Donnerstag, 22. Januar 2009

Berlin: Pro Reli übertrifft mit 307.000 Unterschriften bei weitem Mindestanzahl für ein Volksbegehren

Bei der Abschlussveranstaltung zum Volksbegehren des Aktionsbündnisses Freie Wahl gab der Vorsitzende der Trägerinitiative bekannt, dass mindestens 307.000 Unterstützerunterschriften gesammelt werden konnten. “Damit ist unser Volksbegehren das mit Abstand erfolgreichste in der Geschichte Berlins,” sagte Christoph Lehmann. Gleichzeitig dankte er allen Unterstützern: “Das ist ein wahres Volksbegehren, das ohne die Mitarbeit von zahlreichen Ehrenamtlichen nicht zu diesem Ergebnis gekommen wäre.”

Auch dankte Christoph Lehmann den Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber und Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky sowie den Vertretern der jüdischen Gemeinde und muslimischer Verbände, die mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber den zahlreichen Unterstützern setzen wollten. Dies ist ein deutliches Signal auch an die Berliner Landespolitiker.

Zu dem unerwartet guten Ergebnis sagte Christoph Lehmann: “Wir freuen uns, dass wir eine so große Resonanz in der Berliner Bevölkerung quer durch alle Religionen, Weltanschauungen und Herkunft sowie jenseits sämtlicher Parteigrenzen gefunden haben.”

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

"Auch dankte Christoph Lehmann den Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber und Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky sowie den Vertretern der jüdischen Gemeinde und muslimischer Verbände, die mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber den zahlreichen Unterstützern setzen wollten. Dies ist ein deutliches Signal auch an die Berliner Landespolitiker."

...logisch, auch die anderne Religionskonzerne verzichten ungern auf Gratiswerbung in den verpflichtenden Indoktrinationsstunden.
Noch dazu können sie so sicher sien, daß in ihren konfessionell organisierten Zirkeln kein kritisches Wort über ihere Unternehmen und deren Umtriebe und Geschichte fällt.

Da alle diese Wirtschaftsunternehmen unter dem Kult-Label gleich logisch defizitär und sich ebenbürtig lediglich an der Akkumulation von Macht und Vermögen interessiert sind, war auch ein gleiches Verhalten in diesem Punkt zu erwarten.

Chorleiter hat gesagt…

Es wäre gut, das Grundgesetz besser zu beachten. Dort steht der Satz: "Es besteht keine Staatskirche." Damit wird alles gesagt und dann wischiwaschi gelassen. Will eine Religion oder Religionsgemeinschaft ihre Bekenntnisse vermitteln, soll sie das im privaten Bereich tun, also auch außerhalb der Schule, und für die Betroffenen. Der Passus im Artikel 7 zum Religionsunterricht ist für mich verfassungsschädlich und damit auch alle Bewegungen in dieser Richtung. Mit DDR-Ungereimtheiten ist rigoroser umgegangen worden. Wie wäre es mit Einem (1), von allen Religionen UND dem Staat getragenem Fach Ethik? Da verlange ich wohl zuviel, wa?
Chorleiter