Sonntag, 19. April 2009

Kommentar zum Vertrag mit Providern zur Sperrung von Kinderpornographie-Seiten im Internet


Ursula von der Leyen nach der Vertragsunterzeichnung gemeinsam mit den Vertretern der Internetprovider



Der 17. April 2009 wird in die Geschichte als ein besonders erfreulicher Tag eingehen, denn endlich hat man es geschafft, eine Regelung zu finden, die die Kinderpornographie im Internet begrenzt.

Internetseiten mit kinderpornografischen sind künftig nicht mehr ohne weiteres von Deutschland aus erreichbar. Dies soll ein Vertrag bewirken, den die fünf größten Internetzugangsanbieter (Provider) mit dem Bundeskriminalamt (BKA) geschlossen haben.

Es ist aber wichtig, daß dies erst der Anfang eines umfassenden Jugendmedienschutzes im Internet ist.

Das Internet war von Anfang an eine große Gefahr für Kinder und Jugendliche. Doch mit dem Aufkommen des sog. Web 2.0 scheinen alle Dämme des Anstandes und der Moral gebrochen zu sein. Das Web 2.0 erlaubt das Hochladen von Videos mit allen möglichen Inhalten. Darunter befinden sich auch viele Videos mit Pornographie und extremer Gewalt.

In Deutschland ist es verboten, solche Videos Minderjährigen zugänglich zu machen. Doch viele Internetseiten, die das Hochladen zulassen, die sog. Streamer, sind im Ausland gehostet.

Es ist wichtig, daß auch diese Internetseiten nicht mehr zugänglich sind. Sie sind in der Tat nach deutschem Recht illegal, weil so gut wie keine Alterszugangsbeschränkungen eingerichtet sind.

Das muß nun das nächste Ziel deutscher Politik werden.

1 Kommentar:

Old Geezer hat gesagt…

In ihrem vorletzten Satz erhaschen Sie einen Hauch der REalität, aber ansonsten wiederholen Sie hier die übliche Jubelpropaganda und groben Unfug:

Die 'Moral' ha sich zwischen Usenet und Web 2.0 kein bischen geändert - ledigliche die technische Repräsentation und die öffentliche Wahrnehmung.
Schon in dne 80ern wurden uuenoded Dateien umhergeschickt, und das Medium interessiert sich nicht dafür, ob es wissenscahftliche Aufsätze oder faschistische Propaganda, Astofotographien oder Kinderpornos sind.

Ob irgendwelche dieser Daten - damals wie heute - irgendeinen negativen Einfluß auf sie wahrnehmende Kinder oder Jugendliche haben, ist nach wie vor völlig unbestätigt - aber hierbei geht es ja auch um das was im Vorfeld (also bei der Produktion) mit den Opfer geschieht.

Selbstverständlich ist sind Kinderpornographische Seiten nachwievor völlig problemlos erreichbar, weil die allermeisten entweder überhaupt nicht in diesem Index auftaucehn, weil unbekannt, unangezeigt, oder nicht schnell genug erfaßt; oder weil man als Benutzter aus verschiedensten Gründen prinzipiell alternative DNS-Server benutzt, oder weil das Material selbst auf andernen Wegen (und wenn es ganz profan DVD per Snailmail ist) an den Konsumenten kommt, und online nur ein harmloses Chatforum zu sehen ist, etc, usw., pp.
Diese ganze Aktion ist nur ein hochpeinlicher Versuch der Augenwischerei, der niemanden Schützt, aber soweit Aktionismus vortäuscht, daß man tatsächlich sinnvolle Mittel (wie z.B. Strafverfolgung der Produzenten) schleifen lassen kann.
Den Opfer der Kinderpornographie wird hier
mit ein Bärendienst erwiesen!

Zudem wird eine unkontrollierte, nichtlegalisierte Zensurinstanz eingerichtet - das mag für Sie als Fundamantalisten, aber immer noch im Rahmen des Mainstream harmlos erscheinen, aber wenn Sie sich tatsächlich so von Medien und Politik verfolgt wähnen wie Sie hier immer vorspiegeln, so sollte Sie das bedenklich stimmen.