Sonntag, 29. März 2009

Aids Experte Edward C. Green: Kondom-Verbreitung lässt Aids-Risiko nicht sinken

(Idea) Harvard-Forscher Edward C. Green, ein international renommierter Aids-Experte, unterstützt die umstrittene Haltung von Papst Benedikt XVI. zur Wirksamkeit von Kondomen in der Eindämmung der Immunschwächekrankheit. Der Papst hatte weltweit Empörung ausgelöst, als er auf seiner jüngsten Afrikareise erklärte, Kondome könnten das Problem nicht lösen; sie verschärften es sogar.

Edward C. Green, Direktor des Aids-Präventionszentrums an der Harvard-Universität (Cambridge/US-Bundesstaat Massachusetts), gibt dem Papst jedoch Recht. In den Forschungen habe man keinen Zusammenhang zwischen Kondomverteilung und einer Verringerung der HIV-Infizierungen feststellen können. Wenn es eine solche Verbindung gäbe, hätte sich diese in den 25 Jahren seit Beginn der Pandemie zeigen müssen. Vielmehr könne die Verwendung von Kondomen dazu führen, dass sich Menschen in Sicherheit wiegen und durch häufig wechselnden Geschlechtsverkehr ein höheres Risiko eingehen, sagte Green gegenüber der Online-Ausgabe der Zeitschrift National Review (New York).

Der stärkste Faktor in der Aids-Bekämpfung ist laut Green eine Änderung des Sexualverhaltens, zum Beispiel die Reduzierung sexueller Beziehungen mit mehreren Partnern, auch wenn diese über einen längeren Zeitraum stabil bleiben. Wie die Londoner Zeitung Times berichtet, stützt die Aids-Expertin Helen Epstein (Boston/Massachusetts) – Autorin eines Buchs über den Kampf gegen Aids in Afrika – Greens Aussage. Ein Netz von sich überschneidenden stabilen Sexualpartnerschaften werde zu einer „Autobahn“ für die Ausbreitung des HIV-Virus besonders in Afrika. So könne ein Mann zwei Freundinnen haben oder eine Ehefrau und eine Freundin, mit denen er regelmäßig Geschlechtsverkehr habe. Diese Frauen schliefen wiederum mit anderen Männern. So breite sich der Virus schnell aus, obwohl sich die betreffenden Personen nicht als sexuell freizügig ansähen. Tatsächlich verbreite sich Aids in Afrika meist in anhaltenden Beziehungen mit mehreren Partnern. Bei einer Änderung des Sexualverhaltens – und nicht vorrangig bei der Kondomverteilung - habe auch das erfolgreiche Aids-Bekämpfungsprogramm Ugandas in den achtziger Jahren angesetzt.

Quelle: Idea

Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…

Stochern Sie weiter im Heuhaufen rum und erzählen Sie uns, wer die Nähnadel nicht gefunden hat.
Es ist doch komisch, daß trotz modernster Wissenschaft, modernen Hilfsmitteln und Ihren weisen Erkenntnissen heute auch noch andere Geschlechskrankheiten existieren, die schon Zeiten erlebt haben, die von Ihrem Einfluß, dem christlichen Glauben, mehr erfüllt waren als es heute der Fall ist.
Und was wurde erreicht?
Schon damals hat Ihr keuscher Spruch über Lebensweisen nicht viel gebracht.
Wie sagt es der deutsche Volksmund:
"Betrachte immer die helle Seite der Dinge! Und wenn sie keine haben, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt."
Bis jetzt glänzt nichts.
Ihre wissenschaftlichen Einfügungen sind, bei allem Respekt, nur als Anscheinsbeweise geeignet, nicht hifreich und schon gar nicht hilfsbereit, helfend.
Wer, außer Ihnen und dem Papst, hat behauptet:
"Kondome könnten das Problem nicht lösen;..."
Darum geht es in erster Linie nicht. Sie können jedoch lindern und weiterhelfen; doch nur bei richtiger Verwendung und nicht larifari odr simsalabim.
Aber es läßt sich so schön damit drohen und sagen: Wir wissen es schon immer wie es richtig geht. Wir wissen wie es richtig ist.
Nein, nein nein.
So nicht, liebe Leute.
Ich will lieber nicht daran denken, was wäre, wenn ihr das wissen solltet.
Aber: Ihr seid dafür bekannt, uns helfende Erkenntnisse, die euch nicht in den Kram passen auszureden oder gar anderweitig zur Strecke bringen zu wollen.
Aber: Schon die Erde hat sich, trotzdem, als Kugel durchgesetzt.
Aids, als Krankheit, ist schon schlimm genug, Aids für seine Ziele auszunutzen erhöht das Schlimme.
Bis heute ist es ihren moralischen Predigungen nicht gelungen, wider der menschlichen Entwicklung den vorrangigen Einsatz von menschlichen Erkenntnissen und Erfindungen für Kriegszwecke zu verhindern, nicht einmal zu behindern.
Was sollte ich Ihnen beim Kampf gegen Aids "glauben"?
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

Zu der Meinungsäußerung von „Chorleiter“ schreibt DEWo:
Wie mir scheint, sind Sie geradezu darauf abboniert, negativ auf fast alles zu reagieren, was von „Kultur und Medien“ veröffentlicht wird.
Im Zusammenhang mit Ihrer Einlassung vom heutigen Tag zur Stellungnahme des Papstes zur Kondom-Problematik möchte ich doch einiges anmerken.
Auch wenn ich nicht katholisch bin, kann ich nicht sehen, was der Papst mit seiner Äußerung Unverzeihliches und Schlimmes angerichtet haben soll: Im Gegenteil, auch ernst zu nehmende wissenschaftliche Forschungen belegen immer wieder, dass es bei weitem nicht damit getan ist, auf Kondome als Allheilmittel zu setzen, um eine mögliche gegenseitige Ansteckung mit irgendwelchen Geschlechtskrankheiten zu verhindern.
Gerade der zunehmend freiere und mitunter ungehemmte sexuelle Umgang mit ansteigenden Quoten in den letzten Jahrzehnten hat auch jene Krankheiten wieder aufleben lassen, die man schon hoffte besiegt zu haben, und dies trotz Zunahme des Gebrauchs von Kondomen. Wer garantiert denn, dass in einem Anflug sexueller Verlockung auch immer das Kondom angewandt wird, bevor es „zur Sache“ geht? Gerade junge Mädchen sind immer wieder gefährdet, trotz aller Aufklärung, wenn es um das erste Verliebtsein geht, denn in einem solchen Zustand ist man ja bekanntlich nicht immer „Herr bzw. Frau seiner/ihrer Sinne“! Wer garantiert denn, dass der „erste Partner“ nicht ungehemmt ausnutzt, was sich ihm da bieten mag? Was hat der „Freigeist“ der so genannten „Achtundsechziger“ unserer Gesellschaft eigentlich in den vergangenen 40 Jahren gebracht? Sexuelle Befreiung etwa? Wer sich offenen Auges umschaut, muss vom Gegenteil überzeugt sein: Sodom und Gomorra haben sich eingestellt; Ehen gehen kaputt wie nie zuvor, die Familie als bestmögliche Keimzelle menschlichen Daseins wird immer mehr zerstört!
Da ist es doch besser, wenn man sich willentlich – und das möglichst willensstark – auf eine voreheliche Enthaltsamkeit einstimmt – zum Schutze vor gegenseitigen Verletzungen seelischer aber auch körperlich-medizinischer Art, wobei der Grundanstoß in der Regel bei diesen jungen Menschen eher vom ersten Zusammenhang ausgeht. Ein solches Verhalten habe ich bei etlichen jungen Menschen unterschiedlicher Konfessionen kennen gelernt, die auf eine christliche Ausrichtung ihres Lebensweges setzen und damit recht gut beraten sind. Wenn Sie dann noch die „legitim“ erweiterten sexuellen Praktiken, in Afrika weit verbreitet, bedenken, so hat der Papst im doppelten Sinn Recht mit seiner Forderung nach sexueller Enthaltsamkeit! Man kann ihm also beim besten Willen keinen Vorwurf machen ob seiner Äußerung im Flugzeug. Was er sonst noch dazu gesagt hat, ging in der „Durchschlagskraft“ jener journalistisch aufgemotzten Eilmeldung wieder einmal weitgehend verloren – wie so oft, wenn sich jene diversen Schreiberlinge gegenseitig anstecken mit hektisch zurechtgezimmerten „Sensations-Meldungen“, die dann für unlautere und höchst ungerechte Aufregung sorgen. Wann immer möglich, wird eine solche Person wie der Papst von bestimmten „gegnerisch fixierten“ Kräften in die Schusslinie gerückt, nur weil es wieder einmal für eine Schlagzeile zu taugen scheint, an denen ja ein womöglich täglicher oder sogar stündlicher Bedarf besteht!
Sie sollten also doch bitte sorgfältiger „recherchieren“, bevor Sie sich so einseitig in eine Sache hineinbohren – gerade dann, wenn jemand auf ein bestimmtes Vorurteils-Szenarium fixiert zu sein scheint!

Chorleiter hat gesagt…

Es ist schade, daß Sie nur das rausgelesen haben und auch so interpretiert haben, wie Sie meinen, es verstanden zu haben. Sie haben dabei nicht einmal bemerkt, wenn es von meiner im Inhalt gleich aber im Kontxt anders ist.
Ich mag nun einmal nicht, wenn man mir nur eine Seite vorhält, auf der meist des Haltenden Anschauungen dargeboten werden. Und eine anderer Anschauung haben heißt nicht negativ auf diese Äußerungen reagieren sondern: Ich lehne die gemachte Darstellung in dieser Form ab, denn es wird alles zugunsten der eigenen Fasson
"zurechtgebogen".
Für mich heißt das schlicht und einfach: Wenn du Christ bist, dann bist du auch ein guter Mensch, wenn du nicht an Gott glaubst bist du ein Frevler/Menschenverachter/
u.s.w.. Und Menschen, die Probleme so ausdrücken und ihren, so gesehenen, Guten nur Gutes und den, so gesehenen, Nichtguten nur den Abfallhaufen der Geschichte zuordnen, diesen Leuten kann ich nur so begegnen.
Sie schrieben zu meinem Artikel:
"Sie sollten also doch bitte sorgfältiger „recherchieren“, bevor Sie sich so einseitig in eine Sache hineinbohren – gerade dann, wenn jemand auf ein bestimmtes Vorurteils-Szenarium fixiert zu sein scheint!"
Das dürfen Sie ungeändert den Machern des ursprünglichen Post zusenden.
In meinem Mittelpunk steht der Mensch mit all seinen Vorteilen und Nachteilen. Den kenne ich in vielen Schattierungen/Handlungen/ Meinungen/Träumen. Das ist, wenn Sie so wollen, mein Vorurteil.
Und das leiste ich mir auch weiterhin.
Chorleiter