Dienstag, 11. November 2008

Katholischer Erzbischof verurteilt die Taktik der Homosexuellenbewegung

Luiz Sérgio Solimeo

In einer deutlichen und mutigen Stellungnahme vom 19. September wiederholte der katholische Erzbischof von Paraíba in Brasilien die unveränderliche Lehre der Kirche gegen homosexuelle Handlungen und die gleichgeschlechtliche „Ehe“. Erzbischof Aldo di Cillo Pagotto kritisierte die von ihm so genannten „Missionare der homosexuellen Sache“, die bestrebt sind, der Gesellschaft vorgebliche homosexuelle Handlungen aufzunötigen, indem sie ein „Delikt der Homophobie erfinden, welches als ein Verbrechen der Unterdrückung bestraft werden“ müsse.

Homosexuelle Partnerschaft gegen die Natur der Ehe

Erzbischof Pagotto leitet seine Stellungnahme ein, indem er darlegt, dass weder das brasilianische Zivilrecht noch das Kirchenrecht eine solche „Ehe“ billigt. Sie erkennen ihre Gültigkeit und Legitimität als Mittel zur Gründung einer Familie nicht an, „da ihr die wesentliche Voraussetzungen für ihren beabsichtigten Zweck fehlen, nämlich die fruchtbare Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, durch die Kinder gezeugt werden“, die „im Umfeld einer Familie aufwachsen und erzogen“ werden können.

Der Phobienmechanismus

Der brasilianische Erzbischof prangerte auch den Mythos der „Homophobie“ an, der von der Homosexuellenbewegung als Kampfbegriff gegen ihre Widersacher verwendet wird. Er erklärt die psychologische Argumentation hinter dieser Bezeichnung:
„Missionarische Propagandisten der homosexuellen Sache“, sagt Erzbischof Pagotto, „projizieren ihre eigenen Ängste und Ungewissheiten auf das Banner der Homophobie.“ Indem sie also diesen „gewohnheitsmäßigen Phobienmechanismus als ein homosexuelles Banner gebrauchen, projizieren sie die durch ihre angespannten inneren Triebe ausgelösten Beklemmungen auf Heterosexuelle und die ganze Gesellschaft.“ Die Ursache ihrer Beklemmungen ist der „innere Widerspruch“, in welchem diese Menschen leben und der sich aus ihrem Umgang mit der „Außenwelt und deren Enttäuschung über homosexuelles Verhalten oder dessen Missbilligung“ ergibt.

„Politisches Banner“

Nachdem sie ihren eigenen inneren Konflikt auf die Gesellschaft projiziert haben, gehen diese „Missionare der homosexuellen Sache“ zur nächsten Phase über, in der sie ihr Laster politisieren.

Der Erzbischof von Paraíba erklärt, wie sie aggressiv für sexuelle Vielfalt werben, indem sie „Interessengruppen einsetzen, die Gespenster ihrer Verfolger in jeder Ecke sehen. Sie vergleichen sich mit von der Gesellschaft ausgeschlossenen Minderheiten, wie den Opfern von Rassismus und Vorurteilen. Sie mobilisieren und scharen sich hinter einem politischen Banner, indem sie das Delikt der Homophobie erfinden, welches als ein Verbrechen der Unterdrückung bestraft werden müsse.“

Ausgelebte Homosexualität als ein Recht

Auf diese Weise wird ausgelebte Homosexualität „politisiert“ und werden ihre Gegner kriminalisiert. Die Homosexuellenbewegung strebt sodann danach, das Ausüben der Homosexualität der Gesellschaft als eine Rechtsquelle aufzunötigen. Der Erzbischof erklärt:

„Dem ‚Schwulenbanner‘ wird an den Gerichtshöfen vieler Länder gesetzliche Legitimität eingeräumt, was wiederum noch mehr Gesetzesinitiativen zur Folge hat, welche auf den gesetzlichen Schutz der Homosexualität und die anschauliche Werbung für sie als Bestandteil der Garantie aller Bürgerrechte abzielen. Diese Rechte sind jedoch nicht diejenigen, die alle haben, sondern vielmehr nur diejenigen, bei denen es um die Förderung der Sache der Homosexualität geht ...

Schwule Interessengruppen bevorzugen den Subjektivismus ihrer sexuellen Orientierung unter Verweis auf die Menschenrechte und drängen sich der Gesellschaft und dem Staat auf, indem sie die Reform des nicht Reformierbaren einfordern: des positiven Naturrechts, das vom Schöpfer eingesetzt worden ist.“

Aushöhlung des Naturrechts und der Familie

Die so genannte homosexuelle „Ehe“ ist gegen die natürliche Ordnung und das Naturrecht, und ihre Billigung wäre gleichbedeutend mit Selbstmord: „Die Kirche betrachtet dies als einen Selbstmord des Naturrechts und der sozialen Bande, welche die Familie als die Keimzelle der menschlichen Gesellschaft begründen.“

Homosexuelle Diktatur

Die deutliche und mutige Stellungnahme von Erzbischof Aldo de Cillo Pagotto ist angesichts eines aktuell dem brasilianischen Senat vorliegenden Gesetzesentwurfs, der jede Einschränkung ausgelebter oder zur Schau gestellter Homosexualität als ein mit Gefängnishaft zu bestrafendes Verbrechen ahnden möchte, um so angemessener.
Dieser Gesetzesentwurf ist so radikal, dass Bischof Redovino Rizzardo von der Diözese Dourados ihn wie folgt zusammenfasst:

„Allem Anschein nach werden Homosexuelle, falls der Gesetzesentwurf angenommen und rechtskräftig werden sollte, zusätzlich zu den Grundrechten, welche die Bundesverfassung allen brasilianischen Bürgern einräumt, Vorrechte und Vorteile haben, die aus ihrer sexuellen Orientierung resultieren. Im Gegensatz dazu werden all jene, die das homosexuelle Verhalten nicht billigen können, entweder stillschweigen oder sich darauf einstellen müssen, künftig Insassen einer Zelle in einem der Gefängnisse des Landes zu werden.“

Eine Ermutigung zur rechten Zeit

Angesichts des internationalen Charakters der Kampagne der Homosexuellenbewegung, mittels derer sie bestrebt ist, ihre Zielsetzungen der ganzen Gesellschaft aufzuzwingen, dient die mutige Stellungnahme des brasilianischen Erzbischofs als eine Ermutigung zur rechten Zeit für all jene, welche die heilige Institution der Familie verteidigen. Sie basiert auf der Ehe, so wie sie „in der Wesensnatur des Mannes und der Frau, mit der sie aus der Hand des Schöpfers hervorgingen, angelegt ist“.

Aus diesem Grunde verdient sie eine weite Verbreitung.

1 Arquidiocese da Paraíba divulga nota oficial com sua posição sobre união homo-afetivas [Die Erzdiözese von Paraíba verbreitet eine offizielle Mitteilung über ihre Position zu homosexuellen Partnerschaften], Paraíba Online, 19. September 2008, http://www.paraibaonline.com.br/noticia.php?id=601593&ano< /a>=.

2 Vgl. Luiz Sérgio Solimeo, „The World Watches as Brazil Advances Toward a Homosexual Dictatorship“ [„Die Welt schaut zu, während Brasilien zu einer homosexuellen Diktatur avanciert“], 24. Juli 2008, unter http://www.tfp.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1057.

3 Most Rev. Redovino Rizzardo, „Quem são os discriminados?“ [„Wer sind die Diskriminierten?“] Diário M.S., 3. Juli 2008 unter http://www.diarioms.com.br/leitura.php?can_id=15&id=77078# (unsere Übersetzung).

4 „Arquidiocese da Paraíba divulga nota oficial com sua posição sobre união homo-afetivas“, a. a. O.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Oh, die Seite scheint technische Probleme zu haben?
Zum Glück hatte ich den Kommentar gesichert und kann ihn nun wieder zur Verfügung stellen - vielleicht antwortet ja sogar ein Brasilien-Kenner hier einmal:


"unveränderliche Lehre der Kirche gegen homosexuelle Handlungen und die gleichgeschlechtliche „Ehe“."

..das ist das praktische an Religionen: sie benötigen keine Gründe oder Argumente, nur Dogmen.


"der Gesellschaft vorgebliche homosexuelle Handlungen aufzunötigen"

Huch...
...es ist mir neu, daß irgendjemandem Handlungen 'aufgenötigt' werden sollen - gibt es dafür irgendwelche Belege?
Wielmehr geht es doch AFAIK darum, das Homosexuellen gerade NICHT mehr heterosexuellen Handlungen aufgenötigt werden.

"Delikt der Homophobie erfinden, welches als ein Verbrechen der Unterdrückung bestraft werden müsse"

Was sonst ist es, wenn jemand aus seiner eigenen Angst heraus (oder seiner Überzeugung) andere Menschen in ihrer freien Partnerwahl, Berufswahl, etc. behindert, als Unterdrückung?

"dass weder das brasilianische Zivilrecht noch das Kirchenrecht eine solche „Ehe“ billigt."

Zivilrecht kann geändert werden, das passiert dauernd, ist oft nötig und hier wohl auch Ziel der Bemühungen.

"„da ihr die wesentliche Voraussetzungen für ihren beabsichtigten Zweck fehlen, nämlich die fruchtbare Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, durch die Kinder gezeugt werden"

Das ist ja nun Grober Unfug, oder dürfen neuerdings auch über 50-jährige nicht mher heiraten?
Muß man in Brasilien einen Fruchtbarkeitstest vorlegen, wenn man sich trauen lassne will?
Wird dort eine Ehe zwangsweise Geschieden, wenn nach 5 Jahren noch kein Kind daraus hervorgegangen ist?

Wenn dem so wäre, warum kennt die Kirche dann Notheiraten auf dem Sterbebett?
Woher kommt dann die christliche (AT) Tradition der Verheiratung einer Witwe mit ihrem Schwager?
usw.

"„im Umfeld einer Familie aufwachsen und erzogen“

Und das ist ja in Hetero-Ehen keineswegs gesichert, auch in einer katholischen Ehe nicht!

"Mythos der „Homophobie“"

Wenn Homophbie / Homophilie ein Mythos wäre, warum kann man sie so oft und schön in der Realität beobachten?
Ist es ein Grundmechanismus das Menschen, die ihr ganzes Leben einem Mythos verschrieben haben, irgendwann die erfahrbare Realität zum Mythos erklären?
Sozusagen Realitätsverlußt als Folge (oder Voraussetzung) religiöser Verklärung?


"ihr Laster"

Wieder ein Fall von Realitätsverlußt des guten Padres: für weite Teile der nciht-fundamentalistisch-abrahamitischen Gesellschaft mag es vielleicht undenkbar für sie selber sein, ein 'Laster' ist es dagegen nicht.


"des positiven Naturrechts, das vom Schöpfer eingesetzt worden ist.“ "

...was bitte soll ein 'positives Naturrecht' sein?
Leere Worthülsen sind kein Argument.

Und Menschenrecht leiten sich NCIHT von einem wie auch immer gearteten Schöpfer ab - sie gelten unabhängig davon ob und welchen Schöpfer sich der betreffende Mensch gerade ausdenkt; ...ansonsten wären sie nämlich völlig beliebig!

"gleichbedeutend mit Selbstmord"

Erklärung bitte!
Homosexuelle Beziehungen sind so alt wie die Menschheit und auch in Teilen des tierreiches vertreten, anscheinend ohne daß sie den Bestand einer Spezies gefährden.
wie also kommt die Kirche zu diesem, wiedermal jeder Beobachtung spottendem Schluß?

" zusätzlich zu den Grundrechten, welche die Bundesverfassung allen brasilianischen Bürgern einräumt, Vorrechte und Vorteile haben, die aus ihrer sexuellen Orientierung resultieren."

Hallo?
Dürfen sich in Brasilien heterosexuelle Paare nicht öffentlich Küssen oder auf andere Weise ihre sexuelle Orientierung zur Schau stellen?

Fotobilder hat gesagt…

Da ich gerade ein wenig Zeit und Lust habe, auf die Kommentare eines "Alten Knackers" ("Old Geezer")einzugehen, folgendes:

"unveränderliche Lehre der Kirche gegen homosexuelle Handlungen und die gleichgeschlechtliche „Ehe“."
..das ist das praktische an Religionen: sie benötigen keine Gründe oder Argumente, nur Dogmen.


Der Vatikan denkt in Jahrhunderten und nicht im Traum daran, die natürliche Ordnung auf den Kopf zu stellen, nur weil ein paar homosexuelle "Vorbeter" eine neue (Irr)-lehre aufstellen wollen.

"Delikt der Homophobie erfinden, welches als ein Verbrechen der Unterdrückung bestraft werden müsse"
Was sonst ist es, wenn jemand aus seiner eigenen Angst heraus (oder seiner Überzeugung) andere Menschen in ihrer freien Partnerwahl, Berufswahl, etc. behindert, als Unterdrückung?


Mir ist nicht klar, wieso ein anderer Mensch in seiner freien Partnerwahl, Berufswahl etc. unterdrückt werden soll, wenn ich die "Homo-Ehe" für Krampf halte.

"„da ihr die wesentliche Voraussetzungen für ihren beabsichtigten Zweck fehlen, nämlich die fruchtbare Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, durch die Kinder gezeugt werden"
Das ist ja nun Grober Unfug, oder dürfen neuerdings auch über 50-jährige nicht mher heiraten?
Muß man in Brasilien einen Fruchtbarkeitstest vorlegen, wenn man sich trauen lassne will?
Wird dort eine Ehe zwangsweise Geschieden, wenn nach 5 Jahren noch kein Kind daraus hervorgegangen ist?


Nun ja - sagen wir einmal so: Sobald es zwei homosexuellen Männern gelungen ist, ein Kind gemeinsam zu zeugen und zur Welt zu bringen, werde ich die Homo-Ehe befürworten.

Soll etwa nach Vorstellung einiger fanatischer Homosexueller eine Ehe gewaltsam getrennt werden, nur weil die Frau aus welchen Gründen auch immer keine Kinder (mehr) bekommen kann?

Soll etwa nach Vorstellung einiger fanatischer Homosexueller der Eheschließung ein Fruchtbarkeitstest vorgeschaltet werden?

Soll etwa nach Vorstellung einiger fanatischer Homosexueller eine Verpflichtung zur Zeugung eines Kindes innerhalb von fünf Jahren nach Eheschließung eingeführt werden?


"„im Umfeld einer Familie aufwachsen und erzogen“
Und das ist ja in Hetero-Ehen keineswegs gesichert, auch in einer katholischen Ehe nicht!


Daß leider aus den verschiedensten Gründen ein Kind nicht immer bei seinen natürlichen Eltern aufwachsen kann, ist ja kein Grund dafür, daß man es bei zwei Homosexuellen aufwachsen lassen soll.

"des positiven Naturrechts, das vom Schöpfer eingesetzt worden ist.“ "
...was bitte soll ein 'positives Naturrecht' sein?
Leere Worthülsen sind kein Argument.


Das Naturrecht ist auf Dauer immer stärker und nicht auf der Seite der Homosexuellen.

Und Menschenrecht leiten sich NCIHT von einem wie auch immer gearteten Schöpfer ab - sie gelten unabhängig davon ob und welchen Schöpfer sich der betreffende Mensch gerade ausdenkt; ...ansonsten wären sie nämlich völlig beliebig!

Die Menschenrechte sind nicht beliebig, und ganz sicher obliegt nicht den Homosexuellen-Vereinen die Definition der Menschenrechte.

"gleichbedeutend mit Selbstmord"

Erklärung bitte!
Homosexuelle Beziehungen sind so alt wie die Menschheit und auch in Teilen des tierreiches vertreten, anscheinend ohne daß sie den Bestand einer Spezies gefährden.
wie also kommt die Kirche zu diesem, wiedermal jeder Beobachtung spottendem Schluß?


Homosexuelle Beziehungen sind nicht gesellschaftsrelevant, sondern Privatsache. Deshalb ist Homosexualität von Natur aus auch auf 2 bis 3 % der Menschen beschränkt, das hält eine Gesellschaft aus. Nicht aber auf Dauer die unberechtigten Forderungen der Homosexuellenlobby und ihr ständigtes Beleidigtsein wegen angeblicher Benachteiligung.

Unermüdlich und stereotyp werden hier wieder einmal die längst widerlegten Standardargumente zur Förderung der Homosexualität eingebracht - und das wieder einmal ohne Erfolg.

Matthias hat gesagt…

"old geezer", sind Sie selbst homosexuell und fühlen sich hier diskriminiert, oder sind Sie einfach prinzipiell gegen Alles, was die Kirche sagt, ohne weiter nachzudenken? Ich habe zwar auch so meine Befindlichkeiten mit einigen Dingen, die manche Vertreter selbiger loslassen, aber was dieser Mann da sagt, bringt mal auf dem Punkt, wozu der achso tolerante deutsche Michel zu DUMM ist, es zu verstehen.

Die Bibel sagt doch, daß ein Land an seiner Gottlosigkeit Zugrunde gehe..., oder?
Nun, ich befürchte, daß Deutschland aufgrund seiner Dummheit Zugrunde geht...

Old Geezer hat gesagt…

"Der Vatikan denkt in Jahrhunderten und nicht im Traum daran, die natürliche Ordnung auf den Kopf zu stellen, nur weil ein paar homosexuelle "Vorbeter" eine neue (Irr)-lehre aufstellen wollen."

...nun gibt es Homosexualität aber schon länger als das Christentum.
Vermutlich sogar weit länger als jeder der Vorläufer-Kulte (also Judentum und das, woraus sich dieses entwickelte).
Also frage ich mich schon, was hier die 'Irr-Lehre' ist - katholische Realitätsverleugnung und katholischer Anspruch auf Moralitätshoheit oder gelebte Homosexualität wenigstens seit Menschen die Schrift erfunden haben?

"Mir ist nicht klar, wieso ein anderer Mensch in seiner freien Partnerwahl, Berufswahl etc. unterdrückt werden soll, wenn ich die "Homo-Ehe" für Krampf halte."

Nicht wenn sie sie für einen Krampf halten, aber Sie und Ihresgleichen dafür sorgen, daß 'geoutete' Homosexuelle nicht heiraten, keine (auch eigene oder die des Partners) Kinder adoptieren, gewisse Berufe allgemein oder zumindest bei einigen (kirchlichen) Arbeitgebern nicht ausüben dürfen, usw, dann schon.

"Nun ja - sagen wir einmal so: Sobald es zwei homosexuellen Männern gelungen ist, ein Kind gemeinsam zu zeugen und zur Welt zu bringen, werde ich die Homo-Ehe befürworten.

Soll etwa nach Vorstellung einiger fanatischer Homosexueller eine Ehe gewaltsam getrennt werden, nur weil die Frau aus welchen Gründen auch immer keine Kinder (mehr) bekommen kann?

Soll etwa nach Vorstellung einiger fanatischer Homosexueller der Eheschließung ein Fruchtbarkeitstest vorgeschaltet werden?

Soll etwa nach Vorstellung einiger fanatischer Homosexueller eine Verpflichtung zur Zeugung eines Kindes innerhalb von fünf Jahren nach Eheschließung eingeführt werden?"

Keine dieser Forderungen habe ich gestellt - im Gegenteil, da ich die Ehe von der Reproduktion unabhängig sehe, habe ich damit absolut kein Problem.
ABER der gute Padre in seinem Artikel hebt wiederholt die these hervor, die Urbestimmung der Familie wäre die Aufzucht der Jungen, und somit eine Homo-Ehe abzulehnen.
Darus ergibt sich doch zum einen sofort die Frage: warum traut die katholische Kirche dann Ehen, die offensichtlich gerade NICHT zu diesem Zwecke geschlossen werden?
Und zweitens: Wieso kann diese Kriterium auch für solche homosexuellen Paare gelten, die aus früheren Beziehungen Kinder haben (die dann zwar nicht 'gezeugt' aber doch 'aufgezogen' werden)?

"Daß leider aus den verschiedensten Gründen ein Kind nicht immer bei seinen natürlichen Eltern aufwachsen kann, ist ja kein Grund dafür, daß man es bei zwei Homosexuellen aufwachsen lassen soll."

Warum nciht, wenn diese sich aus freien Stücken bereit erklähren, für dieses Kind zu sorgen, oder einer von beiden mit ihm verwandt ist?
Diese einschränkung der Adoption ist ebenso sinnlos wie jene, daß man schon für Adoptionen zu alt ist, wenn man noch nichtmal die Hälfte seiner statistischen Lebenserwartung erreicht hat.

"Das Naturrecht ist auf Dauer immer stärker und nicht auf der Seite der Homosexuellen."

..Was die Frage , was denn ein naturrecht sei, immer noch nciht beantwortet.
Zumindest kann es nicht sehr allgemein für oder aus der Natur gelten, gibt es doch Homosexualität unter zahlreichen Spezies.

"Die Menschenrechte sind nicht beliebig, und ganz sicher obliegt nicht den Homosexuellen-Vereinen die Definition der Menschenrechte."

Richtig, aber eben weil sie sich nicht von einem belibigen theologischen Schöpferbild ableiten - von denen es ja reichlich gibt, in bunter Vielfalt und miteinander unvereinbar.

Und somit haben Homosexuelle ebenso wie jeder andere Menschen Anspruch auf die gleichen Menschenrechte, auch wenn einzelne Sekten ihnen diese gerne vorenthalten würden.

Old Geezer hat gesagt…

@Matthias:

'ad hominem' Argumente sind gar keine!

Als solche ist auch nicht mein Alter, Geschlecht oder Neigung, sondern lediglich, ob es möglich ist,

a) eine strikte Ablehung von Homosexualität im Allgemeinen, und gleichgeschlechtlichen Ehen bzw. Adoptionen in homosexuelle Partnerscahften biblisch zu begründen,

b) irgendetwas davon einen realen Hintergrund hat oder eben doch nur durchgeschleppte Mythen und Legenden sind, und

c) inwieweit ein säkularer Staat und eine Gesellschaft, in der eine Vielzahl von Religionen, Weltanschauungen und Lebensplanungen zusammentreffen, etwas auf dahingehende Ansichten einiger Gruppierungen geben sollten.

In allen Punkten warte ich noch immer auf eine Begründung mit mehr Fleisch auf den Knochen als "das
ist halt so".
Vielleicht können Sie mir ja logisch darlegen, warum z.B. die fehlende gemeinsame Reproduktionsfähigkeit von Homosexuellen Paaren eine Ehe ausschließen sollten, derselbe Sachverhalt (oder eine Unwillen) bei heterosexuellen Paaren kein Problem darstellt?