Dienstag, 24. Februar 2009

In Spanien sollen Minderjährige legal abtreiben dürfen


In Spanien soll es legal werden, das Minderjährige ohne Erlaubnis der Eltern die Tötung ungeborenen Lebens einleiten können.

Bischöfe warnen, dass der Staat die Gesellschaft bei der Bildung des moralischen Bewusstseins nicht ersetzen darf

Am Rande der Arbeiten des Ständigen Rates der Spanischen Bischofskonferenz (CEE), der am 17. und 18. Februar tagte, veröffentlichten die Bischöfe eine Erklärung, in der sie unter anderem betonten, dass der Staat die Gesellschaft bei der Bildung des moralischen Bewusstseins nicht ersetzen darf.

Der Sprecher der CEE erklärte gemäß Fides, dass die Kirche zwar keine Kundgebungen zur Reform des Abtreibungsgesetzes veranstalten werde, diese Reform jedoch absolut ablehne, da sie nicht nur die Unterbrechung der Schwangerschaft legalisiere und diese sogar auf minderjährige Mädchen im Alter von 16 Jahren ausdehne, die dazu keine Erlaubnis der Eltern mehr brauchten.

Gleichsam vertritt die CEE die Meinung, dass es sich bei Abtreibungen um ein „Verbrechen“ handelt und einen „verabscheuenswürdigen Akt der Gewalt“, der das Leben eines Menschen auslöscht.

In den vergangenen zehn Jahren nahm die Zahl der Abtreibungen in Spanien nach Presseberichten um 73 Prozent zu. Bei jungen Frauen zwischen 20 und 29 Jahren wurde sogar eine Verdoppelung der Schwangerschaftsabbrüche registriert.

Mehrere Frauenverbände warfen der Regierung vor, mit der Politik der Aufklärung gescheitert zu sein. Das spanische Institut für Familienpolitik sieht dies als eine echte gesellschaftliche Katastrophe im geburtenarmen Land Spanien. Immer mehr Teenager und Immigrantinnen lassen eine ungewollte Schwangerschaft abtreiben.

Quelle: Fokusfatima

Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…

Ich lese, jetzt wohl erst so recht bewußt, einen Satz, der mir recht zu denken gibt:
"Der Sprecher der CEE erklärte gemäß Fides, dass die Kirche zwar keine Kundgebungen zur Reform des Abtreibungsgesetzes veranstalten werde, diese Reform jedoch absolut ablehne, da sie nicht nur die Unterbrechung der Schwangerschaft legalisiere und diese sogar auf minderjährige Mädchen im Alter von 16 Jahren ausdehne, die dazu keine Erlaubnis der Eltern mehr brauchten."
Warum dann überaus viel von späteren Posts aus Spanien?
Da stimmt doch was nicht!
Chorleiter

Gunnhild Fenia hat gesagt…

Negativ wird hingestellt, das Minderjährige selbst über das austragen ihres Kindes entscheiden dürfen. 1976 war es in Österreich Gesetz, das Großeltern über ihre Enkelkinder bestimmen durften, wenn die Mutter minderjährig war. Ich wollte, das mein Kind lebt, meine Mutter nicht. 30 jahre später hat mein vater sich bei mir dafür entschuldigt, das er die Tötung seines Enkelkindes mir zugemutet hat, indem er mich unter androhung von Schlägen zwang, sein Auto zu besteigen, damit er mich in die Klinik bringen kann. Das Trauma eines Schwangerschaftsabbruchs ist das eine, das andere die traurige Tatsache, das nicht einmal Ärzte stellvertretend diese Kinder einer Totenbeschau = Grundlage für ein würdiges Begräbnis auf einem Friedhof zuführen. Im Gegenteil: als entnommene Zelle/ Gewebe definiert verdienen sich Ärzte an der Verwertung dieser Kinder - noch zusätzlich eine goldene Nase dazu oder Forschungstitel, ec.
Bestattungsrecht sind uralte Gesetze und daher in jedem Bundesland anders geregelt. Grundsätzlich kennt das bestattungsrecht lebend oder tot/ still geboren. Im Mutterleib verstorben wird das Kind Leibesfrucht genannt, außerhalb des Mutterleibes Leiche. Beide unterliegen dem Recht, im Auftrag von Angehörigen beerdigt zu werden, denn es liegt an den Angehörigen, was diese als Beerdigungswürdiges Familienmitglied betrachten und was nicht. Zum Totgeborenen Kind gehört das Kind, seine Nabelschnur, sein Mutterkuchen und das aufgefangene Fruchtwasser. Das alles kann auf die Waage als auch in den Sarg.
Im Mutterleib verstorbene Kinder werden in Österreich und Deutschland laut Personenstandsgesetz unterscheiden zwischen Fehlgeburt = unter 500 Gramm schwer, als vor dem 6. - 7. Schwangerschaftsmonat im Mutterleib verstorben und als Totgeburt, weil tot geboren und über 500 Gramm schwer. Die Definitionen laut Bestattungsrecht sagen nichts darüber aus, wie das Kind den Mutterleib verlassen hat, ob durch die Mutter "natürlich" im Beisein einer Hebamme geboren - oder aber mit medikamentöser oder chirugischer Unterstützung durch einen Arzt. Wie immer sind es einzelne Ärzte, die selbstherlich eine entscheidung treffen, die Ihnen nicht zusteht: ob ein Kind, welches während seiner Schwangerschaft, geburt oder kurz danach starb - einem Begräbnis zugeführt gehört oder nicht. Fakt ist, das Ärzte gesetzlich nicht verpflichtet sind, Angehörige dahingehend aufzuklären, welche Bestattungsrechte Angehörige haben. Ärzte klären - wenn überhaupt - nur den Klinikinternen Part auf, der Nachhrangig geschieht, nachdem Angehörige binnen Frist keine Besatttung bei einem bestatter ihrer Wahl in Auftrag gegeben haben. War der Verstorbene noch bei keiner Totenbeschau, veranlasst das ein Bestatter. Wie gesagt: Angehörigen wird geraten, vor dem Eingriff dem Arzt mitzuteilen, das sie anschließend ihr verstorbenes Familienmitglied beerdigen möchten. Ein Curretage oder Schwangerschaftsabbruch durchführende Ärzte, aber auch Ärzte in Prosekturen, Histologien, Pathologien sind glücklich darüber, wenn Angehörige von sich aus aktiv werden, und die Beerdigung ihres verstorbenen Familienmitgliedes sich wünschen und in die Wege leiten wollen. Doch vielen Angehörigen von in ihrer Schwangerschaft, geburt undm kurz danach verstorbenen kindern fehlt das Wissen und der Mut für den rechtzeitigen Einsatz. Ursche: ab ausstellung einer Sozialversicherungsnummer ist Systembedingt es vorgeschrieben, alle Verstorbenen einer Totenbeschau zuzuführen, womit Ärzte die Grundlage für ein Begräbnis herstellen. Doch bei Kindern, welche vor ausstellung ihrer Sozialversicherungsnummer starben, ist die Zuführung zu einem Begräbnis nicht selbstverständlich, sondern muss von Angehörigen gut geplant, kontrolliert werden.