Sonntag, 27. September 2009

1000 Kreuze für das ungeteilte Recht auf Leben


Mehr als 1.300 Lebensrechtler haben am 26. September 2009 in einem Schweigemarsch 1.000 weiße Holzkreuze durch die Berliner Innenstadt getragen, um gegen Abtreibung und für das Leben zu demonstrieren. Der vom Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL) organisierte „Marsch für das Leben“ begann mit einer Kundgebung am Roten Rathaus und führte zur St. Hedwigskathedrale, wo ein Ökumenischer Gottesdienst gefeiert wurde. Grußworte an die Lebensschützer richteten u.a. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff, der EU-Parlamentarier Martin Kastler (CSU) sowie der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky und der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber.

Der am Morgen neu gewählte BVL-Vorsitzende, der Bonner Journalist und Publizist Martin Lohmann, zeigte sich erfreut über die laut Polizeingaben im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich stärkere Teilnahme am Marsch. Unter dem Motto „1.000 Kreuze in die Spree“ störten etwa 400 Gegendemonstranten der vornehmlich linken Szene von Antifa über Linkspartei bis Pro Familia den Schweigemarsch mit Trillerpfeiffen und lautem Geschrei. Dem starken Polizeiaufgebot war es zu verdanken, dass größere Zwischenfälle ausblieben. Den Gegenern des Lebensschutzes gelang es daher lediglich, ein Dutzend Kreuze zu entwenden und in die Spree zu werfen.

„Wer schreit, hat nichts zu sagen!“, meinte Lohmann zu den Gegendemonstranten. „Wir Lebensschützer haben viel zu sagen und sind tolerant: Wir sind gewaltfrei für das Leben und wünschen eine Gesellschaft, die mehr Respekt hat vor der Unantastbarkeit der Menschenwürde und dem Leben von Anfang bis Ende. Wer das Leben schützt, sorgt für Humanität und Solidarität in Deutschland“, so der BVL-Vorsitzende.

Quelle: Bundesverband Lebensrecht

Kommentare:

Renate aus Husum hat gesagt…

weiter so - eintreten für das Leben - Großer GOTT, wie loben dich ---

Gino hat gesagt…

Dazu kann ich nur sagen lassen:
"Wenn nicht geschieht, was wir wollen, so wird geschehen, was besser ist."
Und das ist, leider, von mir nur abgeschrieben, und zwar von einem gewissen Martin Luther. Hoc!

Anonym hat gesagt…

Radiosendung zum Thema:
http://www.vaeterradio.de/2009/vr10-09.mp3

Marsch für das Leben
Frauenrechte kontra Lebensrechte

Die Fristenreglung mit Zwangsberatung der Mütter bezüglich der Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung hatte der Bundestag 1993 beschlossen, die Entscheidung allerdings allein der Mutter überlassen. Väter können ihre Kinder gegen den Willen der Mütter nicht schützen.

Diese Gesetzesänderung mit Beratungszwang sollte Schwangerschaftsabbrüche statistisch zurückdrängen, das Gegenteil ist allerdings der Fall. Aus diesem Grunde haben etwa 1000 Lebensschützer am 26. September mit 1000 weißen Kreuzen auf die täglichen Abtreibungen im Lande aufmerksam gemacht. Mittlerweile ist diese Aktion eines Schweigemarsches schon zur Tradition geworden. Verschiedene Organisationen unterstützen den Bundesverband "Lebensrecht" dabei.

Ein Aktionsbündnis von Antifaschisten, Feministen und pro familia hatten zu einer Gegendemonstration aufgerufen. 1000 Kreuze in die Spree war ihre Antwort auf den Schweigemarsch für das Leben. Probleme lassen sich allerdings nicht durch eine "Abtreibung" in die Spree lösen.

Problematisch sind die Ausgrenzung der Väter bezüglich der Entscheidung für oder gegen die Kinder, die wirtschaftlichen Interessen an abgetriebenen Kindern für Forschung, Medizin und Kosmetik, und die Gefühle nach einer Abtreibung.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Väter können ihre Kinder gegen den Willen der Mütter nicht schützen"

Väter sind ja auch die, die sich zu 90% NICHT an der Kinderaufzucht beteiligen, und die KEINERLEI Nachteile dadurch haben (denen bleiben ihre Rentenansprüche, und wenn sie ein paar Jahre später die Mutter ihrer Kinder gegen ein jüngeres, unbelastetes Modell eintauschen, raffen sie sich auch maximal alle 2 Wochem aml auf, am Wochenende Papi zu spielen - kurz gesagt, die haben gut reden, können sie doch ihre Bestimmung (Fortpflanzung) ohne Konsequenz erfüllen.

"Diese Gesetzesänderung mit Beratungszwang sollte Schwangerschaftsabbrüche statistisch zurückdrängen"

Warum sollte sie?
Aus dieser Annahme spricht die durch keinerlei historische Realität gestützte Vermutung, Frauen ließen sich durch Strafandrohungen von Abtreibungen abhalten.
Aber dem ist nciht so: auch unter Androhung von Todesstrafe und bei Sterblichkeitesrate von 20%, 30% durch die Abtreibung selber, wurden diese trotzdem vorgenommen.

"die wirtschaftlichen Interessen an abgetriebenen Kindern für Forschung, Medizin und Kosmetik [...]"

Eine weit hergeholteBehauptung, wenn man die geringen Mengen, das hohe Risiko für den Ruf und die weitgehende Illegalität dieser Handlungen einbezieht.

Der-von-heute hat gesagt…

Stammzellen-Verfahren ohne Embryos beschleunigt

Alternative ist 200 Mal effektiver und doppelt so schnell

La Jolla (pte/19.10.2009/10:05) - Wissenschaftler des Scripps Research Institute http://www.scripps.edu haben ein neues Verfahren zur drastischen Erhöhung des Ertrags von Stammzellen aus adultem Gewebe entwickelt. Dabei handelt es sich um einen konkreten Fortschritt bei der Herstellung großer Mengen von Stammzellen ohne den Einsatz von Embryos. Mit Hilfe von drei Wirkstoffen gelang es dem Team um Sheng Ding, das Verfahren 200 Mal effektiver und doppelt so schnell zu machen. Details der Studie wurden in Nature Methods http://www.nature.com/nmeth veröffentlicht.

Die einen forschen, die anderen beten; die einen haben Erfolg, die anderen glauben, welchen zu haben.

Für Realität ist es nie zu spät, mit dem anderen ist es ein Kreuz.