Dienstag, 17. März 2009

Linksradikale Chaoten randalieren gegen christliche Demonstration gegen Abtreibung


Die christliche Initiative „EuroProLife“ rief zu einer Mahnwache für das Leben in Münster auf. An diesem Anti-Abtreibungs-Gebetszug beteiligten sich am Samstag, den 14. März, viele Vertreter christlicher Gruppen, darunter der Kardinal-von-Galen-Kreis, die Initiative „Nie wieder!“, der KOMM-MIT-Verlag, die Marianische Liga, die Aktion „Kinder in Gefahr“, SOS Leben sowie evangelikale Initiativen aus Holland.

Um 14 Uhr versammelten sich über 100 Teilnehmer zum Fürbitt-Gottesdienst in der Ägidii-Kirche. Die hl. Messe wurde von hereindringenden Randalierern lautstark gestört, die buchstäblich mit Kondomen um sich warfen.

Als die Teilnehmer sich nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz sammelten und mit weißen Holzkreuzen durch die Innenstadt zum Dom ziehen wollten, wurde die Mahnwache von linksradikalen Chaoten stundelang gestört und blockiert, so daß sich die geplante Prozession, an der auch katholische Pfarrer, Patres und Ordensschwestern teilnahmen, notgedrungen in eine fromme Steh-Kundgebung verwandelte.

Die friedlichen Lebensrechtler, darunter viele Familien und jungen Leute, blieben betend und singend in der Nähe der Ägidii-Kirche stehen, während die Anhänger der „Antifaschistischen Aktion“ mit lauten Parolen und Trillerpfeifen störten. Als sie versuchten, zu den Betenden durchzudringen, als die Situation für die christlichen Lebensrechtler bedrohlich werden konnte, bildeten zahlreiche Polizisten eine Sperrzone, um die Beter zu schützen.



Antifa-Gruppen hatten zuvor im Internet zu „kreativen Störaktionen“ aufgerufen und das Motto ausgegeben: „Abtreibung ist Frauenrecht.“ - Auf der Webseite der „Antifaschistischen Aktion“ war außerdem zu lesen: „Es wird am Samstag einen Ermittlungsausschuss geben, der sich um euch kümmert, falls die Polizei auf die Idee kommen sollte, Ärger zu machen und euch mit auf die Wache zu nehmen. Die Nummer könnt ihr an dem Tag selber erhalten.“

Demnach hatten sich die Randalierer auf eine Konfrontation mit der Polizei eingerichtet. Stundenlang mußten sich die Lebensrechtler Parolen wie diese anhören: „Kein Gott - kein Staat - kein Patriarchat!“ - „Mein Bauch gehört mir!“ – „Ob Kinder oder keine - entscheiden wir alleine!“ – Die Linksradikalen hielten zahlreiche Plakate mit einem durchgestrichenen Kreuz hoch, auch eine blasphemische Kruzifix-Karikatur war zu sehen.

Nachdem die Antifa trotz mehrerer Verwarnungen der Polizei ihre rechtswidrige Blockade gegen die Prozession der Lebensrechtler fortsetzte, kam nach 2 Stunden Störaktionen Polizei-Verstärkung aus anderen Städten Nordrhein-Westfalens angefahren. Insgesamt waren ca 20 Polizeiwagen und hunderte von Beamten im Einsatz. Um 17,30 Uhr hatten die Polizisten den harten Kern der Störer eingekesselt, so daß die Beter ihre Prozession zum Dom beginnen konnten.

Dort endete die Mahnwache für das Lebensrecht der Ungeborenen am Kardinal-von-Galen-Denkmal am Domplatz. Die Lebensrechtler bedankten sich bei der Polizei für ihren Einsatz zugunsten des Demonstrationsrechts und der Meinungsfreiheit - als Dank beteten sie ein Vaterunser für die hilfsbereiten Polizisten und ihre Familien.

Zum Abschluß segneten einige Priester gemeinsam die Schar der Beter, die sich trotz stundenlanger Antifa-Randale ihre Geduld und Sangesfreude nicht nehmen ließen, so daß angesichts der linksradikalen Parolen immer wieder das Loblied erklang: „Großer Gott, wir loben Dich!“

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Kommentare:

Trapin hat gesagt…

Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass es(fast) nur noch egozentrierte Wertevorstellung gibt.
Das verlorene Häuflein der 100 Aufrechten hat zwar viel Wirbel verursacht; aber wenig bewirkt. Von wegen 1000 Kreuze..
Wir können, ähnlich wie in China, nur etwas unter dem Teppich bewirken. Sich öffentlich gegen den main stream zu stellen bewirkt heute eher das Gegenteil. Auf diesen Zug hätte man viel früher aufspringen müssen.
In naher Zukunft wird von Regierungen bestimmt wer wann abtreiben muß.
Der Widersacher lehnt sich mit Macht auf.
Da es die letzten Zuckungen eines bereits Besiegten sind, lässt es entschiedene Christen relativ gelassen.

Old Geezer hat gesagt…

@Trapin:

Ist es weniger egozentrisch, als kleine Gruppe von der Gesamtgesellschft zu verlangen, die eigenen Ansichten mit Gesetzeskraft zu übernehmen und durchzusetzten?

Chorleiter hat gesagt…

Wenn diese Ansicht richtig, gut und nachvollziehbar ist: JA. Auch, wenns der Mehrheit nicht gefällt oder schmeckt. (Dann wird aus Wollen ein Muß, leider.)
Schlecht wird es nur bei der Antwort: Ja, aber ...! Da dreht sich alles, nach meiner Erkenntnis, ins Gegenteil. Und wenn dann Juristen, Politiker und andere Gesetzes- und Sterndeuter kommen, ist es um Gutes geschehen. Dann ist der Gott: das Geld! Und der Verteil einer zu lasten vieler.
Ja, ja. Das Leben. So ist es.
(Stöhnen)
Chorleiter

Old Geezer hat gesagt…

"Wenn diese Ansicht richtig, gut und nachvollziehbar ist:"

Nein!

Nur wenn sie belegbar alternativlos ist.

Es könnte z.B. mehrere mögliche Handlungsweisen geben, die sich lediglich in der persönlichen etischen Bewertung oder - wie in diesem Forum oft - in der Übereinstimmung mit reinen Vermutungen und willkürlichen Annahmen unterscheiden; in diesem Fall hat die individuelle Entscheidungfreiheit und im Konfliktfalle die demokratische Mehrzeitsentscheidung zu gelten.

Chorleiter hat gesagt…

Mr. Old Geezer, wenn eine Ansicht richtig ist gilt der Erkenntnisstand von heute und ein notwendiger Beweis: dann ist sie auch belegbar.
"Alternativlos" ist so ein Ding, daß ich nicht ganz ausschließen kann, aber die Alternative sollte wohl die schwächeren Chancen/Beweise bieten.
Über die Brücke: "in diesem Fall hat die individuelle Entscheidungfreiheit und im Konfliktfalle die demokratische Mehrzeitsentscheidung zu gelten.", gehe ich in unserer Zeit nicht. Mehrheitlich nicht richtig ist nun mal ganz und gar falsch. Können wir heute öfter sehen. (Etwa amer. Wahlabrechnung) Es ist nämlich oft nicht ersichtlich, woher die Mehrheit kommt oder wer sie festgestellt hat. (Es klingt so komisch, wenn bei einer Wahlbeteiligung von unter 40% bei gewählten 40 % von der Mehrheit gesprochen wird.)
Ethische Beweggründe können auch zu einer Aussage führen, die aber zumindest anerkannt werden muß. (Kaukasischer Kreidekreis.)
Aber hat man sich für die Mehrheit der Meinungen entschieden, sollte man auch eine mögliche oder nötige Revision bei Nichteintreffen der prognostizierten Ergebnisse aus diesem Grund nicht einfach verwerfen. Bin ich mir heute bei manchen Änderungen nicht ganz schlüssig.
Chorleiter