Dienstag, 14. Februar 2012

Skandal-Urteil: Katholische Kirche darf als "Kinderf...-Sekte" verleumdet werden

Pressemitteilung des Christoferuswerks vom 14. Februar 2012

Berliner Gerichtsbeschluß stößt auf Kritik auch von Nichtchristen und Ungläubigen



Die katholische Kirche darf laut aktuellem Gerichtsbeschluß des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten als "Kinderficker-Sekte" beleidigt werden.

Katholische Christen sind demnach Mitglieder einer Kinderf...-Sekte - und der Papst wäre Chef einer kriminellen Vereinigung.

Der Berliner Polizeipräsident bzw. die Staatsanwaltschaft (StA) hatte Anklage gegen Jörg Kantel, den Betreiber der Webseite "Schockwellenreiter", erhoben, weil Kantel die kath. Kirche mit dieser Schmähkritik verleumdet hatte; dabei berief sich die StA auf § 166 StGB (siehe Anmerkung unten). Doch die Richterin verweigerte die Eröffnung eines Hauptverfahrens.

Das Gericht begründete seinen (allerdings noch nicht rechtskräftigen) De-facto-Freispruch damit, es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche". Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten beiden Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von Mißbrauchshandlungen von katholischen Geistlichen und anderen Mitarbeitern der katholischen Kirche."

Daher sei der Ausdruck "Kinderf...-Sekte" nicht geeignet, den "öffentlichen Frieden zu stören", verkündete die Richterin - und insoweit gäbe es auch keinen Straftatbestand nach §166 (Religionsbeschimpfung).

Die Staatsanwaltschaft kann bis eine Woche nach der Beschlußfassung noch Einspruch dagegen erheben.

Der Betreiber der Webseite ‘Schockwellenreiter’ hatte unter dem Titel "Neues vom Ayatollah aus Köln" am 29.6.2011 Folgendes veröffentlicht: „Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemeldet: Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als »täglichen Super-GAU« verurteilt."

Vor der Anklage der Staatsanwaltschaft gab es einen Briefwechsel zwischen Kantel und dem Berliner Polizeipräsidenten, der ihn über den Vorwurf der StA, Religionsgemeinschaften beleidigt zu haben, informierte. Kantel veröffentlichte diesen Brief und schrieb sodann dreist, er habe keine Religionsgemeinschaft beleidigt, weil Religionen ohnehin "eine Beleidigung jeglichen gesunden Menschenverstandes" seien.

Es gibt allerdings auch unter "Gottlosen" und Kirchenfernen anständige Leute. Schon vor dem jetzigen Gerichtsbeschluß kritisierten glaubensfremde, atheistische Blogger, die auf gute Sitten, Toleranz und Fairneß aber durchaus Wert legen, diese massive Beleidigung der kath.Kirche, zB. der Betreiber des Weblogs "Rock´n Roll", der bereits am 17.11.2011 unter dem Titel "Kinderf...-Sekte ist ein böses Wort" Folgendes klarstellte:

"Wie kann ein gebildeter Mensch sich solcher Stammtischparolen bedienen, alle Mitglieder der katholischen Kirche unter Generalverdacht stellen und so primitiv seine Abneigung gegenüber der katholischen Kirche zum Ausdruck bringen? (...)

Er beruft sich auf Meinungs -und Pressefreiheit. Schön und gut – doch auch wenn ich meine Meinung frei vertrete, muss ich die Rechte der Anderen achten, die allgemein bekannten guten Sitten einhalten und darf nicht beleidigen. Und mit Pressefreiheit hat solch ein Ausdruck in meinen Augen nichts zu tun, höchstens mit schlechtem Benehmen. Ich selber halte von Glaubensgemeinschaften überhaupt nichts, schon gar nicht von den christlichen.(...)

Auch wenn man selber kein gläubiger Mensch ist (so wie ich), sollte man trotzdem die respektieren, die an irgendeinen Gott glauben und die Kirche anerkennen. Gerade eben muss ich an die Judenverfolgung im dritten Reich denken, als alle Juden über einen Kamm geschoren wurden."

Bei diesem skandalösen Gerichtsurteil handelt es sich offenbar um die juristischen Sumpfblüten jener hysterischen Medienkampagne, die sich nicht um Fakten und wissenschaftliche Studien kümmerte, sondern sensationsgierig und scheinheilig gegen die Kirche polemisierte, vor allem gegen die katholische Priesterschaft.

Gleichzeitig muß man enttäuscht feststellen, daß es leider nur sehr wenige Bischöfe gab, die sich diesem antikirchlichen Kesseltreiben widersetzt haben, darunter der Regensburger Bischof Gerhard L. Müller, der daraufhin von vielen Medien und sogar aus kirchlichen Kreisen scharf attackiert wurde.

Zum Vergleich:

Als die österreichische Autorin Elisabeth Sabaditsch-Wolff äußerte, Mohammed sei "nach heutigem Rechtsverständnis ein Kinderschänder" gewesen, wurde sie von der Richterin Bettina Neubauer bzw dem Wiener Landesgericht wegen "Herabwürdigung religiöser Lehren" zu 480 Euro Geldstrafe verurteilt, obgleich historisch unbestritten ist, daß Mohammed mit einem 9-jährigen Mädchen die "Ehe" vollzog. (Abgesehen davon geht es hierbei nicht um eine "religiöse Lehre", sondern um des "Propheten" persönliche Lebensführung.)

Noch kürzlich berichteten wir über eine islamische Fatwa (Rechtsgutachten), worin eben dies bestätigt und als "Allahs Wille" energisch gerechtfertigt wurde:

http://charismatismus.wordpress.com/2012/02/05/fatwa-zu-mohammeds-heirat-mit-der-9-jahrigen-aischa/

Ergebnis: Laut derzeitiger (Un-)Rechtssprechung im deutschsprachigen Raum dürfen unstrittige Tatsachen über Mohammed nicht geäußert werden, hingegen darf die katholische Kirche als Ganzes - und damit alle ihre Mitglieder - aufs übelste beleidigt und als kriminell verleumdet werden.

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Anmerkung:
Hier folgt § 166 des StGB (Strafgesetzbuch):
Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Quelle:
Christoferuswerk eV.
Felizitas Küble
Schlesienstr. 32
48167 Münster
Tel:0251-616768
Fax:0251-614020
felizitas.kueble@web.de

Kommentare:

Barbara Blum hat gesagt…

Das ist ja wie in den 1930ern in Deutschland. Sollen wir langsam anfangen unsere Koffer zu packen??

Anonym hat gesagt…

Liebe Frau Küble,
bei allem Respekt, den ich habe, weil ich ebenso ein Gegner von der gesetzlich gestatteten Abtreibung bin.
Möchte ich mich von Ihren Äusserungen absolut und vollkommen distanzieren, denn es ist KEIN Skandalurteil gefällt worden in dieser Sache. Den Papst und die Römische Kirche als Sekte zu bezeichnen ist KEINESFALLS verkehrt. Doch dies wegen den Kindesmissbrauchfällen von etlichen Priestern und Mitarbeitern der römischen Kirche zu tun ist völlig FALSCH und UNANGEBRACHT.
Eine Sekte ist ein Gruppe von Menschen, die eine FALSCHE UND NICHT der Heiligen Schrift gemässen LEHRE verbreitet: Dadurch wird die LEHRE von JESUS CHRISTUS oftmals vermischt mit Wahrheit und LÜGE. Die römische Kirche ist allein schon deshalb eine Sekte, weil der Bischof der römischen Kirche NIE UND NIMMER sich als STELLVERTRETER von Jesus Christus bezeichnen dürfte, dies ist der eigentliche Skandal.
Die Lehre Jesu Christi besagt, dass ER VON SICH sagen konnte:
ICH BIN der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN, NIEMAND kommt zum Vater als durch mich!
Mit Vater - ist keinesfalls der römische Vater gemeint, der alles andere als heilig ist - sondern GOTT der Vater des Herrn Jesus Christus.
Die römische Kirche betreibt einen MARIENKULT und ist allein deshalb ebenso als eine Sekte anzusehen, weil die Menschen ihrer Gemeinschaft angeblich nur durch Maria zu Jesus Christus kommen können. DIES ist KEINE LEHRE der Heiligen Schrift - ebenso wenig wie die abscheuliche Tatsache, dass Maria die Mutter Gottes sein soll! Welch einen grossen Schaden und falsche Vorstellung hat diese schrecklich falsche Lehre der Kirche bei vielen Moslems angerichtet!
Maria war die Magd - sprich Dienerin Gottes - und wurde durch die Kraft des Heiligen Geistes schwanger - sie selbst war nie so hochmütig, wie sie heute von Menschen verehrt wird.
Maria war die Mutter Jesu und die Mutter von etlichen weiteren Kindern, Brüder und Schwestern Jesu, gezeugt von Josef Ihrem Mann. Dieses Zeugnis der Heiligen Schrift LEUGNET die römische Kirche bis zum HEUTIGEN Tage.
Ich könnte hier noch viele weitere einfache Belege bringen, dass sich die römische Kirche SELBST, durch ihre falschen unbiblischen Lehren zur Sekte gemacht hat.
Der Umstand und die Tatsache, dass die Saat der unheilvollen Lehren dieser Sekte nun aufgeht, sehen weit aus mehr Menschen als von manchen Anhängern -sprich römischen Katholiken - wahrgenommen wird.
Doch bekanntlich ist es so, dass die Anhänger einer Sekte, dies oftmals nicht erkennen.
Doch auch für Sie gibt es Hoffnung, denn JESUS CHRISTUS selbst spricht: DIE WAHRHEIT WIR EUCH FREI MACHEN.
Schon so mancher Anhänger aus der Sekte der römischen Kirche wurde frei und das Zeugnis derer die FREI wurden - leuchtet als heller Wegweiser für CHRISTUS.
Denken Sie - Frau Küble - mal darüber nach!
Noch einen schönen Tag!

Peter Holzer hat gesagt…

Schadens-Freude, also Freude am Schaden des anderen, halte ich in so einem Moment für völlig unangebracht.

Wie kann ein deutsches Gericht im Jahr 2012 es zulassen, egal an wen es gerichtet ist, dass er als "Kinderf..-Sekte" beschimpft wird?

Anonym hat gesagt…

Was heute in Deutschen Medien passiert ist von vernünftigen Menschen nur mit Abscheu zu sehen. Aber wenn jetzt auch deutsche Gerichte dazu übergehen, die Kirche öffentlich zu beleidigen, dann kann das nur mit den Ausfällen von Joseph Goebbels verglichen werden. Die Äußerungen in seinen Tagebüchern decken sich mit den Hasstiraden, die heute in Deutschland üblich sind.

Old Geezer hat gesagt…

NAja, ist das denn unerwartet oder weit hergeholt?

"Daher sei der Ausdruck "Kinderf...-Sekte" nicht geeignet, den "öffentlichen Frieden zu stören", verkündete die Richterin - und insoweit gäbe es auch keinen Straftatbestand nach §166 (Religionsbeschimpfung)."

Da hat die Richterin doch auch nciht unrecht, denn wenn diese Betitelung bei einem großen Teil lder Bevölkerung geläufig ist, kann durch ihre Zitierung der öffentlich Friede kaum noch gestört werden, oder?

Der Vergelich mit Kommentaren über Mohammed ist zwar naheliegend, aber grieft nicht, denn die Kinderschändungen sowie deren Föderung, Vertuschung und Strafvereitelung sind belegte Fakten, alle Fabeln um den sogenannten Propheten Mohammed hingegen Mythen und Legenden und somit wäre selbst eine implizite Kinderschändung keine "Tat".

Trapin hat gesagt…

Die katholische Kirche hat sicher sektenhafte Züge. Das darf auch gesagt werden, aber die ganze Institution mit diesem zusätzlichen Wort zu diffamieren halte ich für untragbar.
Dann müsste es auch erlaubt sein alle
Vereine, wo irgendwo Erwachsene mit Jugendlichen arbeiten eben unter diesen Verdacht zu stellen.
Einfach unerträglich das Ganze. Es geht vordergründig darum, alles christliche aus unserer Gesellschaft zu verbannen. Der Islam wird sich hier in Deutschland und Europa durchsetzen. Als Leib Jesu, der quer durch alle Denominationen existent ist, müssen wir uns auf rauhe Zeiten einstellen.

Rolf Wiesenhütter hat gesagt…

Unser Land verkommt in einer Geschwindigkeit zu einer Bananenrepublik, die atemberaubend ist. Auf Christen aller Couleur darf eingedroschen werden, und die staatliche Justiz gutiert das. Gleichzeitig erleben wir, dass die Staatsgewalt Kinder im Grundschulalter mit Polizeigewalt in der Schule vorführen lässt, um diese zur Teilnahme an einem schweinischen Sexualkundeunterricht teilnehmen zu lassen. So gerade in Berlin geschehen, wo ein Mädchen aus Ekel diesen Unterricht nicht besuchen wollte. Christliche Eltern werden mit Geldbußen und müssen diese bei Nichtzahlen im Gefängnis absitzen. Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit, stehen im Grundgesetz, weren aber von der Justiz mit Füßen getreten, wenn man Christen denunzieren kann. Das Antidskrimminierungsgesetz scheint nur für homosexuelle, nicht aber für Christen zu gelten. Bei dieser Kultur der Intoleranz ist es doch nur folgerichtig, dass rin solches Urteil gefällt wurde. Ich denke, wir dürfen uns in Zukunft noch auf einiges gefasst machen.

Slayer hat gesagt…

Ein Sieg für die Meinungsfreiheit, trotz des Paragraphen 166, eines Paragraphen, der ohne weiteres aus dem Mittelalter stammen könnte und kultur-historisch gesehen auch tut.
Aber Meinungsfreiheit hat der Kinderficker-Sekte noch nie gefallen.

Old Geezer hat gesagt…

@Trapin:

Ihre Kritik ist nicht ganz Subtenzlos, aber Sie verdrängen bei
"Dann müsste es auch erlaubt sein alle
Vereine, wo irgendwo Erwachsene mit Jugendlichen arbeiten eben unter diesen Verdacht zu stellen.", daß zum einen im Unterschied zur RKK diese Vereine nicht durch häufige strafrechtlich relevante Übergriffe auf sich aufmerksam gemacht haben; und bei "Es geht vordergründig darum, alles christliche aus unserer Gesellschaft zu verbannen." daß es neben dem zentralistisch organisierten Katholizismus noch
andere christliche Konfessionen und Organisationen gibt, die offenbar nicht un dieser Schußlinie stehen - es also kaum gegen das Christentum als solches gehen kann.

KaiS hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
KaiS hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
KaiS hat gesagt…

Ich finde das schon Ungeheuerlich, da meint man fast die Richterin wäre wohl befangen und was geht da in Berlin ab??

Normal gehört eine Unterlassungsklage gegen diese Seite sowie die Löschung beantragt und erneut Anzeige wegen Verleumdung gestellt.

Weil kann ja nicht angehen das da alle über einem Kamm geschert werden.

Die Seite und die Richterin greift alle Katholiken und die ihren freiwilligen Dienst tun an, ist ja dann fast wie im Weltkrieg beim Adolf, fehlt nur noch die Armbinde. Ist der Hammer.

Man meint gerade die haben sie nicht alle, sorry

Franz Josef Mandel hat gesagt…

Ich möchte als Christ vergleichs-
weise erleben, was dasselbe Gericht
urteilen würde, wenn ebenso in aller Öffentlichkeit die Moslems, der Islam beleidigt würden.