Sonntag, 7. Dezember 2008

Familienministerin sollte Kinderpornos sowie alle Internetseiten mit illegalen Inhalten sperren lassen

Familienministerin von der Leyen hat erneut gegenüber der Leipziger Volkszeitung die Sperrung von kinderpornographischen Internetseiten gefordert.

Außerdem soll sich Deutschland dem internationalen Verbund für Internetsperrung anschließen. Dieser Verbund wendet sich vor allem gegen Internetseiten mit kinderpornographischem Material

Diese Maßnahmen sind selbstverständlich zu begrüßen.

Allerdings ist nicht einzusehen, wieso nicht sämtliche Internetseiten mit illegalen Inhalten gesperrt werden sollten. Dazu gehören auch Seiten mit Pornographie, wenn sie frei zugänglich ist. Mehrere solche Seiten gibt es in den Vereinigten Staaten, was kein Hindernis ist, sie aus Deutschland anzuklicken. Es sei denn, die Provider sperren den Zugang, was schon gerichtlicherseits dem Provider ARCOR in der Vergangenheit angeordnet wurde.

Zur Zeit liegt im Bundestag eine Petition von Kinder in Gefahr, die genau das fordert: Alle Internetseiten, die von der Bundeszentrale für jugendgefährdende Medien indiziert sind, sollen von den Providern gesperrt werden.

Sollte die Initiative der Familienministerin gegen die Kinderpornographie im Internet Erfolg haben, ist die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs wesentlich höher.

Die konkrete Forderung der Petition von „Kinder in Gefahr“ lautet:

Internetprovider dürfen ihren Kunden keinen Zugang zu Internetseiten im Ausland ermöglichen, die jugendgefährdende Inhalte gemäß dem deutschen Jugendschutzgesetzes beinhalten. Als Richtlinie können die Listenteile C und D gemäß § 18 Abs. 2 Nr. 3 und 4 JuSchG (Telemedien) dienen.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Dieser Test kann ja wohl nicht ihr Ernst sein!

Dort wird überhaupt nciht auf das Alter der Kunden eingegangen, d.h. es bedeutet einfach eine Zensur aller unliebsamen Inhalte für alle Kunden, eben auch die Erwachsenen.

Das wäre ein eklatanter Verstos gegen die Presse- und Meinungsfreiheit und schlicht Zensur.

Matthäsius hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Matthäsius hat gesagt…

Hallo "Alter Knacker",

(Keine Angst, ich bin kein Heiliger. Ich fand diesen Benutzernamen nur witzig weil, mich mein Lehrer spaßigshalber so nannte, Ich heiße Matthias...)

ich glaube Du hast den Text falsch verstanden. Es sollen ja nich alle Seiten mit Pornographie gesperrt werden. Ich glaube hier geht es um (zu) frei zugängliche Seiten, die keinerlei Identifikation benötigen, die das Alter des Benutzers sicherstellen. Bei den Meisten Deutschen Seiten muß man ohnehin bezahlen, meist mit Kreditkarte und das stetzt schon mal Volljährigkeit voraus (Natürlich gibt es auch hier Schwachpunkte, wie der Sohn der Papas Kreditkarte klaut...). Aber es gibt einige amerikanische Anbieter beispielsweise, da besucht man einfach die Seite, und hat vollen Zugriff auf Pornographie ohne jegliche Identifikation oder nachweis des Alters. Und das soll meines Verständnisses nach gesperrt werden... Und das wär' ja nicht weiter wild. Wenn Du volljähriig bist, gehst Du auf Deine Pornoseite, idendifizierst Dich (auch das wäre mit Deiner Kreditkarte möglich, ohne das Du bezahlen müßtest, und trotzdem anhand Deiner Abrechnung am Monatsende bemerken würdest, wenn Dein Sohn sie fälschlicherweise benutzt hat...), und hast vollen zugriff auf alles wass Du willst.

Und das soll ja nicht verboten werden...