Donnerstag, 23. Juli 2009

Neues Mediengesetz in Litauen verabschiedet/Jugendmedienschutz verbessert

Vilnius (kathnews). Das litauische Parlament hat jüngst ein neues Mediengesetz verabschiedet, das vor allem Kinder und Jugendliche vor negativen medialen Einflüssen schützten soll. So wird es ab März 2010 verboten sein, positive Berichte über Gewalt, Kriminalität und Glücksspiel in den Medien zu verbreiten. Ferner sollen Berichterstattungen verboten werden, die positiv auf Themen wie Homosexualität, Bisexualität und Polygamie eingehen. Dies berichtet der Deutschlandfunk auf seiner Internetseite. Wer sich in Zukunft positiv über diese nicht-traditionellen Lebensformen äußert, wird mit bis zu 1.500 Euro Geldstrafe zur Kasse gebeten.

Proteste gegen das neue Gesetz kommen besonders aus Reihen der litauischen Schwulenliga sowie von Organisationen wie Amnesty International. Kritiker warnen unter anderem davor, dass das Gesetz zu katholisch sei. Trotz verschiedener Proteste steht dem Inkrafttreten des Mediengesetzes wohl nichts im Wege. Bei der entscheidenden Parlamentssitzung votierten insgesamt 87 Abgeordnete für das Mediengesetz, lediglich sechs Parlamentarier sprachen sich dagegen aus.

Einer der Befürworter des Gesetzes ist Valentinas Mazuronis von der Partei „Ordnung und Gerechtigkeit“. Gegenüber dem Deutschlandfunk betonte er, warum das neue Mediengesetz notwendig sei: „Ich bin gegen Diskriminierung. Aber ich bin auch gegen Gruppen, die anderen Menschen ihren Lebensstil diktieren und unsere Kinder verderben wollen. Wir sind ein kleines Land und müssen unsere traditionellen Werte wie Ehe, Familie und die Liebe zur Heimat schützen. Sonst wird Litauen als Nation verschwinden.“

Litauen ist der südlichste der drei baltischen Staaten. Das Land ist seit Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Etwa 80 Prozent der litauischen Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. Nur circa vier Prozent hingegen sind Mitglied einer orthodoxen Gemeinschaft. Litauens Hauptstadt ist Sitz des Apostolischen Nuntius für die Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Quelle: Kathnews

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Klasse Bananenrepublik - feinste Bigotterie. Das nenne ich mal echte Demokratie - die Diktatur der Mehrheit.

Rainer hat gesagt…

"Wer sich in Zukunft positiv über diese nicht-traditionellen Lebensformen äußert [...]"

Was für ein lächerlicher Quatsch! Ganz im Gegenteil: Homosexualität oder Polygamie SIND "traditionelle" Lebensformen! Unsere Form der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist hingegen eine relativ "neue" Erscheinung.

"Aber ich bin auch gegen Gruppen, die anderen Menschen ihren Lebensstil diktieren [...]"

Widersprüchlicher geht es wohl kaum noch ...
Herr, lass Hirn regnen!

Paul Herzog von Oldenburg hat gesagt…

Lieber Rainer, haben Sie schon das gelesen? http://fokusfatima.blogspot.com/2009/03/erzbischof-von-riga-homosexualtitat-ein.html

Chorleiter hat gesagt…

Wenn man von einem Menschen, der das, was er sagt nicht vorlebt, etwas zur Kenntnis nehmen soll, kann man auch mit einem Blinden das Spiel: Ich sehe was, was du nicht siehst! spielen.
Was dieses Interview bietet ist
blanke Kirchenpropaganda.
"Sie sehen sich gezwungen, entweder zu ihrem Vorgesetzten zu halten oder aber bestenfalls still zu sein und Gleichgültigkeit an den Tag zu legen, auch wenn sie in tiefster Seele nicht mit ihm einverstanden sind.“
Und in der Religion ist das anders?
Ach ja, da ruft man: Hosianna! Damit es nicht so bemerkt wird.
Ihr habt eure Glaubwürdigkeit verloren, als ihr zu Römischer Zeit Christen zu Soldaten machtet!!! Wer einmal lügt...
Chorleiter

Old Geezer hat gesagt…

Erschüttern, daß sich innerhalb Europas solch bigotte und unterdrückerische Gottesstaaten etablieren können, ...ist fast wie im Iran!

Litauen verhält sich real.. hat gesagt…

..die Litauer sind hier wohl keineswegs realitätsfremd Homosexuelle beschweren sich im übrigen auch gegen die Ergebnisse von Tierversuchen und unterscheiden sich damit auch nicht viel von den Gegnern der Evolution - was mit "traditioneller Lebensform" wenig zu tun hat..

..Homosexualität und das Töten der eigenen Kinder sind nach solchen Versuchen mit Ratten und Mäusen schlichtweg das Ergebnis einer zu hohen Populationsdichte..einer Überbevölkerung..eine Folge von nicht artgerechten Umweltbedingungen der liebe Gott hatte den vielen kleinen Schwulen und Lesben also keine artgerechten Freiräume bei der Entwicklung gelassen..

...nachlesbar in P.G.Zimbardo Psychologie 4.A. vom Springer-Verlag wobei neuere Auflagen andere Inhalte haben, das Buch ist später an die intellektuell niederen stupideren Bedürfnisse der deutschen Hochschulprofessoren angepaßt worden...

..kalte Duschen und Sicherheitsdatenblätter statt Insulin und Alzheimerzwangsjacken:

ftp://www.dreiaffenimrheinlahnkreis.de

..was sollte an Glücksspiel oder biopsychologischen Fehlentwicklungen denn positiv sein..?

666 hat gesagt…

Ich kann nur hoffen das solche rückständigen Ansichten/Gesetze hier niemals kommen werden !