Mittwoch, 22. Oktober 2008

"In Nomine Patris" - Musical verletzt die religiösen Gefühle unzähliger Katholiken

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

Am 16. Oktober 2008 kam es im Deutschen Theater in München zur Uraufführung des Musicals "In Nomine Patris" von Bernd Stromberger. Dagegen protestiert das Forum Deutscher Katholiken. Es ruft alle, die um die Bedeutung von religiöser Toleranz und Anstand wissen, auf, sich gegen die Herabsetzung von Gläubigen und ihres Glaubens zu wehren.

Im Stück geht es um einen "Anastasius Christus", der, zum Papst gewählt, von seiner Tochter aus einer früheren Liebesbeziehung erfährt und dadurch in eine tiefe Sinnkrise stürzt. Das stellt eine gezielte Provokation gegen die Minderheit der Katholiken in München dar. Das Stück wird in der Diözese aufgeführt, der Benedikt XVI. von 1977 bis 1981 als Erzbischof vorstand.

Behauptet wird, dass mit diesem Musical auf keinen Fall religiöse Gefühle verletzt werden sollten. Das ist heuchlerisch vor dem Hintergrund, dass der Autor lt. "Humanistischem Pressedienst" (hpd) einen Eklat plant.

Dafür arbeitet sich der Autor auf Kosten der Gläubigen an seiner fehlenden Sachkenntnis ab. Er möchte "mit dem Klischee aufräumen, dass Päpste etwas anderes als Menschen sind". Die katholische Kirche hat sich, dogmatisch wie auch praktisch, stets gegen jede Form von Papolatrie zur Wehr gesetzt.

Hinter der Aussage, die Päpste seien Gefangene einer Ideologie, welche sehr eng und verletzend sei, verbirgt sich die schlichte, aber unzulässige Projektion des Autors auf andere.

Ins Visier möchte der Autor die "Fehlbarkeit der Institution Kirche" nehmen. Gemäß Glaubensbekenntnis ist die Kirche heilig, im übrigen hält sie ihre Glieder stets zur Selbstheiligung an.

Entgegen seinem Vorwurf der "Starrheit" der Kirche verharrt der Autor in einer unaufgeklärten Aufklärung, deren Klischees mit der Avantgarde-Funktion der Kunst nichts zu tun haben. Er fischt in trüben Wassern.

Angesichts von solcher Herabsetzung, Heuchelei und Unkenntnis ist es sehr bedauerlich, dass die Stadt München das Deutsche Theater allein im Haushalsjahr 2008 mit öffentlichen Mitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro unterstützt.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Nunja, die Fehlbarkeit der Kirche ist seid den Fällen Gallileo, Bruno und Hitler schon weit und breit bekannt.

Und es gibt reichlich literarische Aufarbeitungen, Spekulationen, Romane, Filme und Theaterstücke über weibliche Päpste, Mord am Heiligen stul, Intrigen und Verschwörungen im Vatikan, Geheimbünde und dem Mantel der Kirche, etc., daß es eigentlich müßig ist, sich gerade über dieses Stück hier zu echauffieren.

an und aussichten hat gesagt…

Eine so gekonnte Satire hätte ich auf dieser Seite gar nicht vermutet. Erst dachte ich der Artikel wäre wirklich von einem frömmelnden Eiferer verfasst worden aber dann nahm ich den folgenden Absatz wahr:

"Das stellt eine gezielte Provokation gegen die Minderheit der Katholiken in München dar. [..]"

Touché! Das nenne ich gekonnt auf der leisen Klaviatur der hintersinnigen und feinsinnigen Beobachtung spielen.

Anonym hat gesagt…

Wenn die Münchner katholische Minorität gewußt hätte, worauf sie sich einläßt, wäre sie bestimmt nicht geschlossen ins Theater gegangen, um sich dieses gotteslästerliche (wenn nicht sogar menschenverachtende) Machwerk zu Gemüte zu führen.
Ich möchte hier fast von entarteter "Kunst" sprechen.
Der Titel "In Nomine Patris" war aber auch zu verführerisch...

Anonym hat gesagt…

Euer achsoguter Papst War/ist ein überzeugter nazi der flaghelfer war.

Deos est homo

Guten Morgen hat gesagt…

...die Naivität, Realitätsfremdheit und die Dummheit nicht nur der meisten Katholiken, auch die der Verfasser dieser Internetseiten ist mindestens genauso eine Blasphemie...

...Homosexualität, Pädeophilie und Aggressivität haben die gleiche Ursache und das wird z.B. in P.G.Zimbardo - Psychologie 4.A. einleuchend anhand von Tierversuchen mit Ratten und Mäusen erklärt...

..wobei 4.A. hier 4.A. ist, spätere Auflagen dieses Buches vom Springer-Verlag, der nichts mit dem Axel-Springer-Verlag zu tun hat haben völlig andere nur noch mit Vorwissen oder zusätzlicher Literatur verwertbare Inhalte, diese neuen Übersetzungen sind ein völlig anderes Buch..

..für kalte Duschen und Sicherheitsdatenblätter, statt Insulin und Alzheimerzwangsjacken:

ftp://www.dreiaffenimrheinlahnkreis.de