Dienstag, 7. April 2009

Hessische SPD polemisiert gegen Kongreß für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg

(MEDRUM) Jetzt hat sich der SPD-Landespolitiker Thomas Spiess wegen des Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge mit einer Anfrage an die hessische Landesregierung gewandt. Darin wird unterschwellig der Vorwurf homosexuellenfeindlicher Aktivitäten gemacht.

Thomas Spies forderte dazu auf, einen diskriminierungsfreien Umgang mit Homosexualität in Landeseinrichtungen sicherzustellen. Er erklärte: „Die Landesregierung muss sicherstellen, dass es in Landeseinrichtungen nicht zu diskriminierenden Äußerungen über Homosexuelle kommt. Die Zeiten, in denen Homosexuelle als ‚krank' bezeichnet wurden, sollten endgültig vorbei sein." In einem weltoffenen toleranten Hessen dürfe für diskriminierende, homosexuellenfeindliche Aktivitäten kein Platz sein, so Spiess. In der SPD-Mitteilung heißt es weiter, dass beim Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge auch Referenten auftreten würden, die Homosexualität als krankhaft einstufen.

Zuvor hatten die hessischen Grünen ihre Entschlossenheit bekräftigt, ihre Aktion gegen den 6. Kongreß für Psychotherapie und Seelsorge und zwei Vortragsveranstaltungen in Marburg fortzusetzen. Sie bezeichneten den Kongress als "Homophobie-Kongreß" und warfen insbesondere der Referentin Christl Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) vor, sie polemisiere gegen Lesben und Schwule.

Mit Verwunderung stellte die Sprecherin das DIJG auf Anfrage von MEDRUM zu den Vorwürfen fest:

"Die Ablehnung von Homosexuellenfeindlichkeit ist pure Selbstverständlichkeit und ist Grundlage unserer gesamten Arbeit. Diskriminierung von homosexuellen Menschen lehnen wir ganz entschieden ab. Da lassen wir uns von Herrn Spieß auch nicht um den Bruchteil eines Millimeters übertreffen. Beim Vortragsthema der DIJG für den jetzigen Kongress geht es allerdings überhaupt nicht um Homosexualität, sondern um die Fragen der menschlichen Identitätsentwicklung und darum, dass zu diesem Thema durch Christl Vonholdt dort wie geplant vorgetragen werden kann. Herr Spies ist möglicherweise ein Opfer der Rufmordkampagne geworden, die der Lesben- und Schwulenverband sowie die Landesmitgliederversammlung der Grünen gegen uns losgetreten hat.

Es ist jedenfalls sehr schade, dass sich Herr Spiess nicht bei uns informiert hat, bevor solche rufschädigenden Behauptungen in die Welt gesetzt wurden, beim Kongress würden Referenten auftreten, die Homosexualität als krankhaft einstufen. Die Zeiten, in denen die Politik diffamierende Behauptungen in die Welt setzt, sollten auch in Hessen längst vorbei sein. Wenn Herr Spiess und die hessische SPD Weltoffenheit und Toleranz glaubwürdig für sich in Anspruch nehmen wollen, dann müssen sie dies auch dadurch beweisen, dass sie sich für die Freiheit der Wissenschaft und eine kritische Auseinandersetzung mit Fragen einsetzen, die dem wichtigen Diskurs über die Identitätsentwicklung des Menschen gewidmet sind. Stattdessen beteiligt sich Herr Spieß und die SPD durch diffamierende Äußerungen an Aktivitäten, die Denk- und Redeverbote für einen Kongreß erteilen wollen.

Wir können dies nur sehr bedauern und laden Herrn Spiess herzlich ein, sich von unserer Arbeit ein zutreffenderes Bild zu verschaffen. Er sollte sich nicht zum einem willfährigen Instrument von lobbyistischen Interessen und ihrer Desinformationskampagne machen lassen. Dadurch schadet er der Sache, seiner Glaubwürdigkeit und der Glaubwürdigkeit der Politik seiner Partei. Wir sind offen für Kritik und respektieren andere Auffasssungen, lehnen aber Verunglimpfung unserer Arbeit und Mitarbeiter als Mittel der geistigen Auseinandersetzung ab. Es wäre sehr zu wünschen, wenn ein solches Verhalten nicht weiter Schule machen würde."


Wie MEDRUM weiter erfuhr, hatten sich auch die hessischen Grünen nicht beim DIJG über den geplanten Vortag und die vertretenen Auffassungen informiert.

Quelle: Medrum

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dieser Politiker kann nur als krank bezeichnet werden.Er ist wie eine Pest für die Gesellschaft.

Chorleiter hat gesagt…

Es gab mal einen, der sagte: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichte."
Leider hat das Leben für gleiches Denken nicht immer die gleiche Strafe, aber man kann ja mal daran glauben.
Chorleiter

Wolfgang Adler hat gesagt…

...wer ist eigentlich dieser Chorleiter,...ist er ein Meinungszwitter?

Wolfgang Adler hat gesagt…

Spiess hin, SPD her, die “Linken“ sind sich in ihrem inneren Kern alle darüber einig, dass unsere heilige Kirche in der Verdammnis zu versinken hat. Dabei hat die evangelische Kirche (..ich bin selbst Protestant..) noch gar nicht bemerkt, dass sie sich an einer falschen “sooo
s o z i a l e n Partei“ anhängt. Und übrigens, ich hätte noch so viel mich mit einem anderen Mann einlassen können. Wir hätten bestimmt nicht eine so wunderbare Tochter wie die meine/unsere, in die immer mehr und mehr gottlosere Welt ohne Werte setzen können. Und, selbstverständlich bin auch ich gerne lesbisch... ich liebe meine Frau seit über 43 Jahren und das ist gut so!!

Chorleiter hat gesagt…

Der Chorleiter hat seine Meinung, liest viel und macht gern lustige Sachen. Er hat sich gewisse Normen zu eigen gemacht, die er auch einmal, wenn es der Sache dient, im Augenblick vergessen kann, um ein Ergebnis nicht zu gefährden. Das läßt auch mal eine andere Meinung scheinen und wird daher liebend gern ins Gegenteil verzerrt. Vor allem kommen die meisten nicht mit dem Forte des Vortragens zurecht.
Ich achte glaubende Menschen wie meinen Glauben, doch habe ich ein schnüffelndes Mißtrauen gegen Demagogen, Agitatoren, Sterndeuter und andere Eiferer; und Trittbettfahrer.
Leider wird mir meine Meinung zu oft mit Sachen belegt, die sie zu irgendeines Gunsten drehen sollen. Ich bin kein Hund. Ich springe deshalb nicht auf jeden abgenagten Knochen oder Kläffe rum.
Und zuletzt: Ich habe auch oftmals gleiche Ansichten wie andere. Tja, da staune selbst ich, wenn ich es erkenne; das schafft Freude.
Ich will mein Ziel, vertrete es;
direkt wie indirekt. Für manchen vielleicht auch mal nicht erkennbar. Sorry.
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

Chorleiter ist ganz bestimmt ein lieber Mensch, ein sehr lieber Mensch. Bin aber auch fest davon überzeugt, dass Freud viel Freude mit Ihm heute hätte. Er ist ganz einfach auf seinem suchenden Weg etwas in die Finsternis geraden. Ihm ist aber auch (noch)zu helfen, denn dies sucht er gerade zu!! Wer hilft Ihm dabei?

www.adler-im-fels.de

Anonym hat gesagt…

Eben 20 Uhr 25 online geschaltet. Mein Name ist nicht Anonym, sondern Wolfgang Adler. Sorry, kann mal passieren, ich stehe für das was ich tue oder auch nicht tue !!

Chorleiter hat gesagt…

Danke für das Hilfsangebot, doch um mich herum ist es hell genug.
(Aber nicht, weil heut Vollmond ist.) Außerdem sehe ich gut.
Die gesagten Worte von Ihnen klingen ähnlich denen, die mir beim Studium von der FDJ-Leitung vor die Füße geworfen wurden, als ich wieder einmal meine eigene Meinung hatte und zwar zum Buch "Die neuen Leiden des jungen W.". Und diese hatte ich als Artikel an die Wandtafel gezwackt. (Internet war noch nicht.) Er unterschied sich von den anderen Artikeln.
Was mir zu denken gibt: Wieso wollen mir unbekannte Leute unterschielichster Art so viel Hilfe zukommen lassen? Und dazu noch in einer Art, wie ich diese nicht mag?
Na gut. Ein Teil der Leute ist schon nicht mehr auf ihrem Hilfeposten.
Wenn sich Leute von mir auf den Schlips getreten fühlen, ist es mir relativ egal, ob er rot oder schwarz ist.
Ob hier geschrieben oder auf der Straße von anderen zur frohen Botschaft gedrängt, kann ich nur wiederholen: Dazu fehlt mir der Glauben.
Sie schreiben:
"Wir hätten bestimmt nicht eine so wunderbare Tochter wie die meine/unsere, in die immer mehr und mehr gottlosere Welt ohne Werte setzen können."
Richtig wäre gewesen, Sie hätten von "gottlosen Werten" gesprochen.
Wir haben keine "Welt ohne Werte".
Wenn Sie keine finden, dann suhen Sie sich Hilfe. Doch nicht bei den Leuten, die Sie nur im Glauben bestärken, das Jenseits hätte welche.
Schade. Nicht ein Satz zum ursprünglichen Post. Dabei hätte ich noch so viele Fragen. Doch ich warte erst einmal die Antworten oder Nichtantworten zu Fragen bei anderen Posts ab.
Chorleiter

Wolfgang Adler hat gesagt…

Alle diese Chorleiter in unserem Land, werden mehr und mehr. Sie sonnen und aalen sich in Ihrem vermeindlichen intelektuellen Geschwafel und merken dabei nicht, dass Sie dabei nichts, aber auch rein gar nichts bewegen. Am Wenigsten sich selbst ausser, dass Sie von einem Ufer zum anderen schwimmen, in der Hoffnung sich endlich selbst zu finden, bei dann eventuellem kräftigem, nachhaltigem und tosendem Applaus der Umherstehenden zur Befriedung und Anerkennung des eigenen EGO! So, nach dem Motto; hat denn keiner gemerkt welch Geistesgenie ich bin,...ich kann zwar nicht mit Hammer und Sichel,..tschuldigung,..mit Hammer und Nagel umgehen, aber mit meinen grauen Windungen bin ich in der Lage Euch Menschenkinder und die Welt in eine Bessere zu führen.

Wolfgang Adler

Chorleiter hat gesagt…

Lieber Herr Wolfgang Adler!
Heute ist ein Feiertag und der ist mir heilig.
Ich wünsche Ihnen und den Ihren ein frohes Osterfest.
Mit Freundlichkeit im Herzen und einem Lächeln auf den Lippen,
der Chorleiter

Old Geezer hat gesagt…

@Wolfgang Adler:
"die “Linken“ sind sich in ihrem inneren Kern alle darüber einig, dass unsere heilige Kirche in der Verdammnis zu versinken hat. Dabei hat die evangelische Kirche (..ich bin selbst Protestant..) noch gar nicht bemerkt, dass sie sich an einer falschen “sooo
s o z i a l e n Partei“ anhängt"

???
Die Linken Parteien haben in der Regel eine starke Basis bei den nichtorganisierten Christen.
Sicher haben diese Laien oft Probleme mit der Amtskirche, aber der Tenor ist eher, selber den Glauben zu leben und ihn oder ihre individuelle Interpretation davon) weniger anderen aufzudrängen.

Old Geezer hat gesagt…

@Wolfgang Adler:

Schön, daß Sie uns wiedermal bestätigen, wie gering das Suchen und Denken unter (fundamantalistischen) Christen angesehen ist...

Chorleiter hat gesagt…

Werter Herr Wolfgang Adler,
ich bleibe kaum einer Antwort schuldig.
Die Feiertage sind fast vorbei und Ihre getätigten Meinungen sollen, ja, dürfen nicht unkommentiert bleiben!

Sie, Herr Adler, reihen sich würdig in die Ahnengalerie der über mich zu stehen meinenden Menschengenies ein; leider ohne Bild. Ist auch nicht notwendig, denn Meinung adelt.

Ich bin Ich. Für mich fühlt sich jedenfalls mein Ego stark an. Ich habe eine Meinung und bezeichne diese als meine Meinung. Ich vertrete sie, denke über sie oft nach und finde oder schaffe, dass sie ein gutes Bindeglied zu meinen Idealen ist. Ich brauche kein Zeichen an der Wand, um an sie erinnert zu werden und andere darauf hinzuweisen:
So bin ich! Beachtet das! Seid vorsichtig!

Ich maße mir nicht an, einem anderen Menschen von gehörten Worten her bestimmte Vielleicht-Handlungen, "meint damit wohl" und weitere Schlussfolgerungen als Tatsachen anzuhängen oder zu unterstellen.

Meine Vorschläge zu Therapien über den Rahmen der Ersten Hilfe hinaus, dazu noch einer bestimmten Art, gebe ich nur in direkten Gesprächen persönlich oder einer betreffenden Vertrauensperson kund.

Einen Menschen vor versammelter Mannschaft bloßzustellen oder dieses nur zu versuchen, ihm im Gespräch, das Gesicht zu rauben, mache ich nicht. Das schafft diese Person selbst besser, und das Gesicht kann man nur rauben, wenn es vorhanden ist. Es gibt aber Menschen, denen das zur Durchsetzung ihrer Ziele egal ist, die es selbst ohne Aussicht auf Erfolg anwenden.

Ich bin verheiratet, habe eine Frau, eine Tochter, einen Glauben, der aber nicht religiösen Ursprungs ist.
Ich mag Menschen, höre ihnen gern zu, liebe Gespräche, singe noch lieber mit ihnen im Chor; doch ich überhöre auch mal falsche Töne, wenn es denn nicht absolute Querschläger sind. Ich helfe dann den anderen, diese zu beseitigen. (So es der Sache hilft.) Ich hoffe immer auf viel Applaus - für die Sängerinnen und Sänger. Mein Streben gilt ihrem Erfolg.
Ich mag den gesunden, wohl tönenden Zusammenklang, den Wärme ausstrahlenden Sinn der Dinge, die Sonne und die Wärme selbst. Das alles bringt mir Genuss, schafft mir den Erfolg.

(Übrigens: Woher Sie wissen, dass ich regelmäßig Schwimmen gehe, weiß ich nicht, doch meinem sehr gesunden Hobby gebe/gehe ich gern und regelmäßig nach.)

Den Rest ihres Posts ist derartig gelagert, dass ich mit der Wiederholung selbst geschriebener Worte abschließen möchte:
„Leider wird mir meine Meinung zu oft mit Sachen belegt, die sie zu irgendeines Gunsten drehen sollen. Ich bin kein Hund. Ich springe deshalb nicht auf jeden abgenagten Knochen oder Kläffe rum.“
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Chorleiter