesellschaft, den ich beanspruche, sollte meinen Möglichkeiten, meiner Bedeutung angemessen sein. Ich kann um ihn kämpfen, ich kann ihn dulden. Manchmal engt er meine Bewegung ein. Dann hilft das nächst Kapitel:
Kompromiss.
(Da gäbe es zuerst eine vertrackte Frage.)
Einen schönen Sonntag wünscht der Chorleiter