Dienstag, 10. März 2009

Zahl der Abtreibungen geht auf hohem Niveau leicht zurück/Mifegyne immer wichtiger

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist 2008 um zwei Prozent gesunken. Dem Statistischen Bundesamt wurden rund 114.500 Schwangerschaftsabbrüche dem gemeldet.

Minderjährige Mädchen hatten den Angaben zufolge einen Anteil von knapp fünf Prozent an der Gesamtzahl der Abtreibungen. Ihre Zahl ging im Vergleich zum Jahr 2007 um 800 auf rund 5.300 zurück.

Knapp drei Viertel (73 %) der Frauen, die 2008 einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließen, waren laut Statistik zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 % zwischen 35 und 39 Jahren und fast acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter.

41 % der Schwangeren hatten vor der Abtreibung noch keine Lebendgeburt. Tendenziell steigt der Anteil der Schwangerschaftsabbrüche, die mit dem Mittel Mifegyne vorgenommen werden. Er erreichte im vergangenen Jahr zwölf Prozent.

Mehr als 97 % der gemeldeten Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen.

Zwischen den Bundesländern gibt es enorme Unterschiede in der Abtreibungsquote. Wie das Bundesamt weiter mitteilte, kamen 2008 in Sachsen-Anhalt 100 Abbrüche auf 10 000 Frauen (im Alter von 15 bis unter 45 Jahren). Das waren fast doppelt so viele wie in Bayern - mit 51.

Die Spitze bilden die Stadtstaaten: In Berlin lag die Quote bei 133, in Bremen bei 119, in Hamburg bei 102.

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